Sardinien

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Il Canzoniere
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Sardinien

Beitrag von Il Canzoniere » So 10. Feb 2019, 05:54

Okay ich wollte noch was zum Thema Sardinien erzählen:

Der Konflikt spielt sich in den Jahren 1016 und 1017 ab. Einige der Neuen kommen also zu spät für die Invasion selbst, können sich aber wenn sie wollen in den direkten Nachwehen einmischen. Insgesamt aber gar nicht so verkehrt. Die Neuen haben häufig schon mit ankommen mehr zu tun als man auf einen Schlag verkraften kann ;-)

Was passiert denn da?
Wikipedia sagt so etwa das hier:
Die arabischen Flotten beherrschten die Küsten. Eine dauerhafte arabische Eroberung konnte bis 1014/15 verhindert werden, nachdem Mudschahid von Dénia mit Hilfe von 120 Galeeren schon große Teile der Küstengebiete erobert hatte. Die italienischen Küstenstädte waren durch die arabische Operationsbasis auf Sardinien militärisch bedroht. Durch Vermittlung von Papst Benedikt VIII. schlugen 1016 die Flotten der Seemächte Genua und Pisa die Araber und verdrängten Mudschahid wieder von der Insel. Pisa erhielt Sardinien offiziell als päpstliches Lehen, Genua beherrschte den Norden.
Aufstände, Wiederständler, Partisanen, Rebellen, eine muslimische Gegeninvasion mit Landungstruppen aus Iberien um 1022 und allerlei Ärger begleiten uns jedoch den gesamten Zeitsprung. Es wird also nicht langweilig.

Wie soll das ganze ablaufen?
Locker. Alles andere ist in der Zeit (rein technisch ist 1017 jetzt schon rum) gar nicht möglich. Ich habe im Ingameforum den Unterbereich "Sardinien" eröffnet, wo Spiele auf der Insel stattfinden können, die auch in Zukunft ab jetzt immer wieder stattfinden können. Sardinien wird als genuesische Kolonie sicherlich noch länger eine Rolle spielen.
Konkret kann jeder der sich beteiligen möchte oder dazu verdonnert wurde hier ein paar Szenen spielen. Einfach auch um den Charakter in einen anderen Kontext zu werfen, in Dinge tun zu lassen die er sonst nicht so tut weil der Fokus sonst auf "friedlichen" *räusper* Zeiten liegt.
Das kann Fluff sein aber auch Spiele mit anderen in brenzligen/weniger brenzligen Situationen. Da es sich sonst noch länger ziehen würde und weil es in Fraxinetum damals schon ähnlich lief: Aurore befehligt den Feldzug höchstpersönlich. Calistus von Pisa überlässt ihr dabei auch eine gewisse Befehlshoheit über die pisanischen Verbände.
Wenn ihr euch irgendwie beteiligt meldet eure Dinge die ihr bereitstellt an Ilario oder wenn ihr selbst mitmischen wollt an Brimir. Die beiden erstellen dann eine Liste von der ich mir einen groben Überblick erhoffe.
Die ganze Operation läuft folgendermaßen ab: Ihr könnt eure Spiele in jeder der Phasen einklinken. Auch OOCs oder Risiko-OOCs können währenddessen oder drum herum stattfinden, falls ihr eine gute Idee für etwas habt oder was ausprobieren wollt.

