[1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Avelina di Braida
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » Di 15. Okt 2019, 17:23

Sie nickte leicht auf seine Worte hin, „Es gibt... Gerüchte, ja. Wer so etwas im Sinne haben könnte. Oder besser gesagt... Schlussfolgerungen. Wie ich hörte spitzt sich die Situation zu. Broglio soll gefährlich sein, und auch in Ravecca und womöglich bereits in Mascharana sollte man sich vorsehen. Man traut sich kaum noch auf die Straße, aber unsereins muss sich nähren. Selbst ich kann mich nicht dauernd an meine Mädchen halten, sie brauchen Erholung. Ich will, dass sie gesund bleiben.“

Sie seufzte leise, „Wenn es irgendetwas gibt, das ich tun kann um zu helfen, so sprecht frei heraus. Seinen Tod für uns nutzen? Wie soll das gehen? Den Leuten weis machen, sie hätten bereits bekommen, was sie suchen? Alain – so viel muss man ihm lassen – hat eine mutige und geschickte Rede gehalten auf jener Feierlichkeit. Sie sorgte zunächst dafür, dass das ganze sich relativ friedlich auflöste, aber der Same ist gepflanzt im Kopf der Sterblichen.“

Sie runzelte die Stirn, dann schlich sich allmählich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen, „Es sei denn... es sei denn natürlich man könnte die Aufmerksamkeit des Mobs auf einen anderen Ort richten...“
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Arash » Fr 18. Okt 2019, 20:50

Auf Arash Gesicht breitete sich ein Raubtiergrinsen aus. "Genau. Entweder Broglio oder gleich die Melissiden. Das Problem dürfte beim letzten nur sein, dass niemand genau weiß wer alles dazu gehört." knurrte er. Dann wich das Grinsen einem Lächeln. Viel milder, beinahe menschlich. "Nun würde ich aber gerne dazu kommen, weswegen ich euch eigentlich herbringen wollte." er leckte sich über die Lippen und blinzelte träge. "Hier."

Mit diesen Worte bog der Gangrel die äste des großen Buches zur Seite, so dass dahinter eine Lichtung sichtbar wurde in dessen Mitte ein großer Rosenbusch wuchs. War dies wirklich der kleine Sprößling den er einst erhalten hatte? Das war schwer zu sagen. Viel Ähnlichkeiten hatte die Pflanze nicht mehr mit dem damaligen Gewächs. Andererseits beschien der Mond die vollen Roten Blüten und das satte Grün kündigten davon das die Pflanze viel Sonne und ausreichend Wasser bekommen hatte. Die Dornen blitzten im fahlen silbrigen Licht. Gefahr und Schönheit vereint. Wie ein Kainit...wie die Toreador selbst. "Ihr sagtet ich sollte gut darauf achten...das tat ich." schnurrte er.
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » So 20. Okt 2019, 18:48

Sie senkte den Blick und nickte sacht.
„Ich hörte von ihnen. Und bekam mit, dass man glaubt sie sind der Auslöser. Die Frage bleibt jedoch, ob sie dies in Eigenregime tun, was kaum zu erwarten ist, oder? Ich meine... wenn sie überleben wollen, sind sie auf uns angewiesen, nicht wahr? Also bleibt zu vermuten, dass einer der Unsrigen dahinter steckt, oder nicht?“

Es ging ihr noch einiges durch den Kopf, was sie in diesem Zusammenhang gerne angesprochen hätte, doch sie ließ es für den Moment fallen, da Arash das Thema wechselte.
Mit leichter Irritation blickte sie zu der Lichtung, nachdem der Gangrel an den Ästen des Busches zog um die Sicht frei zu geben. Sofort entdeckte sie den Strauch der dort wuchs und ihre Augen wurden etwas größer.
In fast ehrfürchtigem Staunen schritt sie langsam auf jene Pflanze zu. Dort angekommen ging sie in die Hocke, und strich zärtlich mit den Fingerspitzen über die Blütenblätter.

