[1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
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Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
„Die Gesetze Kains, unser aller dunklen Vaters, ja, auch.“, antwortete die Banu Haqim, ihre braunen Augen kurz in Richtung der Casa gleiten lassend, bevor sie weiter auf den Rosenbogen vor ihnen blickte, der den Weg in Richtung des Ausgangs des Elysiums aufzeigte. „Aber auch die bestehenden Regeln, die euch von einem Herold Genuas bereits mitgeteilt wurden. Alle Entscheidungen, die Ihr höchst verehrter Fürst bereits getroffen hat. Aber auch alle, die noch getroffen werden.“
Saras Blick aus braunen Augen blieb in die Ferne gerichtet, derweil sie mit neutraler Stimmfarbe wissen ließ: „Und nein, ich halte euch nicht für naiv, doch ihr missversteht das Gewicht eines Eides. Ein Mensch kann einen Eid brechen, fliehen, sich verstecken oder womöglich mit viel Glück mit überschaubaren Konsequenzen leben. Für einen Kainiten gilt dies nicht. Es gibt keine milden Konsequenzen. Die Sanfteste mag noch die Verbannung sein. Sofern denn irgendwer irgendwo Schutz gewähren würde, was meist nicht der Fall ist. Die Alternativen sind Blutjagd oder Vernichtung. Also ja, Vasalleneide unterscheiden sich durchaus. Und sie tun dies fundamental, wie bereits erwähnt, ob ihr dies nun bereits sehen und verstehen könnt, oder nicht.“
Die Banu Haqim schwieg für einen Moment, ihr Blick noch immer in die Ferne gerichtet, bevor sie in Richtung des Gangrel blickte und nüchtern meinte: „Und ja, ich nannte euch hingebungsvoll, da ihr gedenkt eure komplette Existenz vollumfänglich durch einen Vasalleneides Ihrem höchst verehrten Lucius Valerius Galba hinzuschenken, obwohl ihr laut eigenen Aussagen nichts über Ihren höchst verehrten Fürsten wisst.“
Saras braune Augen blieben weiterhin unbewegt auf Tomaso, bevor sie mit klarer Stimme ergänzte: „Und ich bedaure, so euch das bisherige Gespräch zu unkonkret gewesen war. Oder ich für euer Empfinden und eurer Erwartung nach, zu wenig Angriffsfläche geboten habe. Ich war mir nicht bewusst gewesen, dass ihr aktiv nach einer solchen gesucht hattet.“ Die Worte waren hörbar ironisch und unbeschwert leicht gesprochen, begleitet durch das einseitige Heben ihres Mundwinkels, so dass es beinahe scherzend schien, doch durch die nun stärker kontrollierte emotionslose Haltung der Banu Haqim, wirkten sie unterschwellig eiskalt und scharfschneidend.
Saras Blick aus braunen Augen blieb in die Ferne gerichtet, derweil sie mit neutraler Stimmfarbe wissen ließ: „Und nein, ich halte euch nicht für naiv, doch ihr missversteht das Gewicht eines Eides. Ein Mensch kann einen Eid brechen, fliehen, sich verstecken oder womöglich mit viel Glück mit überschaubaren Konsequenzen leben. Für einen Kainiten gilt dies nicht. Es gibt keine milden Konsequenzen. Die Sanfteste mag noch die Verbannung sein. Sofern denn irgendwer irgendwo Schutz gewähren würde, was meist nicht der Fall ist. Die Alternativen sind Blutjagd oder Vernichtung. Also ja, Vasalleneide unterscheiden sich durchaus. Und sie tun dies fundamental, wie bereits erwähnt, ob ihr dies nun bereits sehen und verstehen könnt, oder nicht.“
Die Banu Haqim schwieg für einen Moment, ihr Blick noch immer in die Ferne gerichtet, bevor sie in Richtung des Gangrel blickte und nüchtern meinte: „Und ja, ich nannte euch hingebungsvoll, da ihr gedenkt eure komplette Existenz vollumfänglich durch einen Vasalleneides Ihrem höchst verehrten Lucius Valerius Galba hinzuschenken, obwohl ihr laut eigenen Aussagen nichts über Ihren höchst verehrten Fürsten wisst.“
Saras braune Augen blieben weiterhin unbewegt auf Tomaso, bevor sie mit klarer Stimme ergänzte: „Und ich bedaure, so euch das bisherige Gespräch zu unkonkret gewesen war. Oder ich für euer Empfinden und eurer Erwartung nach, zu wenig Angriffsfläche geboten habe. Ich war mir nicht bewusst gewesen, dass ihr aktiv nach einer solchen gesucht hattet.“ Die Worte waren hörbar ironisch und unbeschwert leicht gesprochen, begleitet durch das einseitige Heben ihres Mundwinkels, so dass es beinahe scherzend schien, doch durch die nun stärker kontrollierte emotionslose Haltung der Banu Haqim, wirkten sie unterschwellig eiskalt und scharfschneidend.
