[1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

Moderatoren: Ilario, Henri de la Nuit

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Augusta Blau
Toreador
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Augusta Blau »

Guiliano, Guiseppe und Elias erhielten ein wohlwollendes Lächeln von Augusta bevor sie den hübschen Mund auftat, um ihre Antwort zu formulieren:

„Ich befürchte, dass meine Geschichte selbstsüchtig klingt. Nachdem mein Erzeuger mir so viel Gutes hat zukommen lassen, entschied ich mich ihn zu verlassen und fortzureisen. Ich wollte mit meiner Musik strahlen, suchte nach Inspiration und meinem Glück. Es hieß Genua sei aufstrebend und genau der richtige Ort für mich. Das hieß es auch zuvor schon von all den anderen Orten, die ich bereiste... Doch mein Gefühl trügt mich selten, hier bin ich… hoffentlich… endlich richtig und an meinem Platz angekommen.“,

fasste sie ihre Geschichte mit einem dramatischen Seufzen und unterstreichenden Handgesten zusammen, die voller Hoffnung waren. Die Herren erhielten ein weiteres Lächeln. Ihre Wangen glühten lebendig.

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Giuliano
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Giuliano »

Giuliano hörte den Antworten der anderen aufmerksam zu, ließ das Lächeln nicht aus seinem Gesicht weichen. Als eine kurze Stille entstand, hob er die Schultern und grinste schief.

„Dann will ich mal nicht hinten anstehen. Für mich ist es eigentlich ganz einfach: Ich bin hier geboren, hab die Straßen und Plätze so gut gekannt wie meine Handfläche.“ Ein kurzer, fast ernster Blick glitt zur Seite, bevor er weiter sprach. „Hab für Genua gekämpft, hab für Genua geblutet. Und wenn man einmal mit seinem eigenen Blut in eine Stadt eingeschrieben ist, dann lässt sie einen nicht mehr los.“

Er verschränkte die Arme, der Ton nun etwas ernster, aber noch immer gelassen. „Also – bin ich wieder hier her gekommen. Nicht, weil mich einer schickte, nicht weil ich etwas suchte, sondern weil ich wollte, dass Genua wieder meine Heimat wird. Und vielleicht…“ Ein flüchtiges Lächeln huschte über seine Lippen. „…weil ich ihr zeigen wollte, dass ich noch immer da bin.“

Dann ließ den Blick in die Runde wandern.
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Elias Paterno
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Elias Paterno »

Zu Augusta gewandt:
"Das klingt als hättet ihr, ... höhere Gründe gehabt, als ihr aus eurer Heimat aufbracht, werte Augusta.
Wo habt ihr zuvor gelebt, wenn ihr mir die Frage gestattet?".

Er drehte sich zu Giuliano um:
"Ihr seid also direkt aus Genua, speziell der Region um das Polpo? Oder habt ihr diesen Ort erst nach eurem Beitritt in die Gesellschaft der Nacht für euch entdeckt?"
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Augusta Blau
Toreador
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Augusta Blau »

„Wenn man es so nennen mag, die Meute zu begeistern, Herzen zu öffnen… dann mag es so sein.

Zuvor lebte ich in Mailand, bin jedoch viel gereist. Ich hab der Stadt nie eine Möglichkeit gegeben mein Zuhause zu werden. Das möchte ich nun ändern. Ich möchte endlich ankommen.

Doch genug von mir und meiner Sehnsucht nach einer neuen Heimat. Was muss ich in Genua am meisten lieben? Abgesehen vom Polpo?“
, mache ich einen kleinen Scherz und konzentriere mich darauf, was die beiden Männer zu sagen haben.

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Giuliano
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Giuliano »

Giuliano grinste breit, als Augusta ihre Frage stellte — halb amüsiert, halb stolz.