„Sie... ist wunderschön.“ flüsterte sie leise und schien wahrlich abgelenkt für den Moment. Es dauerte eine Weile bis den Blick wieder auf Arash richtete, der ihr gefolgt war.
„Wie habt ihr... ich meine... in dieser Wildnis...“ wieder wanderte ihre Aufmerksamkeit zu der Pflanze, „Ihr.... habt sie beschützt.“

Die Worte waren gen Ende fast geflüstert. Es lag mehr in ihrer Stimme, als die bloße Bewunderung eines Strauches. Als läge etwas zwischen den Zeilen. Mit einem Lächeln sah sie wieder zu dem Gangrel, sprang plötzlich auf und lehnte sich zu ihm, um ihm überraschend einen Kuss auf die Wange zu hauchen. Ein Strahlen lag auf ihren Zügen. Ja, er schien eine Rose für den Moment sehr glücklich gemacht zu haben. Eine Lebendigkeit zeigte sich auf ihren Zügen, die ach so untypisch für ein Kainskind war... aber womöglich auch so typisch für ihr Clansblut, das die Nähe zu den Sterblichen zelebrierte.
Ohne dieses Lächeln zu verlieren sah sie ihn weiter direkt an. Zuvor war sie diesem direkten Blickkontakt wohl des öfteren ausgewichen, doch nun lag etwas suchendes in ihren Augen, Faszination, und vielleicht eine verborgene Frage. Sie wusste er hatte von ihrem Blut gekostet... war es alleine das? Und warum hatte er dies in erster Linie getan?
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Arash » Fr 25. Okt 2019, 23:21

Arash folgte der Toreador. Lies die Melissiden vorerst ruhen. Das war ein Thema für eine andere Nacht. Eine der Nächte die folgen würden. Gespannt beobachtete er sie, während sie sich an dem Rosenbusch ergötzte der auf der Lichtung gewachsen war, wo er ihn vor so vielen Jahren eingepflanzt hatte, nachdem sie ihm diesen an dem Steinkreis geschenkt hatte.

Seine Ohren zuckten, als sie Worte flüsterte aber antwortete nicht sofort. Er wollte diesen Moment nicht zerstören. So blieb er vorerst neben ihr stehen und ein beständiges Schnurren ging von ihr aus. Plötzlich sprang sie auf und küsste ihn, ein erhebender Moment, auch wenn es wieder nur ein Blitzen dessen war was er sich wünschte. Etwas das er mehr wollte, als alles andere...aber ihm war in diesem Moment auch klar, dass er nicht mehr bekommen würde.

Als ihr Blick den seinen traf konnte sie die Wildheit in diesem Blick lesen. Das Tier lag dicht unter der Oberfläche aber es scheint nicht aggressiv, nicht jetzt, nicht auf sie. Dieser intensive Blick aus den grünen Augen in dem man sich verlieren kann. Faszinierende Seen, undurchdringlich und doch leicht zu lesen...oder doch nicht? Zu tief, zu unergründlich erscheint die Seele des Gangrels...ein tiefes Verständnis des Ungeheuers, welches jedem Kainiten innewohnt ist zu sehen...aber auch Abgründe so tief wie der Ozean.

"Die Pflanze war stark. Genau wie du. Sie hatte genug Licht und genug sich dem Unkraut gegenüber durchzusetzen. Die Dornen haben sie vor Tieren beschützt." ein Grinsen überzog sein Gesicht. "Diese Wildnis ist Genua und diese Rose das bist du...du wirst genauso erblühen, wenn ich dich beschütze. Wenn du mich lässt." raunte er. Dabei näherte er sich Avelina, ohne sie aber zu berühren. Sog ihren Duft ein, der hier draußen ein anderer war, als in ihrem Garten. Urtümlicher, harziger, vieles war sicher den Gerüchen des Waldes geschuldet, aber er genoss diese Nähe sehr. Blickte ihr dabei tief in die Augen. Fragend, hoffend.
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » Di 29. Okt 2019, 16:39

Ihre Augen wurden etwas größer bei seinen Worten. Sie waren so... untypisch für ein Kainskind. Immer wieder hatte sie gelernt, dass keinem von ihnen zu trauen sei. Ebenso wie sie gelernt hatte, dass man das Tier in seine Schranken weisen musste. Und nun stand Arash vor ihr, der alles andere als unehrlich wirkte. Der ein Band zu ihr hatte und sie deswegen vermutlich gar nicht anlügen wollte. Ausgerechnet er, dessen Tier immer kurz unter der Oberfläche zu lauern schien.