- Tomaso Ferran
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Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
Tomaso folgte Saras Blick zum Torbogen. "Wollt Ihr das Elysium verlassen? Meine Angelegenheiten hier sind ohnehin... fürs erste erledigt. Ich würde euch also auch nach draußen begleiten, wenn ihr genug davon habt, ständig im Kreis zu gehen. So Ihr mir die Ehre erweist und das Gespräch fortsetzen möchten, versteht sich."
Der Gangrel runzelte die Stirn, als ergäben die Worte der Banu Haqim für ihn wenig Sinn. "Nun, ich fürchte, das sehe ich anders, zumindest was mich selbst betrifft. Mir wäre es auch als Sterblichem nie in den Sinn gekommen, einen Eid zu brechen. Ihr mögt vielleicht denken, so würde jeder sprechen, bis er dann in eine ausweglose Situation gerät, und vor eine Wahl gestellt wird. Ich kann jedoch für meinen Teil versichern, dass es sich nicht um leeres Gerede handelt. Ich bin schon einmal bei der Einhaltung eines Eides gestorben, und ich würde es wieder tun." Er straffte merklich seine Schultern, stolz, beharrlich. Dann fuhr er jedoch fort: "Umso mehr muss ich jedoch Recht geben dabei, dass ein Schwur eine schwerwiegende Entscheidung ist. Ich hätte wohl mehr in Erfahrung bringen sollen, bevor ich mich bereits halb verpflichtete." Er grinste ein wenig verlegen. "Das scheint eine schlechte Angewohnheit von mir zu sein."
Den nüchternen Kommentar Saras beantwortete Tomaso zunächst nur mit einem Grinsen. Nach einigen Augenblicken des Schweigens antwortete er dann: "Eure Lippen formen das Wort 'hingebungsvoll', doch ich höre nur 'naiv und dumm'. Ich kann es euch nicht einmal verübeln, Ihr hab wohl Recht. Vielleicht könnt Ihr mir etwas über den höchst verehrten Fürsten und den verehrten Seneschall erzählen?"
Für einen kurzen Moment blieb Tomaso stehen, sodass er ein kleines Stück hinter die weiter schreitende Sara zurückfiel. Er machte zwei schnelle Schritte um die geringe Distanz wieder aufzuholen. "Ich suche nicht nach Angriffspunkten bei euch", versicherte er schnell. "Ich habe weder Grund noch Interesse, euch etwas anzutun, euch zu sabotieren oder in irgendeiner Art und Weise in euer Wirken und euren Aufenthalt in Genua einzugreifen. Und da Ihr sicher nur das Beste für die Domäne Genua im Sinne habt, sehe ich auch nicht, wie sich das ändern sollte." Der ehemalige Stadtwächter senkte den Blick und neigte entschuldigend das Haupt. "Ich bitte die wohlwerte Sara um Verzeihung. Ich wollte mit meinen Worten etwas ganz anderes ausdrücken. Wenn Ihr erlaubt, würde ich mich gern erklären."
Erwartungsvoll sah er die Wesirin an, und wartete auf ihr Urteil.
