Re: [Sterblich] Gerüchte, Stadtpolitik & genuesisches Umland
Verfasst: So 8. Feb 2026, 12:31
Das Jahr 1121 (Januar ‘26)
Krieg gegen Pisa: Schlag auf Sardinien! Genuesische Verbände unter Corrado Doria und Gismondo di Fontanabuona erobern genuesische Söldner eine wichtige Eisenmine auf Sardinien. Die Ausbeute beginnt sofort und der Hafen von Olbia verbingt nun regelmäßig seine schwere Ladung nach La Superba! Insbesondere die Embriaci reiben sich die Hände.
Noch immer kein neuer Bischof in Genua. Angeblich soll der neue Erzbischof von Mailand, Olrico da Corte, noch damit beschäftigt zu sein seine Diöszese neu zu ordnen. Leute mit Einblick in dessen Hof, berichten jedoch von gegenteiligen Anordnungen des Kaisers und des Papstes über den nächsten genuesischen Bischof, was den Erzbischof in eine schwierige Lage zu bringen scheint...
Die Seuche in Burgus scheint eingedämmt worden zu sein. Wobei offenbar recht radikale Methoden angewandte wurden, sind doch alle Erkrankten und jene die unter Verdacht standen erkrankt zu sein, in die nahe Seuchenkolonie verlegt worden, deren Größe sich damit nahezu verdoppelt hat. Dort sollen katastrophale Zustände herrschen. Einzig und allein die Mönche San Marcellinos trauen sich noch dort hin. Wobei es auch hier Ansteckungen gegeben haben soll. Jene Brüder arbeiten nun dauerhaft in der Kolonie, wie es scheint.
Einigung des Senats mit dem Verwalter des Grafen von Mailand über die Errichtung eines Leprosoriums! Nach den letztjährigen Seuchenübergriffen auf Burgus, soll ein Leprosium nahe der Straße von Sancto Pedro de Arena nach Votori errichtet und die Seuchenkolonie nahe Burgus dorthin verlegt werden. Die Schirmherrschaft über das Leprosium soll das Kloster San Marcellino erhalten, welche dem Vorschlag unter der Bedingung einer Landschenkung bereits zugestimmt haben. Der Umzug der Kolonie ist für das kommende Jahr geplant, der Bau am Leprosium hat bereits begonnen, die Fläche ist bereits durch die Familie Carmandino gerodet worden.
Der Boom der Geschlechtertürme hält nach wie vor an, da Bauland nicht zu haben ist, werden nun auch vermehrt hier und da einzelne Häuser abgerissen um dem Bau zukünftiger Geschlechterttürme vorzubereiten. Die großen Familien können es sich ja auch leisten! Wobei die Ausgaben für den Handelskrieg mit Pisa zu starken Einbußen aus dem (immer noch sehr einträglichen) Geschäft mit dem heiligen Land führen. Insbesondere die Familien De Mari und Isola bitten den Capitano della Mare um stärker bewachte Konvois für das gefährliche Küstenstück um Pisa selbst herum, wo er immer wieder zu illegalen Beschlagnahmungen und Zollkontrollen seitens der Pisaner käme.
Stadtpolitik
- Ein Gesetz zur Beschränkung des jüdischen Transitaufenthalts wurde in den Senat eingebracht und wird momentan diskutiert. Laut diesem sollen jüdische Händler, die im Hafen von Genua anlanden, sich maximal drei Tage innerhalb der Stadtmauern aufhalten dürfen. Der Handel mit christlichen Bürgern ist nur in ausgewiesenen Zonen am Hafen gestattet. Begründet wird diesüber den Schutz örtlicher Händler, die mit den Billigpreisen aus dem Ausland häufig nicht mithalten könnten.
- Auch eine Verordnung zum Schutz des Pergamentmonopols wird diskutiert. Durch die wachsende Bürokratie der Republik benötigt der Senat große Mengen Pergament für Verträge und Grundbücher. Es soll daher verboten werden, ungegerbte Tierhäute bester Qualität (besonders Kalbshäute) ohne Genehmigung der Konsuln aus der Stadt zu exportieren. Die heimischen Pergamenter haben ein Vorkaufsrecht. Dies soll sicherstellen, dass die staatlichen Skriptorien Vorrang vor ausländischen Käufern (oder kirchlichen Orden) haben.