Er wollte sie beschützen? Ein Kainit der einen anderen beschützte? Kainiten für die es nicht einmal Freundschaft gab? Oh, sie hatte es glauben wollen, damals bei Amalia. Und dann hatte sie sie verraten. Aber Arash war so anders als Amalia. Und er schien aufrichtig, hatte sie nicht einmal mit dem Zorn angeblitzt, der bei der Salubri des öfteren an die Oberfläche trat.
Oder war es auch nur dem Band geschuldet? Würde er diese Gedanken nicht hegen, wenn er nicht ihr Blut getrunken hätte?
Um die Unsicherheit in ihrem Blick zu verbergen hatte sie sich dem Rosenstrauch zugewandt, als könne sie in ihm die Antworten finden, die sie suchte. Und so verging eine Weile, in der die Laute des nächtlichen Waldes anzuschwellen schienen, während sie schwieg.

Doch schließlich löste sie sich vom Anblick der Rosen und sah wieder zu Arash. Es brauchte für den Moment keine Worte, es war alles in ihren Augen zu lesen. Stattdessen schmiegte sie sich schweigend an ihn, legte die Wange an seine Schulter und schlang die Arme um seine Hüften. Es war ein eigenartiges Gefühl... keine Wärme, keine Lebendigkeit, wie sie sie spürte, wenn sie Benita in den Armen hielt. Und doch hatte Arashs Gegenwart etwas seltsam beruhigendes.

Sie wusste nicht wie lange sie hier stand, es gab ja nicht mal das stetige Pochen des Herzens, an dem sie hätte festmachen können, wie viel Zeit verstrich. Doch sie schien sich nicht lösen zu wollen.
„Manchmal weiß ich nicht, ob ich so stark bin... stark genug für diese Stadt...“ wisperte sie leise, und hob schließlich doch ein wenig den Kopf an um ihm wieder in die Augen zu sehen, jedoch ohne sich von ihm zu lösen. Ein leichtes Nicken war die Antwort auf seine Frage.
„Ich vertraue dir... auch wenn mir beigebracht wurde keinem der unsrigen zu vertrauen. Du bist anders als sie. Und ich hoffe es nicht nur mein Blut, das aus dir spricht.“ tatsächlich spiegelte sich Sorge in ihrem Blick, bei diesen Worten, „Ich... hätte dich davon abhalten sollen von mir zu trinken... es tut mir leid.“
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Arash » So 3. Nov 2019, 15:40

Überrascht spannte der Gangrel sich an, als die Toreador sich an ihn schmiegte. Das was er wollte erfüllte sich in diesem Moment. Er schloss genießerisch die Augen und atmete den Duft Avelinas ein, auch wenn sie keinen Eigengeruch mehr hatte, wie alle Toten. Er genoss ihre Nähe einfach und legte vorsichtig die Arme um den Körper der Frau, die sich an ihn lehnte. Strich über ihr Haar, den Rücken hinab bis seine Hände ihre Hüfte erreichten. Dort verharrten sie.

So hielt er sie lange. Wie lange wusste er nicht. Sie hatte die Wange an seine Schulter gelegt. und blieb still stehen. Es gab keinen Herzschlag, kein Atem an dem man dies hätte messen können. Für ihn verschwamm sogar die Umgebung des Waldes in dem er sich so wohl fühlte. Er nahm kein Rascheln mehr war. Kein Windstoß mehr in den Blättern. Seine Welt hatte sich vollkommen auf diesen Körper in seinen Armen verkleinert.

