[1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

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Galeno
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Galeno » Mo 11. Nov 2019, 05:35

Und er nahm sich etwas mehr Zeit, setzte sich etwas anders hin, damit ihn das Licht nicht mehr so sehr irritierte und zeichnete dann mit der Kohle auf dem vorbereiteten Holz. Eine leichte Grundierung hatte er darauf aufgetragen, damit die Kohle möglicherweise besser haften würde. Das Holz wurde dadurch etwas rauer.

Und dieses Mal ging es um einiges besser. Die Kohle zeichnete Striche, wurde von ihm an manchen Stellen verwischt, um etwas Schatten auszuarbeiten. Es war durchaus eine solide Zeichnung, die er von Benita anfertigte.

Und dabei unterhielt er sich natürlich weiterhin mit ihr.

"Nun, Luciano hat schon die Anweisung erhalten, also irgendwas wird er mitbringen, ob du ihm nun sagst, was euch eine Freude bereiten wird, oder nicht."

Und da war tatsächlich auch ein Lächeln von Galeno zu erkennen, ehe er sich wieder auf die Tafel und die Zeichnung konzentrierte.

"Ihr mehr helfen? Mhhh da müsstest du sicherlich sie fragen. Du könntest natürlich auch etwas lernen, was ihr noch mehr helfen könnte... allerdings muss sie dem natürlich auch zustimmen. Du bist schliesslich kein dummes Mädchen, so meine Meinung. Du zeichnest gern? Wie gut machst du dich dabei? Tanzen passt vermutlich sehr gut zu ihren Interessen, aber helfen?" Er wog mit dem Kopf hin und her. Tanz war jetzt nicht das, was er als wichtige oder teure Kenntnisse ansah.

"Euch wird doch sicherlich auch das Lesen beigebracht?" meinte er weiterhin ruhig. "Da du nun nicht mehr alterst, stehen dir viel mehr Möglichkeiten offen, auch Wissen zu sammeln. Hast du etwas, was dich da besonders interessiert? Beispielsweise ... Medizin..oder den Handel...oder das Geldwesen. In diesen Gebieten könntest du nach einer guten Ausbildung der werten Avelina durchaus sehr nützlich sein. Es ist natürlich eben die Frage, ob sie es aus Angst um euch eher nicht will."

Er blickte sie prüfend an. "Ein Handwerk wäre eher nicht denkbar. Das ist fast ausschliesslich Männersache und somit undenkbar in menschlichen Massstäben. Bei Kainiten womöglich anders..aber..."

Er führte den Satz nicht fort. Tatsächlich machte er sich Gedanken, denn Benita schien doch mehr aus sich machen zu wollen, doch womöglich war die Vorsicht Avelinas da auch ein Hindernis.

"Vielleicht kann dir Luciano etwas beibringen?"

Er sah ihn lächelnd an, dieser wurde rot vor Scham. Zu viel der Aufmerksamkeit.

"Ihn scheinst du ja zu mögen."

Beim letzten Satz lag sein Blick wieder ruhig auf ihr und doch war er auch prüfend. Aber er zeichnete ja auch, vielleicht musste dies so sein. Dennoch. Man konnte nicht ganz das Gefühl los werden, dass da womöglich noch etwas versteckt lag. Eine kleine Enttäuschung, oder besser...eine Kenntnis ihrer Angst oder Abneigung ihm gegenüber... Aber manchmal interpretierte man in Blicke auch einfach viel zu viel hinein.

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Zeichnen auf Holztafeln mit Kohle: 3 Erfolge
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Avelina di Braida
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » Mi 13. Nov 2019, 13:53

„Süßes. Die Mäd... die Frauen mögen Süßes. Sie sind immer etwas wacklig, wenn sie Blut verlieren, aber nach einem Stück Kuchen oder etwas Honig geht es ihnen immer besser.“ antwortete sie schließlich höflich, hielt dann aber inne und senkte den Blick, „Aber... ich weiß natürlich, dass Süßes teuer ist. Vielleicht...“ man sah förmlich wie sich zarte Falten auf ihrer Stirn bildeten, dann schien ihr eine Idee zu kommen, „Oh, ich weiß etwas! Das ist natürlich sehr unwahrscheinlich, aber man soll nichts unversucht lassen. Falls euch bei euren Aufgaben in der Stadt, oder als Medicus irgendwann einmal ein Heimatloses Kind unterkommen sollte... ich meine... die Frauen sind inzwischen nicht mehr die jüngsten, sie haben erzählt, dass letztens ein Kind hier war... es schien ihnen zu gefallen. Sie selbst werden keine haben.“ diese Worte mochten darauf hindeuten, dass Benita nicht viel mit Kindern anfangen konnte. Zumal sie von ihr in einer Liste mit Süßem Gebäck aufgeführt wurden, als wären sie ein Handelsgut. Oder war es schlicht ihre Art zu versuchen ihrer Padrona zu helfen?

