[Sterblich] Gerüchte, Stadtpolitik & genuesisches Umland

Welche Gespenster gehen um in der Domäne? Worüber redet das Volk und seine dunklen Herrschaften?
Gerüchte und Ankündigungen.
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Il Canzoniere
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Re: [Sterblich] Gerüchte, Stadtpolitik & genuesisches Umland

Beitrag von Il Canzoniere »

Das Jahr 1090 (Februar 24)

Genua ist noch immer ohne Bischof. Oder wo steckt dieser Ciriaco, von dem man aus Mailand hörte? Bisher scheint weder eine Nachricht von diesem gekommen zu sein, noch hat er sich hier blicken lassen. Das Domkapitel hat solange die Geschäfte der Diöszese übernommen um ihm einen aufgeräumten Haushalt übergeben zu können, wenn er seinen Amtssitz übernehmen sollte.
... währenddessen kommt immer mehr das Gerücht auf, das der vormalige Bischof, Corrado Manganello, ermordet worden sei. Es heißt sowohl der Sondergesandte als auch die Bischofsgarde stelle Fragen und verhöre Leute. Angeblich soll ein Diener des Vampirs von Votori geredet haben als man ihn unter Folter verhörte! Stecken dunkle Kräfte hinter dem Tod Corrado Manganellos? Es wäre nicht das erste mal in der Geschichte Genuas...

Rasant verändert sich das Stadtbild! Der Senat hat jüngst sogar begonnen darüber zu diskutieren Clavicula zu pflastern. Clavicula! Noch vor 25 Jahren wäre das undenkbar gewesen. Auch der seit drei Jahren anhaltende Bauboom hält weiterhin an. Die ersten Geschlechtertürme in Mascharana, Süd-Platealonga und Nord-Ravecca sind bereits bezugsfertig! Wie schnell so etwas gehen kann, wenn es um den Wohlstand und die Sicherheit der Reichen geht!
...denn das tut es. Zweimal wurden Wohlhabende im vergangenen Jahr Ziel von Überfällen von Banden aus Clavicula und Broglio. Ein junger Abkömmling der Embriaci wurde gar auf offener Strasse (aber zu später Uhrzeit) ermordet! Die Anzahl der Leibwächter der großen Familien schießt ebenfalls in die Höhe. Ein guter Zeitpunkt für Söldner hier einen dauerhaften Job zu ergattern und Genuese zu werden!

Mit der Veränderung des Stadtbildes, ändert sich auch die Zusammensetzung der Bevölkerung langsam. Wurden viele der Ärmsten in den vergangenen Jahren von Clavicula nach Maddalena und vor allem Staglieno umgesiedelt, siedeln sich nun in Clavicula (vor allem an den Rändern zu Mascharana und Ravecca) einige "unproblematische" Familien und Arbeiter an. Offenbar hauptsächlich Bedienstete aus dem Umfeld der Arduinici und Fieschi.

Der seit Jahren wohlbekannte Musiker Andreio l'arpista (der Harfner) behauptet im Traum die Musik der Engel gehört zu haben und sagt daher alle zukünftigen Auftritte ab! Er behaupte sie riefen ihn nach Sardinien, weshalb er dorthin übersiedeln wolle um dort durch die Gemeinden zu ziehen und für die dorthin ausgewanderten Genuesen zu spielen.

In Clavicula sprechen einige Leute darüber das der Nachtschleicher gar kein Mensch sei, sondern ein Dämon. Es gibt sogar jemanden der steif und fest behauptet ihn gesehen zu haben. Draußen am Strand von Broglio! Klar und deutlich! Ein riesiges Monster, vielleicht gar ein Werwolf, denn er habe sich von einem Menschen in ein Ungetüm verwandelt!

Stadtpolitik
Der Senat überlegt ernsthaft die letzten Einnahmen aus dem Mahdia-Feldzug für eine Bepflasterung Claviculas einzusetzen. Noch gibt es zwar eine Mehrheit dagegen, aber allein die Diskussion ist bereits eine Sensation und ein Indiz für den Aufschwung der Stadt.