Als sie sprach suchte sein Blick den ihren. Leicht vernebelt schien dieser zu sein. Vielleicht durch das Blut, welches er getrunken hatte. Aber vielleicht auch ein wirkliches Gefühl, welches sich gebildet hatte unabhängig davon. "Wir sind nur so stark, wie wir uns selbst halten. Stärke liegt nicht allein im Körper oder im Einfluss. Stärke liegt in Überzeugung und Willenskraft zu erreichen, was man möchte. In eurer Überzeugung die Herde zu schützen und zu kultivieren, bist du die Stärkste Kainitin, die ich je kennen lernen durfte." antwortete er leise und immer noch gefangen in ihrem Blick. Schließlich schloss er sie, als sie wieder das Trinken ihres Blutes vorbrachte. "Und was hättest du tun können? Du hast das Tier so nah an dich heran geholt, dass du nicht mehr hättest fliehen können. Ich hätte dich so oder so gefangen." ein leises zufriedenes Schnurren untermalte seine Worte. "Aber...ich bereue es nicht...tu du es auch nicht."
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » So 10. Nov 2019, 10:25

Tatsächlich hatte die Nähe des Gangrels etwas beruhigendes. Natürlich wusste der Verstand, dass er auch einer der ihrigen war. Und somit eine stete Gefahr. Und dennoch... der Wald schien weniger finster, fremd und bedrohlich, so lange er hier war. Und so ließ sie die Berührungen auch zu, den Moment der Stille genießend. Ein selten friedlicher Moment, in dem diese verfluchte Stadt und ihre nächtlichen Bewohner einmal nicht von Belang waren.

Als er ihr wenig später, nachdem sie sich von seiner Schulter gelöst hatte, auch wieder in die Augen sah, lauschte sie aufmerksam und schwieg abermals eine Weile.
„Bereuen?“ nachdenklich war ihr Blick, und sie schüttelte schließlich sacht den Kopf, „Es bedeutet mir viel, dass du mich schützen willst. Ich wünschte nur ich wüsste, ob dies auch ohne das Band der Fall wäre.“ dann schmunzelte sie leicht mit einem schelmischen Funkeln in den Augen, „Ich habe allerdings nicht gesagt, dass es mir nicht gefallen hätte.“ diese Worte selbst gesprochen, senkte sie schlagartig verlegen den Blick und biss sich auf die Unterlippe. Ja, er war fremd, faszinierend. Seine Nähe hatte etwas beruhigendes, wenigstens die meiste Zeit. Und... nun, sie hatte seit ihrer Wandlung nicht mehr die Ekstase gespürt, die der Kuss brachte. Aber da war noch etwas anderes... jemand anderes...

Für einen Moment wirkte sie abwesend, verloren in den eigenen Gedanken, offensichtlich ein weitreichendes, inneres Zwiegespräch führend, aus dem sie erst nach einer Weile, blinzelnd und ein wenig desorientiert wirkend, wieder in der Gegenwart zu erwachen schien.
„Nun... scheinbar bin ich nicht so stark, wenn du glaubst mich einfach so fangen zu können.“ wieder mischte sich das schelmische Funkeln in ihren Blick, fast eine Herausforderung, „Aber selbst wenn ich nicht stark bin, vielleicht bin ich schneller als du?“
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Arash » So 10. Nov 2019, 17:13

Der Kopf des Gangrels legte sich schief. "Wo wäre der Unterschied? Das Ergebnis wäre dasselbe." Er betrachtete die Gestalt der Toreador vor sich noch einmal genauer. Die schlanke Silhouette im Mondlicht, die leuchtenden Augen, die langen Haare, das kunstvolle Kleid, welches ihren Körper umschmeichelte. Er leckte sich über die Lippen. Seine Gedanken schweiften zurück zu der Nacht im Garten. Als er das köstliche Blut gekostet hatte. Ihr Blut war nicht so dick wie das von Brimir oder Aurore aber trotzdem war es wunderbar. "Wir können das wiederholen." schnurrte er leise. Es hatte ihr gefallen! Den Kopf hatte er sich darüber zerbrochen, ob sie nun in Angst vor ihm lebte, aber das sie hier war und ihn so nah an ihn heran lies bewies das Gegenteil oder? War es wirklich das Band, was ihn das denken lies? Er war sich unsicher. Es war egal. Sie war hier das zählte.

