[1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

[Juli '19]

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Fr 9. Aug 2019, 09:47

"hm...“ für einen Moment schwieg Toma auf die Worte Gasparos dass es in Broglio nicht gerade ruhig zu ging und ließ sich von Johann Ausgehkleidung bringen. „Broglio, Clavicula, Ravecca...die Gemüter der Genuesen brodeln überall oder nicht?
Und mehr noch brodeln die unserer Art.
Die letzten Wachen hier im Inneren sind alle tot, werter Gasparo. Daher konntet ihr sie nie antreffen. Ein Ort wo viele verschiedene Kainiten zusammenkommen können muss entsprechend bewacht werden, meint ihr nicht? Ja, wie das Elysium, jedoch könnten wir es kaum als Elysium ausrufen ohne die Zustimmung der verehrten Hüterin.“

erklärte die Tzimisce während sie in Schuhe und Umhang schlüpfte.
"Abgesehen davon steht das nicht in unserem Interesse.
Dies ist kein Ort für Zusammenkünfte, sondern ein Rückzugsort. Eine kurzfristige Zuflucht.
Ihr habt jedoch nicht unrecht, dass Broglio kein Sesteri ist dass ich jemanden empfehlen würde. Haltet eure Finger hier heraus, wenn ihr nicht vorhabt sie zu verlieren."


Der Blick war ernst, auch wenn eine Erklärung ausblieb, was genau Toma damit meinte. Welche Art von Konsequenz würde das sein und wer würde sie vollstrecken?

„Nun lasst uns gehen. Euer Ghul kann dabei sein.“ machten sie sich bereit zum Aufbruch und traten aus der Tür.
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Gasparo
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Gasparo » Di 13. Aug 2019, 22:36

Gasparo war überrascht von der Schärfe in Tomas Stimme. „Die verehrte Acacia ist nicht die einzige, die das A Tarda Ora zum Elysium heiligsprechen könnte. Ich dachte eher an die höchstverehrte Aurore selbst.“ Er hob die Achseln langsam in einer entwaffneten Geste. „Aber natürlich ist es an Euch zu bestimmen, was mit Eurer Zuflucht hier geschieht. Ob Elysium oder nicht, Ihr besitzt hier eine Perle in Broglio. Ich gebe mich keinen Tagträumen hin, hier Einfluss nehmen zu wollen oder zu können.“

Der Lehrmeister folgte dem Drachen aus der Tür in der Nacht. Erneut warf er einen aufmerksamen Blick auf die Wachen, ohne sie noch einmal anzusprechen. Crispianus würde den Kainiten stumm in gebührenden Abstand folgen.

Der Ventrue beschloss, das Gespräch über Broglio fortzuführen. Seine Stimme war gedämpft. Zwar waren die Straßen zu dieser Zeit nicht mehr mit viel Leben gefüllt, dennoch waren dies Themen, die kein Sterblicher mithören musste. „Je mehr Kontrolle Ihr über dieses Sestieri ausübt umso besser ist es um ganz Genua bestellt. Ich kann nur erahnen, wie sehr Euch die Arbeit als Herold beansprucht, aber habt Ihr je daran gedacht, den Posten des Mondsenators von Broglio zu besetzen? Ihr scheint mir hierfür ein … eine hervorragende Kandidatin zu sein.“

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » So 18. Aug 2019, 00:26

„Sicher wäre der höchstverehrte Prinz dazu befähigt, doch würde uns das doch sehr schlecht dastehen lassen in den Augen der Hüterin. Nein wir hegen kein Interesse daran ihre Konkurrenz zu sein. Wir haben andere Pläne, wir haben noch viel zu lernen und zu erfahren. Was sollte uns der Besitz eines Elysiums bringen?“
Ihre grünen Augen legten sich auf den Ventrue. „Es gibt wichtigeres.“

Die Wachen auf dem Vorplatz sahen die heraustretenden Personen an, doch rührten sich nicht.
Vincenco folgte in Abstand neben Crispianus gehend ebenso wie dieser den beiden Kainiten.

„Woraus bildet sich eure Meinung bezüglich des Mondsenats? Was macht uns zu einem Kandidaten hierfür?“ fragten sie leise auf dem Weg durch das nächtliche Genua ins schläfrige Domus. Es war nicht so als hätten sie nie darüber nachgedacht, doch waren die Pläne eigentlich andere gewesen.