„Ihr solltet euch nicht solche Gedanken um mich machen. Ich... tue Dinge, die mich weiter bringen, die mir Spaß bereiten. Ich denke ich habe meine Talente. Und ja, ich kann lesen. Das ist eines der ersten Dinge die man in diesem Haus lernt. Neben der Musik. Die Padrona ist sehr auf die Gesundheit, sowohl die körperlich als auch die geistig bedacht, und sie sagt, dass der Geist nur dann gesund bleibt, wenn man ihn anstrengt. Außerdem will sie nicht, dass die Frauen diesem Hause überdrüssig werden, weswegen das Leben hier recht abwechslungsreich ist.“ sie kaute sich einen Moment auf der Unterlippe herum. Noch immer war ihr der junge Mönch ein wenig unheimlich, doch am besten ging man mit so etwas um, indem man ablenkte, oder? So fragte sie auch gleich, „Kennt ihr das Spiel 'Wer hat den Müller getötet?'. Unsere letzte Runde zog sich über vier Tage.“

Zweifelsohne konnte Galeno bemerken, dass sie redete um ihre Unsicherheit zu verbergen. Und nun glitt ihr Blick auch wieder zu Luciano und sie lächelte leicht, „Und ja, ich denke ich würde gerne von Luciano lernen.“
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Galeno » Do 21. Nov 2019, 12:24

Er griff an seine Seite, löste die Schnur eines Beutelchens, öffnete es und zählte, was sich darin befand. Er verschloss es wieder und warf es Luciano zu, der es fing und nickte. Es klimperte darin.
Galeno richtete sofort seine Aufmerksamkeit wieder Benita zu.

„Kinder? Im Zusammenhang mit Süssem klingt dies ein wenig befremdlich, findest du nicht? Gut, für unsereins sicher nicht...aber ihr seid Menschen und Ghule...ihr trinkt nicht von Kindern. Du sprichst aber beinahe so, als wäre das Kind so etwas, wie ein Apfel, oder Kuchenstück, welches man auf dem Markt erwerben kann. Das finde ich gerade sehr amüsant. Was würde dazu wohl deine Padrona sagen?
Wegen so etwas...frag sie lieber. Ich bin mir nicht sicher, ob sie es wertschätzt, wenn man ungefragt andere in ihr Haus bringt. Die Kleinen könnten schliesslich auch Spione von unsereins sein.“

Er blickte zu Luciano, dann wieder zu ihr. „Ich habe nichts dagegen, wenn ihr euch öfter treffen wollt. Allerdings...ich erwarte auch etwas von dir, Benita. Etwas, was nicht gegen deine Padrona geht, sondern ihr sogar hilft. Du bekommst am Ehesten mit, wenn sie Probleme hat. Teile es Luciano mit, wenn du denkst, sie hat welche und könnte dadurch in Gefahr schweben. Dann kann ich versuchen zu helfen. Würdest du dies tun? Für sie, für ihre Sicherheit.“

Er blickte sie intensiv an, aber mit einem freundlichen Lächeln begleitet.
„Und nein, ich kenne das Spiel nicht.“
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » Do 21. Nov 2019, 15:41

Benita blickte Galeno verständnislos an.
„Ich war eigentlich auch noch fast ein Kind, als Avelina mich ins Haus holte. Und nein, sie hat nie von mir getrunken damals. Mir ging es das erste mal in meinem Leben wirklich gut hier. Ich sehe also nicht wo das was schlechtes sein soll, ein Kind hier im Haus zu haben das sonst keinen Ort hat an den es bleiben kann. Oder danach zu fragen. Es ist ja nicht so, dass ich es auf den Festmahls-Tisch setzen will, zumal ich nicht glaube, dass die Padrona von ihm trinken würde. Ich selbst würde vielleicht keine gute Mutter abgeben, aber Sophia und die anderen Frauen auf jeden Fall. Und Avelina sucht sowieso Zuwachs für die Familie. Ich denke also sie würde dem zustimmen.“ dann runzelte sie sacht die Stirn und wurde nachdenklich, „Spione, hm? Ihr... solltet euch entscheiden, ob ich mich nun vor euch in Acht nehmen sollte, oder euch vertrauen sollte. Und sind Kinder überhaupt schon intelligent genug um Spione zu sein? Es ist ja nicht so, als würden wir es unbeaufsichtigt in der Stadt herumlaufen lassen. Das wäre gar nicht Rechtens.“