Der Gangrel runzelte die Stirn, als ergäben die Worte der Banu Haqim für ihn wenig Sinn. "Nun, ich fürchte, das sehe ich anders, zumindest was mich selbst betrifft. Mir wäre es auch als Sterblichem nie in den Sinn gekommen, einen Eid zu brechen. Ihr mögt vielleicht denken, so würde jeder sprechen, bis er dann in eine ausweglose Situation gerät, und vor eine Wahl gestellt wird. Ich kann jedoch für meinen Teil versichern, dass es sich nicht um leeres Gerede handelt. Ich bin schon einmal bei der Einhaltung eines Eides gestorben, und ich würde es wieder tun." Er straffte merklich seine Schultern, stolz, beharrlich. Dann fuhr er jedoch fort: "Umso mehr muss ich jedoch Recht geben dabei, dass ein Schwur eine schwerwiegende Entscheidung ist. Ich hätte wohl mehr in Erfahrung bringen sollen, bevor ich mich bereits halb verpflichtete." Er grinste ein wenig verlegen. "Das scheint eine schlechte Angewohnheit von mir zu sein."
Den nüchternen Kommentar Saras beantwortete Tomaso zunächst nur mit einem Grinsen. Nach einigen Augenblicken des Schweigens antwortete er dann: "Eure Lippen formen das Wort 'hingebungsvoll', doch ich höre nur 'naiv und dumm'. Ich kann es euch nicht einmal verübeln, Ihr hab wohl Recht. Vielleicht könnt Ihr mir etwas über den höchst verehrten Fürsten und den verehrten Seneschall erzählen?"
Für einen kurzen Moment blieb Tomaso stehen, sodass er ein kleines Stück hinter die weiter schreitende Sara zurückfiel. Er machte zwei schnelle Schritte um die geringe Distanz wieder aufzuholen. "Ich suche nicht nach Angriffspunkten bei euch", versicherte er schnell. "Ich habe weder Grund noch Interesse, euch etwas anzutun, euch zu sabotieren oder in irgendeiner Art und Weise in euer Wirken und euren Aufenthalt in Genua einzugreifen. Und da Ihr sicher nur das Beste für die Domäne Genua im Sinne habt, sehe ich auch nicht, wie sich das ändern sollte." Der ehemalige Stadtwächter senkte den Blick und neigte entschuldigend das Haupt. "Ich bitte die wohlwerte Sara um Verzeihung. Ich wollte mit meinen Worten etwas ganz anderes ausdrücken. Wenn Ihr erlaubt, würde ich mich gern erklären."
Erwartungsvoll sah er die Wesirin an, und wartete auf ihr Urteil.
Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
Sara war stehen geblieben, hatte sich zu Tomaso umgedreht und hatte ihn einen Moment lang schweigend angesehen. Als sie schließlich sprach trug ihre Stimme jenen Hauch der Wärme weiter in sich, als sie bestätigte: „Natürlich dürft ihr euch erklären.“ Sie machte eine kleine, sanfte Geste mit der Hand, die ihn einlud, fortzufahren, nachdem sie selbst noch etwas ergänzt hatte: „Doch bevor ihr dies tut, möchte ich euch daran erinnern, dass ich euch weder naiv noch dumm genannt habe. Diese Worte stammen allein von euch.“ Sara schwieg für einen kleinen Augenblick, um diesen Punkt bewusst zu setzen, bevor sie wissen ließ: „Und ich verstehe durchaus, dass ihr unzufrieden mit meinen Antworten seid. Doch versteht eines, ich bin nicht hier, um Dinge schön zu reden. Aber auch nicht, um euch zu verunsichern. Ich bin hier, um euch die Konsequenzen einer Entscheidung aufzuzeigen, die ihr in meiner Wahrnehmung noch nicht durchdrungen hattet. Deshalb solltet ihr meine Zurückhaltung in manchen Punkten auch nicht mit Unklarheit verwechseln. Jene Worte, die ich spreche, spreche ich mit Bedacht, denn Worte haben Gewicht. Besonders in unserer Welt.“ Ihre braunen Augen ruhten ruhig auf ihm, bevor sie erneut einlud: „Also sprecht gerne. Ich werde euch zuhören.“
- Tomaso Ferran
- Gangrel
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Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
Tomaso schwieg eine Weile, er musste offensichtlich seine Gedanken ordnen und wollte diesmal die richtigen Worte finden. "Ich... verstehe eure Zurückhaltung, und werfe sie euch nicht vor. Ihr seid Diplomatin. Ich...", er grinste verlegen, "bin keiner. Ich bin nur ein einfacher Soldat, der versucht, seine bescheidenen Mittel für eine Sache einzusetzen, welche er für richtig hält."