„Was denkt ihr von Broglio, werter Gasparo und von Genua, nun wo ihr bereits länger hier weilt?“
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Gasparo » Mo 19. Aug 2019, 22:03

Gasparo neigte sein Haupt verständnisvoll. „Verzeiht, ich hoffe Ihr habt nicht den Eindruck ich würde Euch zu etwas drängen wollen. Ihr erwähntet Schutz und Wachen … als Elysium wäre das A Tarda Ora heilig. Ein Angriff auf diesen Ort … oder Euch … wäre ein Angriff auf unsere gesamte Gemeinschaft. Als Hüter hättet Ihr Einfluss, wer sich hier wie treffen würde und -“ Er unterbrach und winkte mit der linken Hand ab. „Aber ich rede schon wieder wie jemand, der einen Gaul verkaufen will. Ihr kennt die Vor- und Nachteile und Eure Einschätzung, nicht in Konkurrenz mit der verehrten Acacia treten zu wollen, ist ebenfalls ein einleuchtender und sinnvoller Grund, diesen Ort im Schatten San Donatos zu belassen.“

Der Lehrmeister begegnete Tomas Blick und suchte in dem rätselhaften Gesicht nach Spuren, ob seine Worte ihr Ziel fanden. War der Drache so Stolz auf seine Höhle, dass es in störte, sein Heim als zweitrangig zum Elysium zu bezeichnen? Oder war der Herold weit weg vom Verständnis von Stolz und Ehrgeiz, wie Gasparo sie fühlte? Jedesmal, wenn Toma von sich selbst im Plural sprach

Die nächsten Fragen ging in eine ähnliche Richtung. „Die Position als Mondsenator scheint mir eine logische Entwicklung Eurer Position. Ihr seid der Herold und jeder der Neuankömmlinge lernt Euch kennen und respektieren, sobald sie die Domäne betreten. Erneut komme ich auf das A Tarda Ora zurück, wo Ihr großzügig eine Zuflucht bietet, ein Zentrum für unsere Art. Wer ist prominenter in Broglio, wer hat mehr Einfluss? Wer sonst sollte für dieses Sestieri sprechen und zusammen mit den anderen Mondsenatoren Entscheidungen fällen über die Jagdgebiete, hier und anderswo?“

Auch, wenn es wie eine rhetorische Frage klang, so wusste Gasparo doch nicht wirklich eine Antwort. Wer mochte sonst noch in diesem Stadtteil wohnen? Wer war es, der das Führen der Waffen verboten hatte? Hatte Toma hier den menschlichen Senat beeinflusst oder gab es doch noch jemanden, der im Verborgenen die Fäden zog?

„Ich bin sicherlich kein Experte, was Broglio angeht. Außer, wenn ich Euch besuche, habe ich keine Geschäfte mit den Bewohnern dieses Ortes.“ Er seufzte etwas theatralisch. „Ich sollte meinen Horizont erweitern, verbringe ich doch einen Großteil meiner Zeit in Mascharana. Die scheinbare Sicherheit dort ist ein wärmender Mantel, den man nicht leicht ablegt.

Dennoch, selbst in den letzten Jahren meine ich einen Aufwind festzustellen. Während Clavicula und Domus in einer Art Krieg verwickelt waren konnte Broglio wachsen, nicht wahr? Es würde mich auch nicht wundern wenn andere Bürger hier Zuflucht suchen würde, vor dem Mord und Totschlag, der anderswo herrscht.“

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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Mo 19. Aug 2019, 22:31

"Ihr solltet auch keine Geschäfte hier haben. Broglio ist ein Sesterie das nur für sich alleine kämpft. Fremde werden skeptisch betrachtet und ungern eingelassen. So sind die Menschen hier." Toma legte den Kopf zur Seite, vielleicht passten sie hier doch irgendwie her.