Der Feldzug
- Sicherung der Bucht von Genua durch die genuesische und pisanische Flotte im Frühjahr 1016
- Transport gemeinsamer Landstreitkräfte nach Olbia. Anlandung im April 1016. Rasche Eroberung Olbias. Einrichtung eines Feldlagers, Einrichtung von Nachschubrouten.
- Mai 1016: Marsch auf Sassari. Dank der Unterstützung durch pisanische Seeverbände fällt die Stadt binnen weniger Tage. Zwei Wochen später wird auch Ardara, 25 Kilometer südlich eingenommen. Eilmarsch auf Torres. Beginn der hiesigen Belagerung
- August 1016: Eroberung Torres durch Verrat. Jemand öffnet den italienischen Belagerern die Tore. Es kommt zu Plünderungen.
- September 1016: Seeschlacht vor Tharros. Mit insgesamt knapp dreihundert beteiligten Schiffen sicherlich die größte Auseinandersetzung des Krieges. Sie endet mit einem Sieg der genuesisch/pisanischen Allianz, auch wenn die Verluste bedeutend größer sind als die Kräfteverhältnisse vermutet hätten. Viele der Zurückkehrenden Seesoldaten sind traumatisiert und sprechen von Schatten die ganze Schiffe in die Tiefe gezogen hätten. Bis nach Quinto al Mare werden einzelne Leichen angespült. Entgegen jeglicher Strömungen.
- Es folgt eine mehrmonatige Hafenblockade Tharros um einen Teil der sarazenischen Schiffe (die sich hierher geflüchtet hatten) nicht entkommen zu lassen. Währenddessen ziehen Landstreitkräfte der Verbündeten einen Belagerungsring um die Stadt.
- Versorgungsengpässe und Hunger unter den Streitkräften. Nachschubrouten werden immer wieder Überfallen. Auch die Ureinwohner Sardiniens scheinen sich zu beteiligen. Offenbar bekämpfen diese jeden Eindringling, gleichwohl welchen.
- Orristano öffnet den Eroberern die Tore. Offenbar gab es vorab Verhandlungen.
- Februar 1017: Fall von Tharros. Die hungrigen Eroberer stoßen auf Berge von Leichen, faulende Kadaver und Seuchen. Es gelingt jedoch den Angriff rechtzeitig abzubrechen. Nur wenige der Eroberer scheinen sich mit den in Tharros grassierenden Seuchen angesteckt zu haben. Zur Bekämpfung der Krankheit ordnet Aurore in der Nacht an die Stadt weitestgehend niederzubrennen. Die Überlebenden Einwohner und Verteidiger werden nahe Oristano in einem Lager untergebracht. Von der festgenagelten Teilflotte ist wenig übrig: Die Verteidiger versenkten offenbar alle im Hafen liegenden Schiffe, um sie nicht den Angreifern in die Hände fallen zu lassen.
- April 1017 Eroberung von Sanluri nach dutzenden kleineren Scharmützeln mit muslimischen und sardischen Verbänden.
- Mai 1017 Niederlage verbündeter Streitkräfte bei Cagliari. Die Muslime evakuieren die Stadt dennoch. Kenza, Prinz Sardiniens, verschwindet.
- Juni 1017 Eroberung Cagliaris. Es gibt nur geringen Widerstand durch sardische Verbände.
- Juli - Oktober 1017: Sicherung der sardischen Gebiete durch Flotte und Heer.
- Papst Benedikt VIII. bestätigt Sardinien als offizielles pisanisches Lehen. Genua kontrolliert die beiden nördlichen Judikate Gallura und Logudoro.

Kainiten vor Ort
Die kainitische Struktur abseits des Heerlagers, wo natürlich ebenfalls residiert werden kann, schlägt ihre Zelte in Sassari auf.
Einige alte Bekannte finden sich dort ebenfalls, mit diesen kann natürlich auch interagiert werden. Auch nach dem sardischen Krieg bleiben alle dieser NSC auf Sardinien, rechnen sich aber mehr oder weniger zur Domäne Genua:
- Josef Szokyel, sardischer Konsul ihrer Majestät Aurore von Genua, Neugeborener des Clan der Gelehrten
- Titus, Geissel zu Sardinien ihrer Majestät Aurore von Genua, Neugeborener des Clan des Todes
- Salvador, Söldnerführer der Söhne von Cordoba und Neugeborener des Clan Brujah

Außerdem einige pisanische Zeitgenossen, die bis auf die Giudice Sardegna alle nach dem Krieg nach Pisa zurückkehren.
- Stephanus Fontana, Ammiraglio seiner Majestät Calistus von Pisa, Ancilla des Clans des Todes
- Giorgia Foccanti, Giudice Sardegna seiner Majestät Calistus von Pisa, Neugeborener des Clans der Könige
- Arguil, Esploratore seiner Majestät Calistus von Pisa, Neugeborener des Clans der Verborgenen
- Mohammad, oberster Sklavenfänger seiner Majestät Calistus von Pisa, Neugeborener des Clans der Schatten

Und dann?
Nord-Sardinien gehört anschließend relativ direkt zur Domäne Genua. Der sardische Konsul Josef Szokyel ist Aurores Statthalter vor Ort. Auch weitere Kainiten werden sich hier früher oder später tummeln oder tun das schon. Da es zur Domäne gehört könnt ihr in Zukunft eure OOCs auch hier ablaufen lassen, Einfluss gewinnen, Handelsrouten aufbauen, Dinge erledigen. Besonders den Spielern die sich die Mühe gemacht haben sich eine igenes Schiff zu organisieren bringt dies nun Vorteile. Ein ständiger Pendelverkehr auf unsicheren Transportrouten/mitteln wird die ungewollte Aufmerksamkeit einer bösartig vor sich hinmurmelnden SL auf sich ziehen.