„Was man an Genua lieben muss?“ Er lachte leise, dieses warme, etwas rauhe Lachen eines Mannes, der die Stadt wirklich kannte. „Das kommt drauf an, ob man sie von den Dächern sieht oder aus den Gassen.“

Er lehnte sich leicht nach vorne, die Stimme senkte sich fast verschwörerisch. „Von den Dächern ist sie wunderschön — glänzend im Licht des Vollmondes, voll von Liedern, Gerüchen und Versprechen. Aber unten, in den engen Straßen, wo die Steine vom Meer feucht sind und die Händler ihre Seele für einen guten Handel verkaufen, da zeigt Genua ihr wahres Gesicht. Laut, eigensinnig, voller Leben. Manchmal brutal...“

Dann blickte er zu Elias. „Und ja, ich bin aus Genua. Bin im Viertel beim Hafen aufgewachsen, da wo das Polpo heute steht...“ Ein leichtes Grinsen zuckte über seine Lippen. „Ich hab dort gelernt, was’s heißt, für etwas einzustehen, das man liebt. Später – naja – hab ich für Genua gekämpft.“

Er atmete einmal tief durch, sah dann wieder zu Augusta. „Und vielleicht ist das, was man an Genua am meisten lieben muss – dass sie sich nie ganz unterwirft. Sie ist wie das Meer: mal still, mal tobend, aber immer frei.“

Ein kurzes Schweigen, dann hob er leicht das Kinn, diesmal mit einem Anflug von Schelmerei. „Aber wenn ihr nach dem schönsten Ort sucht – dann ist’s vermutlich nicht das Polpo. Es sei denn, ihr habt Sinn für schräge Gestalten und laute Nächte.“
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Elias Paterno
Salubri
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Elias Paterno »

"Für etwas, das man liebt? Eine Art Vorgeschichte, bevor Ihr Söldner wurdet? Ihr seid nicht von der Wache, nehme ich an… oder lediglich momentan außer Dienst? In dem Fall kämpft ihr aber auch nicht aus Liebe zu Genua. Ist es das Gold?"

Er begutachtete Guilianos Outfit hinsichtlich seiner These, enthielt sich jedoch eines Kommentars.


"Was die Sehenswürdigkeiten Genuas betrifft – ich würde die Weinberge von Maddalena wählen."


Mit diesen Worten wandte er den Kopf zu Augusta, blickte jedoch leicht an ihr vorbei, als blickte er auf eine Erinnerung.

"Außerhalb der Stadt hingegen wäre es wohl das am Fluss gelegene Borgo Incrociati.
Beide nicht annähernd so gedrängt wie die inneren Bezirke, und doch wird man des Abends dort weit weniger belästigt. Die Menschen sind einfacher, ihr Leben friedlicher. Ein Ort, der zum Verweilen einlädt… und zum Philosophieren. Zum Besinnen auf die schönen Dinge."
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Augusta Blau
Toreador
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Re: [1115] Im goldenen Käfig [Giuseppe, Offen]

Beitrag von Augusta Blau »

„Das klingt wirklich vielversprechend. Dann werde ich mir Maddalena und Borgo Incrociati wohl in Ruhe ansehen müssen“, sagte Augusta mit einem leichten Lächeln und ließ den Blick über das Elysium gleiten. „In Ravecca werde ich mein... Leben... aufbauen“, erklärte sie den beiden. „Der östliche Teil des Sestieri spricht mich besonders an – ebenso der Hof der Wunder. Dort begegnet man… recht anregenden Menschen.“
Ein kaum verhohlener Durst schwang in ihrer Stimme mit, und gleichzeitig verriet sie den Herren bewusst, wo sie sie zukünftig finden konnten, sollten sie es wünschen.

Giuliano und Elias waren zwei völlig unterschiedliche Vampire, doch Augusta konnte sich gut vorstellen, beide eines Tages in ihrem eigenen Salon willkommen zu heißen.

„Sobald ich mich eingerichtet habe, lade ich zu einem Salonabend ein“, beschloss sie mit einem ruhigen, verbindlichen Lächeln – eine leise Einladung, Teil ihres neuen Unlebens zu werden.
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