[1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Moderatoren: Ilario, Henri de la Nuit
[1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Der dringlichen Bitte Mordechais war entsprochen worden, der Seneschall war bereit ihn und Epifania nur wenige Nächte später zu empfangen. Nicht jedoch im Elysium, sondern in dessen eigener Domäne, dem Bischofskastell.
Die beiden wurden an Tor der Feste eingelassen und wurden von zwei bischöflichen Wachen zu jenem kleinen Kapellenraum eskortiert, in welchem Ilario ab und zu Gäste empfing. Der eher schlichte Raum war in das schwache Licht zweier Altarkerzen getaucht Schatten geisterten zwischen den hölzernen Kirchbänken umher, das goldene Kreuz auf dem Altar reflektierte den Kerzenschein. Die beiden Gardisten blieben vor der Kapelle zurück, ließen die beiden Kainiten darin allein.
Der Seneschall selbst schien noch nicht anwesend zu sein.
Die beiden wurden an Tor der Feste eingelassen und wurden von zwei bischöflichen Wachen zu jenem kleinen Kapellenraum eskortiert, in welchem Ilario ab und zu Gäste empfing. Der eher schlichte Raum war in das schwache Licht zweier Altarkerzen getaucht Schatten geisterten zwischen den hölzernen Kirchbänken umher, das goldene Kreuz auf dem Altar reflektierte den Kerzenschein. Die beiden Gardisten blieben vor der Kapelle zurück, ließen die beiden Kainiten darin allein.
Der Seneschall selbst schien noch nicht anwesend zu sein.
Die Nächte lehren viel, was die Tage niemals wissen.
- persisches Sprichwort
- persisches Sprichwort
Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Die alte Nosferatu war dem Ruf gefolgt, auch wenn ihr nicht klar war, worum es eigentlich ging. Eine kurze Nachricht seitens des Tzimisce hatte sie ereilt und es wirkte, als ginge es um etwas Dringendes. Ob eines seiner Kinder ein Leiden hatte, bei dem seine Medizin an die Grenzen stieß? Nein, dann wäre sie wohl kaum zum Seneschall gerufen worden. Es musste wichtiger sein. Deswegen hatte sie in aller Eile die notwendigen Vorkehrungen getroffen, ihrem Sohn einen Abschiedskuss gegeben und war dann aufgebrochen. Während Graupelz zurückblieb, um ein Auge auf ihr Heim zu haben, hatte sich die Rabendame Bella Negra auf ihre Schulter gesetzt (auch wenn sie irgendwann auf dem Weg eingeschlummert war und getragen werden musste). Kurz vor Sonnenaufgang hatte die Nosferatu endlich die Stadt erreicht und sich in den rettenden Schutz ihres dortigen Unterschlupfes begeben.
Ihre Medizintasche hing um ihren Hals, für alle Notfälle bereit und sie hatte ein gutes Kleid eingesteckt, um vor dem Seneschall keine allzu schlechte Figur zu machen. Dennoch wirkte sie weniger gepflegt als sonst, als sie am Kastell ankam. Was, wenn man ehrlich sein sollte, keinen allzu großen Unterschied machte - der Fluch war der Fluch.
In dem kleinen Kapellraum ließ sie sich auf eine Bank nieder, griff im Angesicht des großen goldenen Kreuzes an dessen hölzernen Bruder um ihren Hals und schickte stumme Gebete zum Himmel, dass die Botschaft eine freudige sein mochte. Oder zumindest nicht so schlimm, wie sie befürchtete. Draußen auf einer Mauer hockte der Rabe, wartend, indifferent gegenüber dem Ausgang dieser Nacht.
Ihre Medizintasche hing um ihren Hals, für alle Notfälle bereit und sie hatte ein gutes Kleid eingesteckt, um vor dem Seneschall keine allzu schlechte Figur zu machen. Dennoch wirkte sie weniger gepflegt als sonst, als sie am Kastell ankam. Was, wenn man ehrlich sein sollte, keinen allzu großen Unterschied machte - der Fluch war der Fluch.
In dem kleinen Kapellraum ließ sie sich auf eine Bank nieder, griff im Angesicht des großen goldenen Kreuzes an dessen hölzernen Bruder um ihren Hals und schickte stumme Gebete zum Himmel, dass die Botschaft eine freudige sein mochte. Oder zumindest nicht so schlimm, wie sie befürchtete. Draußen auf einer Mauer hockte der Rabe, wartend, indifferent gegenüber dem Ausgang dieser Nacht.
Fair is foul and foul is fair
- Macbeth, William Shakespeare
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Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Es war nun drei Nächte her, das Mordecai Epiphania den Eilbrief hatte zukommen lassen. Dieser dürfte sie noch in eben jener Nacht erreicht gehabt haben.