Sie schien tatsächlich ein wenig verwirrt über seine Worte und hob schließlich ein wenig die Schultern, bevor ihr Blick abermals zu Luciano wanderte. Dann nickte sie sacht.
„Ja, ich weiß sowieso, dass ich zu euch oder zu Arash gehen soll, wenn etwas ist. Naja, und... meistens informiert sie euch selbst. Wie... jetzt gerade zum Beispiel. Ich weiß, dass es einige Dinge gibt über die sie sich sorgt, ein paar dieser Sorgen hat sie mit mir geteilt. Und ich weiß, dass ihr davon wisst. Sie hat von Schatten gesprochen. Und ich weiß, dass sie etwas mit diesem gruseligen Keller zu tun haben. Sie sagt das Blut der Rosen sei in Gefahr in dieser Stadt. Vermutlich wegen der Schatten. Aber ihr kennt diesen Raum da unten ja selbst.“

Auf die Antwort nach dem Spiel machte sie eine wegwischende Geste. Im Vergleich zu all dem gesagten verblasste das Thema.
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Galeno » Do 21. Nov 2019, 16:46

"Ich treffe öfter Kinder auf der Strasse, die nur sich selbst haben. Sie haben gelernt zu überleben und sind schlau und frech. Weil sie unterschätzt werden, sind sie perfekt für das Herausfinden von Geheimnissen. Sie werden gern übersehen, nicht beachtet.
Ohne Absprache mit deiner Herrin werde ich keine von ihnen hier her bringen und auch Luciano nicht. Aber ich kann mit ihr darüber sprechen. Vorerst muss also Süsses vom Markt reichen."

Beim letzten Satz lächelte er wieder.
Er zeigte ihr dann die Zeichnung, die er von ihr auf Holz gebannt hatte. Solide Arbeit.
"Beides.. Benita... du solltest wissen, dass ich dir und deiner Padrona nicht ein Haar krümme. Wir sind Verbündete. Darauf solltest du vertrauen.
Doch mangelt der Respekt, werd ich nicht zögern, ihn einzufordern. Auch darauf kannst du vertrauen.

Anderen Kainiten solltest du kein Vertrauen schenken. Und vor allem nicht jenen, die dem Tier verfallen sind. Wer sein Tier nach Aussen trägt, kümmert sich meist sehr selten um Diener, vor allem nicht, wenn Hunger, Wut oder Angst ihn beherrschen.

Ich weiss, du hast Angst vor mir, oder...nennen wir es...eine gehörige Portion Zweifel, Unbehagen...vielleicht ändert sich dies irgendwann, vielleicht nicht. Mir ist es egal.
Du sollst nur wissen, dass ich dir nichts Schlechtes will."

Er sprach ruhig und besonnen, mit dem lieblichen Klang seiner Stimme und auch etwas Melancholie darin mitschwingend.

"Hmm.. nun, wenn etwas sein sollte, gib mir bescheid. Ich sollte mich mit ihr vielleicht auch öfter treffen. Ich weiss so manches nicht, fühle mich hin und wieder auch ausgeschlossen. Aber dies kann auch nur ein Gefühl sein....und sie sind trügerisch."

Er betrachtete Benita und seufzte dann.
"Wir sollten aufhören, denke ich. Auch unsereins wird müde..."
Und tatsächlich wirkte er etwas fertiger, als noch zu Beginn. Vielleicht aber auch, weil die Kohle, die er versehentlich im Gesicht verschmiert hatte, die Ringe um seine Augen noch betonte.
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » Do 21. Nov 2019, 17:09

Sie dachte nach und nickte schließlich. Sie selbst mag noch fast ein Kind gewesen sein damals, aber sie war mutig... und unauffällig... und geschickt... Dennoch schienen ihr die Zweifel Galenos seltsam. Ein Kind würde in diesem Haus so wohlbehütet, dass es kaum die so wichtigen Geheimnisse weiter geben konnte, die es hier gab. Und... so viele waren das ja auch gar nicht.
So hob sie sacht die Schultern und erwiderte brav, „Ich weiß nur, dass die Padrona nach Zuwachs für die Familie sucht.“ etwas leiser und fast trübsinnig fügte sie hinzu, „Die... Frauen werden älter. Avelina möchte sie schonen, da sie ihr so lange gedient haben.“