- Zudem wird ein Statut über die Gerichtsbarkeit in den Übersee-Kolonien angedacht. Mit den neuen, feste Stützpunkten im Ausland muss geklärt werden, welches Recht dort gilt. Der Vorschlag sieht vor genuesische Bürger, die in den neuen Kolonien leben, weiterhin der Gerichtsbarkeit der Konsuln in Genua zu unterstellen. Verbrechen gegen Genuesen durch "Ungläubige" oder Fremde sind nach dem drakonischen Seerecht Genuas zu bestrafen.
Aus dem italienischen Umland & dem heiligen Land
- 22. April: Gegenpapst Gregor VIII. wird in Sutri gefangen genommen, an Papst Calixt II. ausgeliefert und im Spottzug durch Rom geführt. Er bleibt bis zu seinem Tod im Kerker.
- März oder April: Auf dem Konzil von Soissons, einer Provinzialsynode, wird eine Schrift des Philosophen und Theologen Peter Abaelard, sein Buch über die Heilige Dreifaltigkeit, als Ketzerwerk gebrandmarkt und dem Feuer überantwortet.
- Sommer – Die seldschukischen Truppen unter Toghtekin führen umfangreiche Raubzüge in Galiläa durch. König Balduin II. von Jerusalem überquert als Vergeltungsmaßnahme mit einer Kreuzritterarmee den Jordan und verwüstet das Land. Er besetzt und zerstört eine Festung, die Toghtekin in Jerash errichtet hat.
- Im Jahr nach der Ordensgründung des Prämonstratenserordens kehrt der Ordensgründer Norbert von Xanten auf seinem Weg von Köln nach Prémontré mit den für die neue Kirche in Prémontré bestimmten Reliquien bei Gottfried, dem Grafen von Namur, und seiner Frau Ermesinde in deren Burg in Namur ein. Sein Wesen beeindruckt seine beiden Gastgeber wohl so stark, dass sie ihn bitten, auch im nahegelegenen Ort Floreffe ein Haus seines Ordens zu gründen. Der Schenkungsvertrag für eine Kirche und nutzbare Gebäude für die Abtei Floreffe wird am 27. November unterzeichnet.
- Das Kloster Foigny, das Kloster L’Aumône und das Kloster Chaloché werden gegründet. Alle drei gehören dem Zisterzienserorden an.
Krieg gegen Pisa: Schlag auf Sardinien! Genuesische Verbände unter Corrado Doria und Gismondo di Fontanabuona erobern genuesische Söldner eine wichtige Eisenmine auf Sardinien. Die Ausbeute beginnt sofort und der Hafen von Olbia verbingt nun regelmäßig seine schwere Ladung nach La Superba! Insbesondere die Embriaci reiben sich die Hände.
Noch immer kein neuer Bischof in Genua. Angeblich soll der neue Erzbischof von Mailand, Olrico da Corte, noch damit beschäftigt zu sein seine Diöszese neu zu ordnen. Leute mit Einblick in dessen Hof, berichten jedoch von gegenteiligen Anordnungen des Kaisers und des Papstes über den nächsten genuesischen Bischof, was den Erzbischof in eine schwierige Lage zu bringen scheint...
Die Seuche in Burgus scheint eingedämmt worden zu sein. Wobei offenbar recht radikale Methoden angewandte wurden, sind doch alle Erkrankten und jene die unter Verdacht standen erkrankt zu sein, in die nahe Seuchenkolonie verlegt worden, deren Größe sich damit nahezu verdoppelt hat. Dort sollen katastrophale Zustände herrschen. Einzig und allein die Mönche San Marcellinos trauen sich noch dort hin. Wobei es auch hier Ansteckungen gegeben haben soll. Jene Brüder arbeiten nun dauerhaft in der Kolonie, wie es scheint.
Einigung des Senats mit dem Verwalter des Grafen von Mailand über die Errichtung eines Leprosoriums! Nach den letztjährigen Seuchenübergriffen auf Burgus, soll ein Leprosium nahe der Straße von Sancto Pedro de Arena nach Votori errichtet und die Seuchenkolonie nahe Burgus dorthin verlegt werden. Die Schirmherrschaft über das Leprosium soll das Kloster San Marcellino erhalten, welche dem Vorschlag unter der Bedingung einer Landschenkung bereits zugestimmt haben. Der Umzug der Kolonie ist für das kommende Jahr geplant, der Bau am Leprosium hat bereits begonnen, die Fläche ist bereits durch die Familie Carmandino gerodet worden.