Heute war es also schon die 4. Nacht, dass Lucian nicht mehr war. Mordecai trug was er fast immer trug. Ob er jeden Abend das Selbe oder nur das Gleiche trug war schwer zu sagen. Der Kragen von Mordecais seidenem Untergewandt lag wie ein schlichter Schmuck um seinen Hals. Darüber trug er eine blass-blaue Gelehrtenrobe aus einfachem Leinen. In der Bauchgegenden war die Robe mit einem schmalen und weichen Lederriemen umgürtet. Auf dem Kopf saß ausserdem eine Yarmulke mit dem gleichen Blau zu sehen. Am Rand eben selbiger befand sich ein eingesticktes Ornament aus mit glänzendem hellblauen Seidenfaden. Die Robe selbst reichte nur bis zu den Waden. Ab dort war sichtbar, dass Mordecai farblose Beinlinge trug und seine Füße in spitzig zulaufenden Lederschuhen steckten. Um das Bild abzurunden, trug Mordecai einen dünnen Sommermantel (eben Falls eine Sorte von jenem ausgewaschenem Blau), der von einer kleinen bronzenen Fiebel in der Form eines Magen Davids zusammengehalten wurde.
Mordecai liess sich bis zur Kapelle geleiten und trat dann ein... . Beinahe. Er öffnete die Tür, um einzutreten... . Also rein theoretisch: Mordecai versuchte die Tür zu öffnen, indem er sich dagegen stemmte, bis sich einer der Gardisten erbarmte.
Mordecai trat ein. Als er Epifania erblickte, wie sie im Gebet versunken war, beschloss er sie nicht anzusprechen und lieber leise abzuwarten bis sie fertig war. Er bewegte sich vorsichtig und ganz langsam durch die Kapelle und besah dabei wie ein neugieriger Fremdling der er ja war, das glänzende Kreuz und eventuelle andere Verzierungen.
Heute war es also schon die 4. Nacht, dass Lucian nicht mehr war. Mordecai trug was er fast immer trug. Ob er jeden Abend das Selbe oder nur das Gleiche trug war schwer zu sagen. Der Kragen von Mordecais seidenem Untergewandt lag wie ein schlichter Schmuck um seinen Hals. Darüber trug er eine blass-blaue Gelehrtenrobe aus einfachem Leinen. In der Bauchgegenden war die Robe mit einem schmalen und weichen Lederriemen umgürtet. Auf dem Kopf saß ausserdem eine Yarmulke mit dem gleichen Blau zu sehen. Am Rand eben selbiger befand sich ein eingesticktes Ornament aus mit glänzendem hellblauen Seidenfaden. Die Robe selbst reichte nur bis zu den Waden. Ab dort war sichtbar, dass Mordecai farblose Beinlinge trug und seine Füße in spitzig zulaufenden Lederschuhen steckten. Um das Bild abzurunden, trug Mordecai einen dünnen Sommermantel (eben Falls eine Sorte von jenem ausgewaschenem Blau), der von einer kleinen bronzenen Fiebel in der Form eines Magen Davids zusammengehalten wurde.
Mordecai liess sich bis zur Kapelle geleiten und trat dann ein... . Beinahe. Er öffnete die Tür, um einzutreten... . Also rein theoretisch: Mordecai versuchte die Tür zu öffnen, indem er sich dagegen stemmte, bis sich einer der Gardisten erbarmte.
Mordecai trat ein. Als er Epifania erblickte, wie sie im Gebet versunken war, beschloss er sie nicht anzusprechen und lieber leise abzuwarten bis sie fertig war. Er bewegte sich vorsichtig und ganz langsam durch die Kapelle und besah dabei wie ein neugieriger Fremdling der er ja war, das glänzende Kreuz und eventuelle andere Verzierungen.
Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Die spitzen Ohren der Nosferatu stellten sich auf und das Gebet wurde leiser, verlief ins Nichts. Rasch sprang sie auf und drehte sich herum. "Oh! Wohlwerter Mordecai. Ich bin so schnell gekommen wie es ging, mh, ja! Ist alles in Ordnung bei euch? Als mich eure Nachricht erreichte, wusste ich nicht recht, was davon zu halten..." Sie unterbrach sich und eilte auf ihn zu. "Ist etwas geschehen? Warum sind wir hier, beim verehrten Seneschall?"
Fair is foul and foul is fair
- Macbeth, William Shakespeare
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Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Seid gegrüsst, wehrte Epifania.
, meinte Mordecai mit einem angedeuteten Kopfnicken, sobald die Nosferatu sich ihm zu gewandt hatte und auch er ein paar Schritte auf sie zugegangen war.