Er schenkte der Banu Haqim ein tiefes Nicken und eine angedeutete Verbeugung, in Anerkennung ihrer Position, ihrer Erfahrung und ihres Wissens. "Zweifellos schulde ich euch meinen Dank dafür, dass ihr euch bemüht, zu helfen. Ihr wollt mich zum Nachdenken anregen und vor Entscheidungen warnen, deren Folgen ich nicht abzusehen vermag, obwohl ich diese im besten Falle bis in alle Ewigkeit tragen müsste. Ihr tut dies natürlich auf eure Art und Weise. Das Problem ist..."
Tomaso brach den Satz ab. Wieder schwieg er für einige Momente, dann seufzte er ernüchtert auf, als sei er mit seiner Lösung unzufrieden, habe es aber aufgegeben, eine bessere zu finden. "Ich kann mit vagen Andeutungen und Doppeldeutigkeiten wenig anfangen. Ich bin mir sicher, Ihr versucht mir zu helfen, gleichzeitig fühle ich mich, als würden sich mir bei jeder Antwort die Ihr gebt, drei neue Fragen auftun."
Der Gangrel lächelte bitter. "Vielleicht habe ich mir etwas vorgemacht. Ich bin für Gespräche mit Diplomaten und wohl auch Würdenträgern einfach nicht gemacht. Womöglich sollte ich bei dem bleiben, was mir liegt, und meine Rolle zu schätzen wissen, statt sie verändern zu wollen."
Ein wenig peinlich berührt sah er zu Sara hinüber. "Verzeiht, dass ich eure kostbare Zeit mit derlei Banalitäten verschwende. Bitte fühlt euch frei, das Gespräch jederzeit zu beenden, so Ihr besseres zu erledigen habt. Ich wäre euch nicht böse."
Er schenkte der Banu Haqim ein tiefes Nicken und eine angedeutete Verbeugung, in Anerkennung ihrer Position, ihrer Erfahrung und ihres Wissens. "Zweifellos schulde ich euch meinen Dank dafür, dass ihr euch bemüht, zu helfen. Ihr wollt mich zum Nachdenken anregen und vor Entscheidungen warnen, deren Folgen ich nicht abzusehen vermag, obwohl ich diese im besten Falle bis in alle Ewigkeit tragen müsste. Ihr tut dies natürlich auf eure Art und Weise. Das Problem ist..."
Tomaso brach den Satz ab. Wieder schwieg er für einige Momente, dann seufzte er ernüchtert auf, als sei er mit seiner Lösung unzufrieden, habe es aber aufgegeben, eine bessere zu finden. "Ich kann mit vagen Andeutungen und Doppeldeutigkeiten wenig anfangen. Ich bin mir sicher, Ihr versucht mir zu helfen, gleichzeitig fühle ich mich, als würden sich mir bei jeder Antwort die Ihr gebt, drei neue Fragen auftun."
Der Gangrel lächelte bitter. "Vielleicht habe ich mir etwas vorgemacht. Ich bin für Gespräche mit Diplomaten und wohl auch Würdenträgern einfach nicht gemacht. Womöglich sollte ich bei dem bleiben, was mir liegt, und meine Rolle zu schätzen wissen, statt sie verändern zu wollen."
Ein wenig peinlich berührt sah er zu Sara hinüber. "Verzeiht, dass ich eure kostbare Zeit mit derlei Banalitäten verschwende. Bitte fühlt euch frei, das Gespräch jederzeit zu beenden, so Ihr besseres zu erledigen habt. Ich wäre euch nicht böse."
Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
„Ich bin mir nicht sicher, was genau ihr für eine Banalität haltet.“, gab die Banu Haqim zu verstehen, nachdem der Gangrel geendet hatte. „Davon ab ist es nichts ungewöhnliches, dass sich immer mehr und immer neue Fragen auftun, sobald man sich mit einem Thema etwas stärker beschäftigt.“, ließ sie weiterwissen. „Die Frage ist also eher, ob ihr euch damit auseinandersetzen und in die Tiefe gehen wollt. Oder ob ihr bei oberflächlichen und einfachen Antworten verbleiben möchtet.“, sprach Sara weiter, bevor ihre Hände eine offene Geste beschrieben und sie fortfuhr: „Mehr als euch dazu einzuladen, alle die Fragen stellen zu dürfen, die euren Geist umtreiben, kann ich nicht.“ Dann wandte sie sich mit einer einladenden, aber nicht aufdrängenden Bewegung ab und begann weiter durch den Garten zu schlendern, derweil sie wissen ließ: „Die Wahl liegt bei euch.“
- Tomaso Ferran
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Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
Tomaso schnaubte, dann lächelte er verlegen. "Nun, wohlwerte Sara, mit jeder Minute die während unseres Gespräches verstreicht, bin ich mir weniger sicher, was ich will, und was nicht. Fest steht: Ich bin kein Gelehrter. Ich möchte Antworten auf Fragen finden, die mich weiter bringen. Eine Lösung aufzeigen. Die Vorstellung, mit jeder beantworteten Frage zwei neue aufzutun, und das immer und immer wieder, empfinde ich als zutiefst frustrierend.
Wie geht Ihr mit so einem Konflikt um? Schließlich kann es ja auch keine Lösung sein, dasselbe Thema immer weiter ewig zu zerdenken und zu hinterfragen. Womöglich wird das eigentliche Problem in dieser Zeit unlösbar, oder eine entscheidende Gelegenheit verstreicht."
Der Gangrel sah die Banu Haqim an. "Wie entscheidet Ihr, ob Ihr genügend Wissen gesammelt habt, um in einer Sache tätig zu werden?"
Wie geht Ihr mit so einem Konflikt um? Schließlich kann es ja auch keine Lösung sein, dasselbe Thema immer weiter ewig zu zerdenken und zu hinterfragen. Womöglich wird das eigentliche Problem in dieser Zeit unlösbar, oder eine entscheidende Gelegenheit verstreicht."
Der Gangrel sah die Banu Haqim an. "Wie entscheidet Ihr, ob Ihr genügend Wissen gesammelt habt, um in einer Sache tätig zu werden?"
Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
„Es war nicht meine Absicht euch zu frustrieren.“, versicherte die Banu Haqim glaubwürdig, bevor sie stiller wurde. Nach einem Moment des schweigsamen Schlenderns antwortete sie, in dem sie sanft die Hände öffnete und meinte: „Eure Frage ist eine Gute, doch ich bin mir nicht sicher, ob ich sie zu eurer Zufriedenheit beantworten kann. Schließlich hängt das wie, auch oft von dem was ab. Manche Themen folgen für mich klaren Regeln, weshalb eine Entscheidung diesbezüglich schnell und auch sehr klar getroffen ist. Bei anderen Themen wiederum entscheide ich weniger anhand der Menge des Wissens, denn vielmehr anhand dessen Qualität. So ich den Eindruck habe, den Kern eines Problems verstanden zu haben, handle ich. Dabei muss ich nicht jedes Detail und nicht jede mögliche Konsequenz kennen, sondern vielmehr den wirklichen Kern durchdrungen haben.“
Ein leichtes Lächeln zeigte sich auf ihren außergewöhnlich schönen Gesichtszügen, derweil sie wissen ließ: „Natürlich birgt jede Entscheidung stets ein gewisses Risiko. Doch dies akzeptiere ich, denn ich handle für gewöhnlich erst, so ich mir sicher bin nicht aus Impuls, Angst oder Ungeduld heraus mich für oder gegen etwas entschieden zu haben. Was ihr dabei womöglich als frustrierend wahrnehmt, nämlich dass sich aus Antworten immer neue Fragen ergeben, empfinde ich selbst als Zeichen, dass ich mich wirklich mit der Sache auseinandergesetzt und diese zu durchdringen versucht habe.“ Mild lagen ihre braunen Augen auf ihrem Gegenüber, als sie sprach: „Ihr müsst nicht Gelehrter sein, um gute Entscheidungen zu treffen. Ihr müsst nur bereit sein, den Punkt zu erkennen, an dem ihr genug verstanden habt, um die Verantwortung für eure Entscheidung zu übernehmen und zu tragen. Wann dieser Punkt erreicht ist, könnt letztlich jedoch nur ihr selbst bestimmen.“
Ein leichtes Lächeln zeigte sich auf ihren außergewöhnlich schönen Gesichtszügen, derweil sie wissen ließ: „Natürlich birgt jede Entscheidung stets ein gewisses Risiko. Doch dies akzeptiere ich, denn ich handle für gewöhnlich erst, so ich mir sicher bin nicht aus Impuls, Angst oder Ungeduld heraus mich für oder gegen etwas entschieden zu haben. Was ihr dabei womöglich als frustrierend wahrnehmt, nämlich dass sich aus Antworten immer neue Fragen ergeben, empfinde ich selbst als Zeichen, dass ich mich wirklich mit der Sache auseinandergesetzt und diese zu durchdringen versucht habe.“ Mild lagen ihre braunen Augen auf ihrem Gegenüber, als sie sprach: „Ihr müsst nicht Gelehrter sein, um gute Entscheidungen zu treffen. Ihr müsst nur bereit sein, den Punkt zu erkennen, an dem ihr genug verstanden habt, um die Verantwortung für eure Entscheidung zu übernehmen und zu tragen. Wann dieser Punkt erreicht ist, könnt letztlich jedoch nur ihr selbst bestimmen.“
- Tomaso Ferran
- Gangrel
- Beiträge: 180
- Registriert: Mi 15. Okt 2025, 07:25
Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
"Das glaube ich euch gern", beeilte Tomaso zu entgegnen. "Es lag mir auch fern, dies anzudeuten."
