[Fluff] Sicherheit [Elodie]

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Elodie
Brujah
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[Fluff] Sicherheit [Elodie]

Beitrag von Elodie »

Fluffsammlung

Ehsan


Ehsan hatte den anderen Mann am Kragen gepackt und gegen die nächste Hauswand gedrückt, nachdem er ihn zuvor in der Taverne verprügelt und danach aus der Tür geschleift hatte. Der Wirt des Hauses rief ihm aufgebracht Flüche hinterher und dass sie sich hier nie wieder blicken lassen sollten, während andere Gäste aufgeregt grölten.

Elodie erinnerte dies an die vielen zurückliegenden Jahre, als Ehsan sie das aller erste Mal beschützt hatte. Ungezwungen, frei.
Nun vielleicht nicht ganz frei, schließlich war sie, was sie war und sie hatte eine besonderen Einfluss auf Menschen.
Aber er war nicht ihr Ghul gewesen, nicht an ihr Blut gebunden.
Sie hatte ihm lange schöne Augen gemacht. Wollte was er hatte und es hatte funktioniert.




“Verschwinde!”
Herrschte er den Mann damals an, der Elodie begrapscht hatte. Ehsans Augen sprühten wahrlich Feuer. "He...ich war aber zu erst an ihr..."
"Sie ist nicht verkäuflich. Und jetzt verpiss dich!" drohte Ehsan wieder und der andere Mann stand von dem Teppich auf und schubste Ehsan mit vorgestreckten Händen gegen die Brust.

Ehsan zögerte. Er griff nach dem anderen Mann, schlug nicht, sondern griff nach ihm, aber da haute dieser mit seiner Hand zu und eine Prügelei der zwei Männer entbrannte inmitten der Räumlichkeiten die Ehsan wie ein kleines Gasthaus offerierte.

Elodie sah damals mit flammenden Eifer dabei zu,wie die Wut und Aggression der Männer ihnen zu Kopf stieg und ihr Ventil in ihren Fäusten fand.
Gierig sog sie den Geruch des frischen Blutes auf, das sich durch die Schläge auf ihren Häuten bildete.

Unbewusst leckte sie sich die Lippen und wartete nur darauf, dass einer von beiden gewann.

Schließlich griffen auch andere Gäste ein und trennten die beiden.

Der Gast wurde aus dem Haus geworfen, Ehsan blieb schwer atmend zurück.
Elodie hätte ihm zugern die Wunden abgeleckt und anschließend versorgt. Sich um ihren Krieger gekümmert, aber mehr noch wollte sie das kochende Blut des anderen Kontrahenten, der nun nicht mehr im Mittelpunkt der ganzen Aufmerksamkeit stand.
Und was würde es schon schaden sein Ego etwas zu schmälern.

Mit einem anerkennenden Blick, aber einem entschuldigenden Kopfschütteln, verließ sie damals Ehsans Haus und suchte schnell, nach dem anderen, der ein paar Meter entfernt vor Wut nach einer schlafenden Katze trat.
Elodie eilte zu ihm, warf sich gegen ihn wie eine liebende Frau, die nach langer Zeit ihren Ehemann wieder sah und ließ keine Zeit verstreichen ihre Zähne in seinen Hals zu schlagen und das von Adrenalin geschwängerte Blut zu saugen, bevor es versiegte.
Es war als würde sie die Kraft und Wut schmecken können. Sie spürte ihr eigenes Tier in ihrer Brust juchzen, ob des Gefühls und sie verachtete es.
Sie wollte es, sie wollte es schmecken und fühlen...aber es bedeutete auch sich an die Maßlosigkeit zu verlieren. Den Rausch. Wie konnte sie so etwas tun? Warum war weniger nicht genug?

Mit gierigen Schlucken hing sie in seinen Armen, doch auch er selbst konnte sich kaum noch ganz aufrecht halten und sackte an die Hauswand hinter sich herab.

Nicht zu viel, nur nicht zu viel.


Es war einige Nächte später, als sie wieder bei Ehsan war, dass er sie mit vernichteten Blicken bedachte, aber auch den Blick nicht abwenden konnte. Sie wusste, dass er sie wollte, aber dass er sich wohl nicht eingestehen konnte ihr hinterherzulaufen.

Armer kleiner Welpe. Von seiner Männlichkeit gebunden.

Erst nachdem sie ihn gebunden hatte, offenbarte er ihr, was wirklich in seinem Herzen schlummerte. Er hasste kämpfen, er hatte Angst vor dem Schmerz.



Es rührte noch immer ihr eigenes nun, wenn sie wieder sah, wie er sich vor sie stellte, wie er seine Fäuste schwang, nur um sie zu beschützen. Nur um ihr zu helfen. Ihr Blut zu besorgen. Trotzdessen dass er es nicht wollte.
Sie wusste, dass sie ihn dazu gezwungen hatte.
Armer Ehsan.
Immer mal bedachte sie ihn mit Geschenken für seine Treue, doch sie nahm ihm nicht die Pflicht.
Wenn sie ihn wirklich lieben würde, würde sie ihn gehen lassen, oder?
Doch liebte sie ihn überhaupt? Irgendwie ja und irgendwie nicht. Oder wollte sie einfach nicht, dass er ging. War ihr sein Glück so egal?

Während Ehsan dem anderen Mann die Todesangst in den Leib prügelte, mit Schlägen, denen sich nun kaum noch ein anderer entgegenstellen wollte, verschwand Elodie in den Schatten in der Nähe, auf das Ende wartend. Auf die Gelegenheit wartend.

Die Wahrheit war, sie wollte nicht, sie brauchte ihn und er brauchte sie und damit ließ sie den Gedanken gut sein.
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