Bartolomeo Terzi- Repräsentant des Grafenhofes zu Genua stirbt friedlich und schlafend in seinem Bett (auch wenn böse Zungen sagen es wären noch zwei weibliche Kurtisanen dabei gewesen). Der Vogt in Casteletto entsendet zu seinem Ersatz seinen Neffen Giovanni Terzi.
In Ravecca stirbt Gherardo Pescci, Winzer und Cousin der Fieschi. Wahlen sind für das kommende Jahr (1091) angesetzt.
Gianno Arduinici, Patriarch der Arduinici, Überseehändler und Senator von Mascharana, stirbt. Sein ältester Sohn und Erbe Salvatore da Arduinici führt bereits seit einigen Jahren die Geschäfte in seinem Namen. Die Wahlen für den mascharanischen Senatsposten sind ebenfalls auf das kommende Jahr (1091) angesetzt.

Aus dem italienischen Umland
- Kaiser Heinrich IV. stellt im Wormser Privileg die Rechte der Wormser Juden fest
- Heinrich IV. unternimmt seinen zweiten Italienzug, um der antisalischen Allianz aus Mathilde von Canossa und Welf V. von Bayern entgegenzutreten. In Italien fördert er vor allem die aufstrebende Schicht des Stadtbürgertums. Er beginnt mit der Belagerung von Mantua.
- Hermann III. von Hochstaden, Erzbischof von Köln, wird Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches in Italien.
- Christliche Truppen erobern Santarém, Lissabon und Sintra.
- Eine dritte Expedition der Almoraviden wird in Al-Andalus gestartet, um die Königreiche der Taifa endgültig zu unterwerfen. Die Städte Córdoba, Sevilla, Granada, Málaga, Almería und Ronda fallen an die Truppen von Sultan Yusuf ibn Taschfin.
- König Stephan II. von Kroatien gerät in einen offenen Konflikt zwischen Fraktionen kroatischer Adliger, die ihre traditionellen Rechte in ihren eigenen Landkreisen erneut geltend machen.
- Erstmaliges, vermehrtes Auftreten von "Troubadours" in West-Aquitanien (Poitou und Saintonge) und in der Gascogne
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Il Canzoniere
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Re: [Sterblich] Gerüchte, Stadtpolitik & genuesisches Umland

Beitrag von Il Canzoniere »

Das Jahr 1091 (März 24)

Das vierte Jahr ohne genuesischen Bischof bricht an. Man hört jedoch aus Mailand das im Konflikt um den mailändischen Erzbischofsposten nun auch eine weitere Partei einen angeblichen genuesischen Bischof ernannt habe, der auf den Namen Ogerio höre. Weder dieser, noch der Kandidat der nderen Seite, Ciriaco, haben sich bisher jedoch in Genua blicken lassen. Wird einer von ihnen bald Genua aufsuchen oder werden sie in Mailand bleiben um zu helfen den dortigen Konflikt zu den Gunsten ihrer Partei zu lösen? Für die Genuesen bleibt es unklar. Stattdessen führt das Domkapitel weiterhin die Geschäfte der Diöszese.

Mehr und mehr der Geschlechtertürme schießen aus dem Boden. Vor allem natürlich in Mascharana, aber sogar im braven Domus wird bereits der erste gebaut. Unterdessen berät der Senat über eine Verschönerung der Piazzas in Platealonga. Immerhin werden diese von vielen fremden Händlern besucht und etwas Luxus könnte diese zur Wiederkehr bewegen? Wer jedoch genau darauf achtet merkt bereits das die Zeit der Prasserei sich dem Ende zuneigen. Die Gewinne aus dem Raubzug nach Mahdia verblassen und neue Quellen des Gelderwerbs müssen her. Der Senat sucht bereits nach einer weiteren Quelle die sich melken lässt. Hoffentlich erheben sie nicht noch mehr Steuern!