"Ihr habt recht, dass Kainiten zu uns kommen, ins A Tarda Ora, dennoch schätze ich kein reges Kommen und Gehen in unseren Häusern. Ein Elysium müsste immer offen sein, für jeden. Für jeden Plausch und jede Information. Für Veranstaltungen?" Toma winkte ab. "Wir haben wichtigeres zu tun als Kainiten zu unterhalten. Unabhängig davon ob es ein Elysium wäre, ist es unser Heim und wer unsere Gäste, Ghule oder uns selbst angreift erfährt die Konsequenzen. Dazu muss es nicht Elysium genannt werden. Wenn ihr in unserem Heim Blut vergießt, werdet ihr dafür bestraft." erwiderte Toma und sah Gasparo direkt in die Augen.

Sie schwiegen einen Moment, sahen dann vor sich auf die dunkle erdige Straße durch die sie gehen mussten und die größere überquerten um die unsichtbare Grenze zu Domus zu überschreiten.

"Was den Mondsenat anbelangt. Wir hatten ihn immer abgelehnt. Wir unterstützen andere diesen einzunehmen...doch das Interesse scheint wohl versiegt. Ja. Womöglich wäre es besser, wenn wir uns dem nun annehmen." Toma klang nicht glücklich darüber und nicht sonderlich überzeugt.

"Doch warum interessiert es euch?"
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Gasparo » Di 20. Aug 2019, 21:59

Gasparo reagierte auf den drohenden Blick mit einem gefälligen Kopfsenken. Toma hatte nun zum wiederholten Male blutige Konsequenzen angedroht, falls der Ventrue sich in die Belange Broglios einmischte. Der Drache zeigte seine Klauen vermehrt in dieser Nacht und Gasparo fragte sich, was der Grund hierfür sein könnte. Der Lehrmeister war offensichtlich in keiner Position, Einfluss auf ein fremdes Sestieri zu nehmen. Wollte der Herold nur jeden Gedanken an eine Bedrohung ersticken oder war es eine zwanghafte Darstellung von Dominanz?

„Nun, ich kenne und schätze Euch, wie bereits erwähnt, und habt Ihr größeren Einfluss in Genua fühle ich mich beruhigter als wenn jemand Unbekanntes … Niederes … diese Macht an sich reißt. Was nützt mir ein Broglio, dass mit den Flammen der Unruhe brennt? Ein solches Feuer könnte sich auf andere Sestieri ausbreiten und eine vor Wut schäumende Meute am Tor des Kastells ist eine furchtbare Vorstellung für mich.“

Seine flache Hand strich über den Ärmel seines Gewandes, um eine Falte zu glätten. „Natürlich hege ich auch eine gewisse … Neugierde über den Mondsenat selbst. In meiner Heimat, Lucca, gibt es einen Ältestenrat, aber die höchstverehrte Karkana lässt den Primogen nicht die Freiheit, die die Senatoren hier zu haben scheinen. Es ist ein großes Experiment, über das ich mehr zu erfahren hoffe … als Beobachter, natürlich.“

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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Do 22. Aug 2019, 13:30

Toma nickte zu den Ausführungen des Ventrue bezüglich des Feuers, doch sagte nichts weiter dazu. Wenn man ihnen ins Gesicht gesehen hätte, hätte man auch die zusammenggepressten Lippen bemerkt. Ein verkniffener Ausdruck, der zeigte, dass sie das beunruhigte.

„Als Beobachter? Hegt ihr keine Ambition selbst einen Sitz zu besetzen?“ Sicher Mascharana war bereits besetzt, aber würde das ihn aufhalten? War er so? „Oder zieht ihr es vor in den Schatten zu sitzen?“

Sie waren ein gutes Stück nach Domus hinein gekommen. Hier war es ruhig und friedlich. Weniger Wachen, weniger Menschen auf den Straßen. Doch sie hielten sich auch Nahe der Mauer, wo ohnehin nicht viel geschah und wandten sich gen Norden, wo die Gerber ihr stinkendes Handwerk verrichteten.
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Gasparo » Do 22. Aug 2019, 23:18

„Ihr schmeichelt mir, wohlwerter Herold. Als Neugeborener, der bisher nicht einmal als vollwertiger Gast der Domäne zählt, würde ich es nicht wagen, Ansprüche an ein solches Amt zu formulieren. Bedenkt, was die anderen Mondsenatoren in den Diensten der höchstverehrten Aurore bereits geleistet haben.“

Gasparo schüttelte den Kopf und musste an die Statuen im Elysium denken. „Natürlich wäre es eine große Ehre, wenn ich irgendwann in den kommenden Dekaden die Gelegenheit hätte, meinen Rat und meine Erfahrungen in dieses Gremium einbringen zu können. Aber bei aller Ambition bin ich kein Träumer.“

Er fühlte sich an ein Gespräch mit Ilario erinnert, der seine Ziele ebenfalls auf den Prüfstand gestellt hatte. Wobei der Kastellan etwas subtiler vorgegangen war.