Der Boom der Geschlechtertürme hält nach wie vor an, da Bauland nicht zu haben ist, werden nun auch vermehrt hier und da einzelne Häuser abgerissen um dem Bau zukünftiger Geschlechterttürme vorzubereiten. Die großen Familien können es sich ja auch leisten! Wobei die Ausgaben für den Handelskrieg mit Pisa zu starken Einbußen aus dem (immer noch sehr einträglichen) Geschäft mit dem heiligen Land führen. Insbesondere die Familien De Mari und Isola bitten den Capitano della Mare um stärker bewachte Konvois für das gefährliche Küstenstück um Pisa selbst herum, wo er immer wieder zu illegalen Beschlagnahmungen und Zollkontrollen seitens der Pisaner käme.
Stadtpolitik
- Ein Gesetz zur Beschränkung des jüdischen Transitaufenthalts wurde in den Senat eingebracht und wird momentan diskutiert. Laut diesem sollen jüdische Händler, die im Hafen von Genua anlanden, sich maximal drei Tage innerhalb der Stadtmauern aufhalten dürfen. Der Handel mit christlichen Bürgern ist nur in ausgewiesenen Zonen am Hafen gestattet. Begründet wird diesüber den Schutz örtlicher Händler, die mit den Billigpreisen aus dem Ausland häufig nicht mithalten könnten.
- Auch eine Verordnung zum Schutz des Pergamentmonopols wird diskutiert. Durch die wachsende Bürokratie der Republik benötigt der Senat große Mengen Pergament für Verträge und Grundbücher. Es soll daher verboten werden, ungegerbte Tierhäute bester Qualität (besonders Kalbshäute) ohne Genehmigung der Konsuln aus der Stadt zu exportieren. Die heimischen Pergamenter haben ein Vorkaufsrecht. Dies soll sicherstellen, dass die staatlichen Skriptorien Vorrang vor ausländischen Käufern (oder kirchlichen Orden) haben.
- Zudem wird ein Statut über die Gerichtsbarkeit in den Übersee-Kolonien angedacht. Mit den neuen, feste Stützpunkten im Ausland muss geklärt werden, welches Recht dort gilt. Der Vorschlag sieht vor genuesische Bürger, die in den neuen Kolonien leben, weiterhin der Gerichtsbarkeit der Konsuln in Genua zu unterstellen. Verbrechen gegen Genuesen durch "Ungläubige" oder Fremde sind nach dem drakonischen Seerecht Genuas zu bestrafen.
Aus dem italienischen Umland & dem heiligen Land
- 22. April: Gegenpapst Gregor VIII. wird in Sutri gefangen genommen, an Papst Calixt II. ausgeliefert und im Spottzug durch Rom geführt. Er bleibt bis zu seinem Tod im Kerker.
- März oder April: Auf dem Konzil von Soissons, einer Provinzialsynode, wird eine Schrift des Philosophen und Theologen Peter Abaelard, sein Buch über die Heilige Dreifaltigkeit, als Ketzerwerk gebrandmarkt und dem Feuer überantwortet.
- Sommer – Die seldschukischen Truppen unter Toghtekin führen umfangreiche Raubzüge in Galiläa durch. König Balduin II. von Jerusalem überquert als Vergeltungsmaßnahme mit einer Kreuzritterarmee den Jordan und verwüstet das Land. Er besetzt und zerstört eine Festung, die Toghtekin in Jerash errichtet hat.
- Im Jahr nach der Ordensgründung des Prämonstratenserordens kehrt der Ordensgründer Norbert von Xanten auf seinem Weg von Köln nach Prémontré mit den für die neue Kirche in Prémontré bestimmten Reliquien bei Gottfried, dem Grafen von Namur, und seiner Frau Ermesinde in deren Burg in Namur ein. Sein Wesen beeindruckt seine beiden Gastgeber wohl so stark, dass sie ihn bitten, auch im nahegelegenen Ort Floreffe ein Haus seines Ordens zu gründen. Der Schenkungsvertrag für eine Kirche und nutzbare Gebäude für die Abtei Floreffe wird am 27. November unterzeichnet.
- Das Kloster Foigny, das Kloster L’Aumône und das Kloster Chaloché werden gegründet. Alle drei gehören dem Zisterzienserorden an.