Nachdenklich sah er die Wesirin an. "Nun ich entnehme eurer Antwort vor allem zwei wesentliche Punkte: Es kommt mehr auf die Qualität von Informationen an, als auf die Menge. Und man sollte dann handeln, wenn man der Meinung ist, den wesentlichen Kern des Sachverhaltes verstanden zu haben, auch wenn man nicht jedes Detail kennt. Beides erscheint mir als kluger und schlüssiger Rat. Ich danke euch."
Der Gangrel hatte in dieser Nacht bereits einige Male gegrinst oder gelächelt, definitiv häufiger als in vielen anderen Nächten. Das Lächeln was sich nun auf seinem Gesicht abzeichnete, wirkte zugleich entschuldigend und herausfordernd. "Dennoch kann ich nicht anders, als zu versuchen, euch doch eine konkretere Antwort zu entlocken. Verzeiht meine unangebrachte Hartnäckigkeit, wohlwerte Sara. Vielleicht habe ich mehr Glück, wenn wir einmal das Thema wechseln, weg von mir und möglichen Vasalleneiden."
Einen kurzen Moment schritt Tomaso neben der Banu Haqim einher und beobachtete ihre Miene. Dann fuhr er fort: "Stellt euch einmal folgendes, absolut ausgedachtes Szenario vor: Ihr führt Gespräche mit drei Personen. Formal sind sie alle dem Rang nach gleich gestellt, jedoch ist die eine Person so etwas wie der inoffizielle Vorsteher, wobei die anderen beiden sich hingegen sehr ähnlich sind, und zusammen vermutlich Kontrolle die vom Dritten übernehmen könnten.
Ihr habt nun die Möglichkeit mit den Dreien einzeln zu sprechen, jedoch den Nachteil, dass sie euch alle jeweils misstrauisch gegenüber stehen. Wenn Ihr nun versuchen würdet, herauszufinden, ob, und unter welchen Umständen, die beiden Schwächeren gewillt wären, mit eurer Hilfe die Kontrolle zu erlangen, wie würdet Ihr das anstellen?"
Nachdenklich sah er die Wesirin an. "Nun ich entnehme eurer Antwort vor allem zwei wesentliche Punkte: Es kommt mehr auf die Qualität von Informationen an, als auf die Menge. Und man sollte dann handeln, wenn man der Meinung ist, den wesentlichen Kern des Sachverhaltes verstanden zu haben, auch wenn man nicht jedes Detail kennt. Beides erscheint mir als kluger und schlüssiger Rat. Ich danke euch."
Der Gangrel hatte in dieser Nacht bereits einige Male gegrinst oder gelächelt, definitiv häufiger als in vielen anderen Nächten. Das Lächeln was sich nun auf seinem Gesicht abzeichnete, wirkte zugleich entschuldigend und herausfordernd. "Dennoch kann ich nicht anders, als zu versuchen, euch doch eine konkretere Antwort zu entlocken. Verzeiht meine unangebrachte Hartnäckigkeit, wohlwerte Sara. Vielleicht habe ich mehr Glück, wenn wir einmal das Thema wechseln, weg von mir und möglichen Vasalleneiden."