Ihr Blick ging zu der Holztafel und die Augen weiteten sich ein wenig.
„Herr... könnt ihr... bitte lasst das niemanden sehen. Es darf niemand wissen wer ich bin oder wie ich aussehe... Aber... es ist... ihr seid sehr talentiert.“
Sie stammelte an dieser Stelle ein wenig. Man sah ihr deutlich an, dass sie überrascht und fasziniert war von der Kunstfertigkeit des ehemaligen Mönches, aber da war auch leichte Panik. Sie war wohl wirklich jemand, der lieber im Hintergrund blieb.
„Oh und...“ sie klang noch immer nicht viel sicherer, „Ihr... solltet nicht so streng sein. Ich weiß, dass Avelina großen Wert auf Etikette legt. Aber Respekt hat nicht immer nur mit Worten zu tun. Ich habe großen Respekt vor euch, aber ich bin nicht am Hof aufgewachsen. Ihr habt meinen Respekt auch ohne, dass ich euch....“ sie verstummte und blickte zu Boden, „Verzeiht Herr, ich gebe mir Mühe.“

Einen Moment lang kaute sie sich auf der Unterlippe herum, bevor sie doch noch einmal das Wort an Galeno richtete.
„Sie ist in Sorge. Viele Dinge gehen dort draußen in der Stadt vor sich, die beängstigend sind. Sie hat sich in der letzten Zeit sehr zurück gezogen und spricht öfter davon, dass sie darüber nachdenkt nach Varese, oder gleich in ihre ursprüngliche Heimat zurück zu kehren. Ich denke nicht, dass sie euch ausschließt. Sie ist nur... vorsichtig. Wegen dem Mann der von der Menge zerrissen wurde... wegen diesem Haus... wegen den Schatten... wegen dem was Amalia gemacht hat...“

Sie erhob sich und verneigte sich noch einmal vor Galeno, „Braucht ihr noch etwas, bevor ihr euch zur Ruhe begebt, Herr?“
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Galeno » Do 21. Nov 2019, 17:23

"Man kann auch Kinder binden...ich nenne selbst ein paar mein Eigen. Ähnlich, wie es bei dir der Fall ist und doch anders. Sie altern und sind doch sehr dazu geneigt ihre Informationen zu übermitteln...wie auch immer sie es bewerkstelligen. Ihnen fällt etwas ein....oder ihrem Meister."

Er nickte dann und hielt ihr die Holztafel mit ihrem Bild hin.
"Behalte es."

Luciano räumte derweil etwas zusammen, versuchte es leise, doch manches klirrte und klapperte, wenn es in Berührung untereinander kam.

"Ich sollte sie dennoch daran erinnern, dass sie Verbündete, Freunde hier hat. Aber ja, in die Heimat zurück..vielleicht wäre dies gesünder für euch. Vor allem, wenn es in der Heimat nichts zu befürchten gibt, wie unerfüllte Erwartungen vielleicht."

Er blickte kurz zur Tür. "Eine Möglichkeit, die nicht jeder besitzt."

Dann schüttelte er sacht mit dem Kopf. "Nein. Ich benötige nichts weiter."
Er hatte aber auch nie viel benötigt oder besessen...Ruhe konnte er überall finden.
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Re: [1031] Ein Haus voller Weibsbilder [Galeno, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » Di 3. Dez 2019, 12:26

Sie äußerte sich nicht weiter zu den Kindern. Sie konnte wenn sie ehrlich war wenig mit ihnen anfangen, sie wusste allerdings auch nicht wie sie es finden sollte, dass er sie offenbar an sich band. Es schien ihr falsch, und sie war sich recht sicher Avelina würde dies nicht begrüßen. So hielt sie es für besser dies unkommentiert zu lassen.

Überrascht weitete sie ein wenig die Augen, als er ihr das Bild entgegen streckte.
„D...Danke, Herr...“
Schließlich nickte sie ergeben zu seinen Worten, „Wie ich sagte, sie hält große Stücke auf euch. Ich denke nicht, dass sie in Frage stellt, dass sie Verbündete und Freunde hier hat. Es ist nur... nun... wohl ziemlich beängstigend, was in der letzten Zeit in der Stadt geschieht.“
Sie hob sacht die Schultern, und hielt ihm schließlich die Tür auf. Einen Moment blickte sie ihm und Luciano nachdenklich hinterher, bevor sie wieder nervös auf die Rückkehr der Padrona wartete.

Bild

Zusammenfassung:
Galeno und Luciano verweilen als Gäste in der Villa di Fiori, während die Padrona des Hauses in Nervi zu Gast bei Alain ist. Es kommt zu einem ausgedehnteren Gespräch zwischen Galeno und Benita, die dazu angehalten ist sich in der Nacht um die Gäste zu kümmern. Schließlich steht sie Galeno auch Model, der die Nacht mit künstlerischen Übungen verbringt.
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