Es streifen Mörder durch die Wälder nördlich von Genua! Mehrere Pilzesammler und Wanderer, wie auch Holzfäller und Einheimische Sammler von Karotten und Walderdbeeren sind im Laufe des Jahres verschwunden oder gar ermordet worden! Ihre Leichen sollen übel zugerichtet worden sein. Wölfe! Flüstert man im Volksmund als erstes, auch wenn es einige skeptische Stimmen gibt die gar kein Wolfsgeheul gehört haben wollen. Nichtsdestotrotz ist man von Luccoli bis Flussmund, von Burgus bis Macelli besorgt und meidet die Wälder wo man nur kann!

In Burgus ist ein Stier, der für den Viehmarkt in Genua bestimmt war, ausgebrochen und durch die Gassen getobt. Er hat einen ganzen Ziegenschuppen eingerissen und es brauchte die bewaffneten Wächter von Burgus und die Hilfe der Mönche aus dem Kloster, um das Tier einzufangen und zu bändigen. Es musste notgeschlachtet werden, aber die Menschen von Burgus haben aus der Not eine Tugend gemacht und ein Festmahl zum Schlachtfest gehalten!

Die Waschweiber Maddalenas haben dieser Tage nur ein Thema: In Maddalena wurde ein Wolf gesichtet! Nein nicht nur gesichtet sondern sogar erschlagen! Er habe eine Katze und ein paar Hühner gefressen und das innerhalb der Stadtmauer. Niemand ist sich im klaren wie er es denn in die Stadt geschafft habe, denn die Mauer ist hoch und die Tore geschlossen. Die Wache hätte ihn auch ganz sicher erspäht! Woher also kam er nur? War er schon länger hier? Immerhin gab es immer mal wieder eigenartige Ereignisse in Maddalena. Gibt es noch mehr von ihnen?

Stadtpolitik
Wahlen in Ravecca: Lasco Pescci, Winzer und Cousin der Fieschi, Ältester Sohn von Gherardo Pescci gewinnt die Wahl in Ravecca und nimmt den alten Senatsposten seines Vater ein.
Wahlen in Mascharana: Salvatore da Arduinici, Patriarch der Arduinici, Überseehändler gewinnt die Wahl in den mascharanischen Senat. Nicht sonderlich verwunderlich, denn es gibt keinen Gegenkandidaten.

Aus dem italienischen Umland
- Februar: Die Normannen erobern Noto und vollenden die 30-jährige Eroberung Siziliens von den maurischen Herrschern. Herzog Roger Borsa (ein Sohn von Robert Guiscard) gibt seinen Anteil an den Burgen Kalabriens ab und erhält sein Erbe: Palermo. Er erteilt verschiedenen Städten Stadtrechte und fördert die Stadtplanung in Apulien und Kalabrien.
- Nachdem er nach rund einjähriger Belagerung auf seinem zweiten Italienzug die Stadt Mantua eingenommen hat, feiert Kaiser Heinrich IV. dort das Osterfest.
- 29. April: In der Schlacht von Levounion werden die in das Byzantinische Reich eingefallenen Petschenegen durch eine Armee unter Kaiser Alexios I. und die mit ihm verbündeten Kumanen zurückgeschlagen.
- Nach dem Tod Stjepans II. beginnen unruhige Zeiten im Königreich Kroatien: Jelena die Schöne, die Ehefrau seines Vorgängers Dmitar Zvonimir, erreicht, dass ihr Bruder, der ungarische König Ladislaus, im Norden Kroatiens die Macht übernimmt und seinen Gefolgsmann Álmos zum König dieses neu eroberten Landesteils erhebt. Doch auch der kroatische Adelige Petar Svačić erhebt Anspruch auf den Thron
- Sommer – Die normannische Invasion Maltas: Eine normannische Flotte unter der Führung von Graf Roger I. (Bosso) kommt in Malta an. Roger verlässt seine Armee und belagert die Inselhauptstadt Medina (das heutige Mdina). Die Einwohner verhandeln Friedensbedingungen (indem sie versprechen, einen jährlichen Tribut zu zahlen) und schwören Roger einen Treueid. Auf dem Rückweg plündern die Normannen die Insel Gozo.
- Eine große Synode in Benevent findet statt
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I Tarocchi
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Re: [Sterblich] Gerüchte, Stadtpolitik & genuesisches Umland

Beitrag von I Tarocchi »

Das Jahr 1092 (April 24)

Die Nachfolge des genuesischen Bischofs scheint nunmehr klar zu sein: Es soll tatsächlich der angekündigte Bischof Ogerio werden. Dieser ist allerdings noch nicht in Genua eingetroffen. Stattdessen soll sich der zuvor verkündete Bischof Ciriaco auf den Weg gemacht haben.
Eine Gesandtschaft des Bischofs von Ferrara hat sich ebenfalls angekündigt und bei Luccoli und Borgo di Bisagno Quartier bezogen bis sie offiziell empfangen werden kann.