Mich freut, dass ihr so schnell habt herkommen können.
Mordecais Gesicht wirkte wie versteinert.
Bei mir ist alles in Ordnung, so fern ich das beurteilen kann. Es.. , ...es geht um meinen Clansbruder Lucian... .
Er wurde vernichtet.
, meinte Mordecai mit einem angedeuteten Kopfnicken, sobald die Nosferatu sich ihm zu gewandt hatte und auch er ein paar Schritte auf sie zugegangen war.
Mich freut, dass ihr so schnell habt herkommen können.
Mordecais Gesicht wirkte wie versteinert.
Bei mir ist alles in Ordnung, so fern ich das beurteilen kann. Es.. , ...es geht um meinen Clansbruder Lucian... .
Er wurde vernichtet.
Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Epifania stutzte. Ihre spitzen Ohren stellten sich auf und Mordecai konnte sehen, wie sie langsam begriff, was er gerade gesagt hatte. "Lucian?" Sie blinzelte. "Der wohlwerte Lucian? Der Liktor Genuas?" Das schien sie schwer zu treffen, denn sie schwankte und hielt sich mit ihrer hässlichen Klaue an einer der Bänke fest, starrte ins Leere. "Großer Gott..."
Dann schwang ihr Kopf herum, sah Mordecai voller Erregung an. "Wie?" Er bemerkte, dass sie die kleinen, spitzen Zähne aufeinanderbiss, angestrengt nachdachte. "Die Kainskinder Pisas? Oder diese, diese Tedesci?"
Dann schwang ihr Kopf herum, sah Mordecai voller Erregung an. "Wie?" Er bemerkte, dass sie die kleinen, spitzen Zähne aufeinanderbiss, angestrengt nachdachte. "Die Kainskinder Pisas? Oder diese, diese Tedesci?"
Fair is foul and foul is fair
- Macbeth, William Shakespeare
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Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Mordecai liess Epifania die Zeit, die sie brauchte um die Information zu verdauen. Sein Gesicht zeigte dabei immer noch keine Emotionen. Vielleicht konnte man aber an dem angespannten Hervortreten der ansonsten eher weich wirkenden Kiefergelenke erkennen - weil auch Mordecai seine Zähne immer wieder fest aufeinander presste - , dass diese Sache ihn mitnahm.
Schnell, aber wohl einen Tick zu zögerlich machte er dabei einen weiteren Schritt auf sie zu, um sie zu halten, wich aber gleich wieder vor ihr zurück, als ihr Kopf voller Erregung zu ihm herumfuhr. Er wirkte nicht wütend deswegen, einfach nur ratlos.
Ich...ich weiss es nicht! Einer seiner Diener kam vor drei Nächten zu mir...
Schliesslich würde Mordecai einfach nur ihre Hand ergreifen und diese leicht drücken, sofern sie es zuliess.
Schnell, aber wohl einen Tick zu zögerlich machte er dabei einen weiteren Schritt auf sie zu, um sie zu halten, wich aber gleich wieder vor ihr zurück, als ihr Kopf voller Erregung zu ihm herumfuhr. Er wirkte nicht wütend deswegen, einfach nur ratlos.
Ich...ich weiss es nicht! Einer seiner Diener kam vor drei Nächten zu mir...
Schliesslich würde Mordecai einfach nur ihre Hand ergreifen und diese leicht drücken, sofern sie es zuliess.
Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Die Nosferatu schien dieses Mal die Berührung gar nicht recht zu bemerken, so sehr war sie mit der Entwicklung der Dinge beschäftigt. "Sein Diener? Ich kenne zwei... den Händler und den Hund, Ombra." Für einen Moment wurde ihr Blick etwas weicher, als sie an das Tier dachte. Aber gleich darauf schaute sie Mordecai wieder an. "Aber ich vermute, ein hoher Herr wie der, oh, wohlwerte Lucian hat mehr als die beiden - sprecht doch, wohlwerter Mordecai, was hat euch der Diener gesagt?"
Fair is foul and foul is fair
- Macbeth, William Shakespeare
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Re: [1126] Die Saat des toten Drachen [Mordechai, Epifania & Ilario]
Alvise, der Händler, war bei mir. An dem Abend hatte er kaum einen klaren Gedanken fassen können. Er meinte nur, er könne deutlich spüren, dass Lucian nicht mehr da sei. Der andere Diener von der Stadtwache hat das Gefühl bestätigt, er wusste aber ebenfalls nicht was passiert ist. Zumindest hat er das gesagt.
Er ließ Epifanias Hand wieder los.
Er ließ Epifanias Hand wieder los.