Warum der ganze Heckmeck?
Das hat langfristig vor allem drei Gründe:
- Sardinien wird noch recht lange sehr unruhig bleiben. Kriegerische Charkonzepte, die in Genua teilweise lange vor sich hindarben mussten können sich hier ein wenig austoben. Auch eher maritime Charaktere haben nun die Möglichkeit einen etwas auf Wasser verlagerten Spielmittelpunkt wählen zu können. Genua wird zur Seemacht, das kann man nun viel eher abbilden.
- Es könnte ein wenig bunter in Genua werden was fremde/muslimische Einflüsse angeht. Was allgemein Einflüsse von außerhalb angeht. Sklaven, fluffiges Obst, Waren. Dinge die sich herrlich nebenbei überall einbinden lassen.
- Genua war immer für alle Hauptclans spielbar gedacht. Das ging in den letzten Jahren mit Assamiten etwas schwierig. Jetzt wäre wieder eine logische Quelle offen. Das heißt nicht das ich unbedingt welche haben will. Aber ich verneine Nachfragen in Zukunft nicht mehr so vehement.

Fragen? Gerne auch hier rein :-)

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Mareno
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Re: Sardinien

Beitrag von Mareno » So 10. Feb 2019, 15:21

Heyho Hauke,

Erstmal Danke für die Zusammenfassung, ich persönlich freue mich sehr über Sardinien und die daraus entstehenden Möglichkeiten, nicht zuletzt natürlich weil ich ein Seefahrerkonzept habe. Die detailierte Zusammenfassung des Konflikts wird nicht ungenutzt bleiben, und sicher in Fluffs und Spielen Anwendung finden ^^
Ich hätte folgende Fragen :

Wie spielen wir eine Beteiligung in den Konflikten aus ? Schreibe ich einfach ein OOC mit "Will an der großen Seeschlacht teilnehmen/die Belagerung mitmachen"und daraus erhalte ich dann das Resultat, wie erfolgreich/nicht erfolgreich der Einsatz meiner Ressourcen war ? Mich würde eben auch interessieren wie eine "passive Beteiligung" der Ressourcen und der Beteiligten Kainiten aussieht. Also wie würde die Beteiligung eines Kainiten und seiner Ressourcen aussehen, der keinerlei OOCs auf Sardinien verwendet, aber dennoch Ressourcen zur Verfügung stellt, weil die Vasallität ja zb. dazu verpflichtet.

Wie schaut es mit Spielen auf den Sardinischen Inseln aus ? da gibt es ja gefühlt drei Dutzend Inseln, die sicher auch spannende Spielumgebung sein können. Sind die prinzipiell freigegeben oder muss sich da Zugang erst erspielt werden ?

Weitere Fragen tauchen sicher noch auf, ich schreib dann einfach nochmal hier ^^
Wir sind nicht Kinder einer erlesenen Epoche,
sondern Freibeuter eines Zusammenbruchs.

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Il Canzoniere
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Re: Sardinien

Beitrag von Il Canzoniere » Mi 13. Feb 2019, 01:22

Hi Felix,
freut mich das es dir gefällt :-)

Wegen der Teilnahme: Du schreibst im Sardinienforum einen Fluff / treibst einen Mitspieler auf / fragst Stefan ob er da ein wenig mit dir spielt und knallst das ganze ins Sardinien-Forum.
OOCs würde ich eher für Dinge abseits dieser Eckpunkte nutzen wollen. Also wenn du neben all den Aktivitäten vor Ort Sklaven fangen willst oder sowas.
Jemand der nur passiv dabei ist....ist nur passiv dabei. Seine Gelder werden irgendwo für genutzt und das wars. Wenn er nicht vor Ort ist, ist er nicht vor Ort ;-)
Sicher kann er, wenn er z.B. Söldner schickt denen im OOC irgendeinen Job geben. Aber ob das dann so indirekt klappt ist die Frage. Kann. muss aber nicht.

Spiele auf den sardischen Inseln sind wegen mir auch frei. Die meisten sind halt nur aus dem Wasser ragende Staubhaufen. Aber klar. Wenn jemand da irgendwas machen will kann er auch da was machen ^^

LG

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