Einen kurzen Moment schritt Tomaso neben der Banu Haqim einher und beobachtete ihre Miene. Dann fuhr er fort: "Stellt euch einmal folgendes, absolut ausgedachtes Szenario vor: Ihr führt Gespräche mit drei Personen. Formal sind sie alle dem Rang nach gleich gestellt, jedoch ist die eine Person so etwas wie der inoffizielle Vorsteher, wobei die anderen beiden sich hingegen sehr ähnlich sind, und zusammen vermutlich Kontrolle die vom Dritten übernehmen könnten.
Ihr habt nun die Möglichkeit mit den Dreien einzeln zu sprechen, jedoch den Nachteil, dass sie euch alle jeweils misstrauisch gegenüber stehen. Wenn Ihr nun versuchen würdet, herauszufinden, ob, und unter welchen Umständen, die beiden Schwächeren gewillt wären, mit eurer Hilfe die Kontrolle zu erlangen, wie würdet Ihr das anstellen?"
Re: [1125] Ein stiller Beginn auf heiligen Boden [Tomaso, Sara]
Die Banu Haqim schmunzelte, noch bevor sich ihre Hände entwaffnend sanft öffneten, als sie erklärte: „Nun, ich fürchte meine Antwort könnte euch womöglich erneut frustrieren. Aber gut, lasst uns dieses absolut ausgedachte Szenario zumindest einmal genauer betrachten. Ihr sagtet, alle drei Personen wären formal nach gleichgestellt, nicht? Nun, das mag flüchtig und von außen betrachtet richtig erscheinen, ist aber bei eingehender Betrachtung schlichtweg unmöglich und deshalb auch nicht haltbar, denn es wird immer Jemanden geben, der höher stehend ist. Einerlei ob ihnen dies selbst bewusst sein mag, oder auch nicht.“ Die Wesirin ließ jene Worte wirken, während sie dabei eine entsprechende Geste mit ihren offenen Handflächen beschrieben hatte.
„Selbst diese scheinbar formal Gleichgestellten folgen entsprechend einer Hierarchie.“, meinte die Banu Haqim weiter, bevor sie zwei ihrer Finger hob und fortfuhr: „Denn wie ihr selbst sagtet, sei eine Person ein inoffizieller Vorsteher. Was wiederum bedeutet, dass es faktisch eine, wenn auch womöglich unausgesprochene, wodurch und worin auch immer begründete, Art von Legitimation gibt und geben muss.“ Ein weiterer Finger hob sich, als sie ergänzte: „So die beiden anderen vermutlich zusammen die Kontrolle übernehmen könnten, wie ihr sagt, gibt es doch etwas oder auch jemanden, der sie bisher davon abhält dies zu tun. Dies kann Jemand sein, der über allen dreien steht. Mögliche Verpflichtungen, Bündnisse oder ähnliches, welche nicht mehr erfüllt oder angegriffen werden würden. Aber auch Dinge wie eigene Unsicherheiten und fehlende Ambitionen können Gründe sein. Oder auch schlicht die Tatsache, dass einer der Beiden, so es ihnen denn überhaupt gelingen würde, die Kontrolle zu übernehmen, die Position des ersten einnehmen müsste. Denn wir hatten ja bereits festgestellt, dass es keine Gleichgestellten gibt. Einer würde also die neue Nummer eins werden müssen.“
Sara schwieg für einen Moment, bevor sie weiter meinte: „Wer also nicht jene Position einnimmt, wird unweigerlich auf dem dritten Rang sein. Unter jenem, der einst der erste war. Oder aber, dieser müsste sehr tief fallen oder sogar nicht mehr sein, so dass am Ende es nicht länger drei, sondern nur noch zwei wären. Doch wer sagt euch dann, dass diese neue Nummer eins längerfristig stabiler für euch wäre, oder besser als die alte. Für eure Pläne. Oder auch die des Verbliebenen. Schließlich wäre es nicht das erste Mal, so Jemand plötzlich vergessen würde, wer beim Aufstieg geholfen hat. Oder dass die neue Nummer zwei und drei nicht erneut ähnliche Pläne verfolgen werden, wie die letzten beiden. Oder auch die ehemalige Nummer eins nicht Rache an den Usurpatoren nehmen würde.“
Ein schmales Schmunzeln umspielte die Lippen der Banu Haqim, bevor sie zart mit den Schultern zuckte und ihre Hände sinken ließ, derweil sie unaufgeregt sprach: „Letzten Endes bin ich ein Wesir der Banu Haqim. Deshalb würde ich schlicht höfliche Gespräche führen, um jene Kennenzulernen und bestehendes Misstrauen zu verringern, mich aber nicht in Angelegenheiten einmischen, die mich schlicht nichts angehen.“ Ihr Lächeln wurde breiter, als sie charmant entgegnete: „Wie ich schon sagte, es ist nicht meine Absicht euch zu frustrieren. Womöglich sollten wir über einfachere und unverfänglichere Themen sprechen, wie der Frage, wie euch dieser Garten hier gefällt?“ Ihre Hände deuteten einladend in die Umgebung, durch welche sie sich bereits eine geraume Zeit schlendernd bewegt hatten.