In der Nähe der ehemaligen Martinsfeste, wo jetzt die Feste der Stadtwache in die neue Stadtmauer integriert ist, sei ein Geist gesehen worden. Vielleicht der Geist des alten einschüchternden Herren der Martinsfeste, der kam um nach dem Rechten zusehen? In dem kleinen Schankhaus der Wache sei ein eiskalter Hauch durch den geschlossenen Raum gestürmt, habe die Tür aufgerissen und sei in Richtung Stadtwachenquartiere verschwunden.

Für einiges Gespött und Verwunderung hat ein Dutzend Männer und Frauen aus Clavicula gesorgt, die mit Sack und Pack ins Tal von Ferregiano aufgebrochen sind, um sich dort nieder zu lassen. Im Dorf Zinestedo sollen sie begonnen haben, einige schiefe Hütten zu bauen, doch es soll sogleich auch zu Reibereien gekommen sein. Die Mittel dafür sollen sie von einem reichen Gönner bekommen haben - oder vielleicht auch einem Claviculaner Gaunerstück.

Bei einer Kneipenschlägerei im "Il Fuso Pesce" ist eine Panik ausgebrochen, während derer wohl auch eine Lampe umgestürzt wurde. Das darauf folgende Feuer konnte allerdings zum Glück schnell gelöscht werden. Der Wirt soll als Belohnung auf die Ergreifung der Streithähne, ein kräftiger Mann und eine schöne Frau, zur Belohnung eine Mahlzeit am Tag für ein ganzes Jahr versprochen haben!

Die Gerüchte über den "Nachtschleicher" von Clavicula reißen nicht ab. Ein entstelltes Monstrum soll Menschen des Nachts in die Dunkelheit ziehen. Allenfalls ihre blutleeren Leichen sind dann noch zu finden - wenn überhaupt. Der Sondergesandte wider "Hexerei und Aberglauben" aus Rom soll sich allerdings der Sache angenommen haben.

Ein bei Seeleuten äußerst beliebtes Freudenmädchen aus Clavicula sei mit dem Teufel im Bunde: Sie gebar drei identische Kinder auf einmal, die ihr der Leibhaftige selbst eingepflanzt haben soll. 5 Nächte später wurde sie Tod aus einer Kloake gezogen, vermutlich aus Angst ihrer Freier sie würden mit dieser Abscheulichkeit in Verbindung gebracht werden. Ihre drei Kinder wurden bisher nicht gefunden.


Stadtpolitik
Konsul Fabio Spinola konnte viele Verbündete und Unterstützer für das Vorhaben gewinnen, Clavicula bepflastern zu lassen und das dortige Gericht sowie den Gerichtsplatz "Piazza dei gatti neri" (den Platz der Schwarzen Katzen) instand zu setzen. Nach dem darauf folgenden Senatsbeschluss soll mit den Bauarbeiten bereits in diesem Jahr begonnen werden!