„Gebt mir Zeit, mich in Euren Augen und den Augen des höchstverehrten Prinzen zu beweisen. Ist dies nicht Kains größtes Geschenk an uns … Zeit?“

Gasparo nahm kaum Kenntnis von der Umgebung. Crispianus würde sich den Ort der Werkstatt merken. Der Ghul war es sowieso, der sich in den Straßen der Stadt besser auskannte. Der Lehrmeister versuchte allerdings darauf zu achten, ob Domus noch immer gefüllt war mit den Rittern, die ihm bei einem früheren Besuch so allgegenwärtig schienen.

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Toma Ianos Navodeanu
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Toma Ianos Navodeanu » Di 27. Aug 2019, 21:47

„Ja Zeit. Doch diese will genutzt werden. Viel zu schnell kann sie auch unsereins entgleiten.“ erwiderte Toma. Sie wussten um diesen Umstand nun gut. Auch wenn sie womöglich ewig leben konnten, so brachte es ihnen nur etwas wenn sie diese Zeit aktiv nutzen konnten. Eine unfreiwillige Starre und schon konnten Jahre verschwendet sein.

„Eure eigene Ambition erst etwas bedeutsames leisten zu wollen sehen wir hoch an. Wir werden gespannt sehen wie ihr euch macht.“

Sie erreichten eine Hütte am Rande des Sesterie, am Ende der Straße und von kaum anderen Gebäuden umgeben. Nur ein paar weitere Werkstätten, die des nachts still lagen.

Toma öffnete die Tür und trat ein. „Vincenco“ riefen sie den Ghul an, der sogleich seiner Aufgabe nachkam Licht zu entzünden.

Gasparo sah sich in einem Raum mit einem Tisch und Werkbänken stehen. Eine Werkstatt in der sowohl Holz als auch Stein bearbeitet wurde. Zugeschnittene Holzblöcke und Bretter stapelten sich in einer Ecke. In einer anderen dagegen Blöcke von Marmor.
Alles schien aufgeräumt und geordnet. Nicht so als hätte hier vor kurzem noch jemand gearbeitet.

Im hinteren Bereich des Raumes gingen zwei Türen ab, die gerade geschlossen waren.
Toma schob den Tisch an die rechte Wand um mehr Platz in der Mitte zu machen und holte einen Hocker heran.

„Wenn ihr bereit seid, könnt ihr euch setzen oder stehen bleiben, wie es euch beliebt. Wir werden einen Entwurf in Holz zu erst von eurer Büste anfertigen.“ erklärte der Tzimisce und legte seinen Ausgehumhang ab.
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Re: [1030] Wie aus alter Zeit [Gasparo, Toma]

Beitrag von Gasparo » So 1. Sep 2019, 19:40

„Habt Dank für Eure Worte, wohlwerte Toma. Die Anerkennung, die in Eurem Satz liegt, aus dem Mund eines Älteren und Würdenträgers, bedeutet mir viel.“

In der Werkstatt angekommen sah sich Gasparo neugierig um. Halb hatte er vermutet, einen fantastischen Ort unaussprechlichen Schreckens zu betreten. So fremdartig hatte sich der Tzimisce doch selbst präsentiert.

Das sich hinter dem Tor nun ein banales aber sehr gepflegtes Studio verbarg erfreute den Lehrmeister. Mit hinter dem Rücken verschränkten Armen drehte er sich um sich selbst, um das eine oder andere interessante Detail zu bemerken.

„Mein Kompliment, wohlwerte Toma. Euer Arbeitsplatz scheint einem Meister wie Euch würdig.“

Dann sank er vorsichtig auf den Hocker nieder, wobei sein Oberkörper weiter unbeweglich und steif blieb.

„Ist es ein Berufsgeheimnis oder darf ich fragen, was Ihr zuletzt vollendet habt?“

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