„Selbst diese scheinbar formal Gleichgestellten folgen entsprechend einer Hierarchie.“, meinte die Banu Haqim weiter, bevor sie zwei ihrer Finger hob und fortfuhr: „Denn wie ihr selbst sagtet, sei eine Person ein inoffizieller Vorsteher. Was wiederum bedeutet, dass es faktisch eine, wenn auch womöglich unausgesprochene, wodurch und worin auch immer begründete, Art von Legitimation gibt und geben muss.“ Ein weiterer Finger hob sich, als sie ergänzte: „So die beiden anderen vermutlich zusammen die Kontrolle übernehmen könnten, wie ihr sagt, gibt es doch etwas oder auch jemanden, der sie bisher davon abhält dies zu tun. Dies kann Jemand sein, der über allen dreien steht. Mögliche Verpflichtungen, Bündnisse oder ähnliches, welche nicht mehr erfüllt oder angegriffen werden würden. Aber auch Dinge wie eigene Unsicherheiten und fehlende Ambitionen können Gründe sein. Oder auch schlicht die Tatsache, dass einer der Beiden, so es ihnen denn überhaupt gelingen würde, die Kontrolle zu übernehmen, die Position des ersten einnehmen müsste. Denn wir hatten ja bereits festgestellt, dass es keine Gleichgestellten gibt. Einer würde also die neue Nummer eins werden müssen.“
Sara schwieg für einen Moment, bevor sie weiter meinte: „Wer also nicht jene Position einnimmt, wird unweigerlich auf dem dritten Rang sein. Unter jenem, der einst der erste war. Oder aber, dieser müsste sehr tief fallen oder sogar nicht mehr sein, so dass am Ende es nicht länger drei, sondern nur noch zwei wären. Doch wer sagt euch dann, dass diese neue Nummer eins längerfristig stabiler für euch wäre, oder besser als die alte. Für eure Pläne. Oder auch die des Verbliebenen. Schließlich wäre es nicht das erste Mal, so Jemand plötzlich vergessen würde, wer beim Aufstieg geholfen hat. Oder dass die neue Nummer zwei und drei nicht erneut ähnliche Pläne verfolgen werden, wie die letzten beiden. Oder auch die ehemalige Nummer eins nicht Rache an den Usurpatoren nehmen würde.“
Ein schmales Schmunzeln umspielte die Lippen der Banu Haqim, bevor sie zart mit den Schultern zuckte und ihre Hände sinken ließ, derweil sie unaufgeregt sprach: „Letzten Endes bin ich ein Wesir der Banu Haqim. Deshalb würde ich schlicht höfliche Gespräche führen, um jene Kennenzulernen und bestehendes Misstrauen zu verringern, mich aber nicht in Angelegenheiten einmischen, die mich schlicht nichts angehen.“ Ihr Lächeln wurde breiter, als sie charmant entgegnete: „Wie ich schon sagte, es ist nicht meine Absicht euch zu frustrieren. Womöglich sollten wir über einfachere und unverfänglichere Themen sprechen, wie der Frage, wie euch dieser Garten hier gefällt?“ Ihre Hände deuteten einladend in die Umgebung, durch welche sie sich bereits eine geraume Zeit schlendernd bewegt hatten.