Aus dem italienischen Umland
- Unter Kaiser Alexios I. erfolgt eine Münzreform im Byzantinischen Reich: Die durch jahrelange schrittweise Verringerung des Goldgehalts bereits völlig entwerteten Münzen Histamenon und Tetarteron werden abgeschafft und mit dem Hyperpyron wird eine neue Goldmünze eingeführt.
- Maurische Rückeroberungsversuche von Toledo scheitern.
- 21. April – Die Diözese Pisa wird von Papst Urban II. zur Würde einer Metropolitan-Erzdiözese erhoben.
- Sommer – Kaiser Alexios I (Komnenos) besticht einen der Verwalter von Kilij Arslan (Sultan des Sultanats Rum), um Sinope (die Hauptstadt von Paplagonia) und die benachbarten Küstenregionen zurückzugewinnen. Anschliessend schlägt die byzantinische Flotte die Seldschuken-Marine vor der Küste von Cius in Bithynia.
- 14. Oktober: Der großseldschukische Wesir Nizam al-Mulk wird von den Assassinen ermordet.
- 20. November: Malik Schah I., Sultan der Großseldschuken, wird von einer seiner Ehefrauen ermordet (offiziell ein Jagdunfall). Grund sind die Streitigkeiten unter den Ehefrauen um die Nachfolge des Sultans. Nach seinem Tod zerfällt das Seldschukenreich in kleinere Staaten, die sich zumeist feindlich gegenüberstehen. In Anatolien folgt ihm Kılıç Arslan I., in Persien sein Sohn Mahmud I. und in Syrien sein Bruder Tutusch I.
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Il Canzoniere
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Re: [Sterblich] Gerüchte, Stadtpolitik & genuesisches Umland

Beitrag von Il Canzoniere »

Das Jahr 1093 (Mai 24)

Es heißt Anhänger beider Männer die Anspruch auf den genuesischen Bischofssitz erheben (Ciriaco und Ogerio) haben sich Scharmützel geliefert. Nichtsdestotrotz hat Ciriaco Genua erreicht und Quartier in der Bischofsfeste über Mascharana bezogen. Wo sich dieser Ogerio aufhalte sei noch unklar, allerdings hat sich eine verdächtig gut organisierte Pilgergruppe in Burgus einquartiert...

Offenbar inspiriert von den aktuellen Pflasterarbeiten in Clavicula haben sich die Ortschaften von Borgo di Bisagno und Luccoli dazu entschieden ihrerseits die Straßenqualität zu erhöhen und haben sich kurzerhand mit Spaten und Säcken daran gemacht die wichtigsten Zu- und Abwege (also die Straße nach Genua) zu erneuern. Aus dem Grafenpalast kommen lobende Worte für den gutbürgerlichen Enthusiasmus.

Auf dem Hof der Wunder scheint sich eine neue Tänzerin einen Namen zu machen. Die auf "Eupraxia" hörende Dame soll hier bereits schon das ein oder andere Herz höher schlagen lassen, auch wenn ihre Vorstellungen stets sehr spät erst stattfinden und dem eher halbseidenen Publikum bekannt zu sein scheinen.

Der Sondergesandte wider "Hexerei und Aberglauben" scheint seine suche nach dem Nachtschleicher recht gewissenhaft anzugehen. Er habe schon ein gutes Dutzend Claviculaner verhört und weitere festnehmen lassen. Angeblich habe er bereits eine Spur. Dafür spreche auch das keinerlei Kopfgelder oder Belohnungen ausgelobigt wurden sondern nur dann und wann Männer der Bischofsgarde in Clavicula auftauchen, ein paar Türen eintreten und brüllende Männer hinausschleifen.


Stadtpolitik
Nachdem sogar Clavicula ein ordentliches Straßenpflaster bekommt verlangt auch Broglio danach. Nach nur wenigen Schlägereien sehen sie jedoch ein das man zuerst die Bepflasterung Claviculas abschliessen solle, ehe man mit Broglio beginne. Es sei ohnehin bereits über die Hälfte der Arbeit getan.


Aus dem italienischen Umland
- Durch die Heirat Heinrich von Burgund mit Theresia von León entsteht das Haus Burgund in Portugal, ab 1139 die erste portugiesische Königsdynastie.
- In Teilen Mitteleuropas verdunkelt sich am 23. September 1093 ringförmig die Sonne. Kurz darauf kommt es zu verschiedenen Naturkatastrophen in Sachsen.
- Anselm, italienischer Benediktinerabt und Theologe, wird Erzbischof von Canterbury in England und tritt damit die Nachfolge von Lanfranc an. Der Posten des Erzbischofs wurde (seit 1089) von König Wilhelm II. von England vakant gelassen – damit er die Einnahmen der Kirche für sich selbst einstreichen kann.
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