Ihre weiteren Worte waren wie ein Schlüssel der eine Tür in seinem Inneren öffnete. Sie tat es erneut und er folgte dem Ruf bereitwillig. Seine Zunge fuhr über seine Lippen. Kurz schlug er die Augen nieder und als er sie wieder öffnete blickte nicht mehr nur Arash der Toreador entgegen, sondern noch etwas anderes. Das Tier war weiter in den Vordergrund getreten. In den sonst so ruhigen grünen Augen lag die Lust der Jagd. Die Gier nach Beute. Nach dem Laufen, dem Hetzen...der Jagd.

Die Haltung, war sie eben noch halb aufrecht veränderte sich. Wurde geduckter gedrungener. Er trat einen Schritt zurück. Auf seinem Gesicht erschien ein raubtierhaftes Grinsen. "Wenn du das glaubst...schneller zu sein..." wieder leckte er über die Lippen und begann Avelina zu umkreisen. "Wenn du das glaubst...dann lauf...wir werden es sehen." ein Knurren hatte sich in seine Stimme gemischt. Hatte das Schnurren verdrängt. Vorfreude war in sie getreten. Jetzt war es eine Jagd...
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Avelina di Braida » So 10. Nov 2019, 18:29

Ihre Brauen zogen sich zusammen und sie neigte den Kopf zur Seite.
„Das Ergebnis wäre vielleicht das selbe, aber es geht mir um den Grund warum du es tust. Andererseits... habe ich dich nicht gezwungen mir den Kuss zu geben.“ sie schmunzelte sacht, und ihre Augen wurden größer, als er davon sprach es zu wiederholen. Es war ja wirklich nicht so, dass es unangenehm gewesen wäre. Und auch ihr Tier schien innerlich ein wenig zu feiern, ob der Aussicht auf eine Jagd, selbst wenn sie dabei die Gejagte war... es war ein Spiel. Ein Kräfte messen. Oder nicht?

Weiterhin mit geweiteten Augen beobachtete sie die Veränderung in seinem Wesen. Wie sein Clansblut sich in den Vordergrund drängte. Und ja, vielleicht machte es ihr sogar ein wenig Angst. Konnte er unterscheiden zwischen Spiel und Ernst? Doch jetzt einen Rückzieher zu machen war wohl keine Option. Aber womöglich hatte sie den Mund zu voll genommen? Sie hatte viel gelernt in den letzten Jahren. Und sie wusste um die Gaben, die ihrem Blut inne wohnten. Wenngleich sie noch vergleichsweise jung war und ihre Kräfte schwach... Sie war schneller als ein Mensch, konnte sicher viel schneller sein, wenn sie es nur wollte. Mit einer raschen Bewegung griff sie nach dem Rock ihres Kleides und zerriss die Seide um ihr mehr Beinfreiheit zu geben. Fast im gleichen Moment wirbelte sie herum und rannte in die Dunkelheit des Waldes, die Sinne geschärft um sich wenigstens halbwegs orientieren zu können und nicht über die nächste Wurzel zu stolpern.

Es dauerte einen Moment, bis ihr Clansblut sich durchsetzte. Tatsächlich schaffte sie es eine ordentliche Strecke zurück zu legen, tatsächlich war sie wohl schneller als ein normaler Sterblicher, und doch... es musste noch schneller gehen. Trotzig strengte sie sich an, versuchte sich innerlich weiter anzutreiben, wobei ihr kleine Äste über den Körper peitschten, als sie an ihnen vorbei rannte, und sie das ein oder andere Mal an Geschwindigkeit einbüßte, wenn der Waldboden doch zu uneben wurde und sie leicht ins Stolpern geriet... und sie war sich sicher er war dicht hinter ihr. Sie war zu langsam.
Sie versuchte Haken zu schlagen um ihn vielleicht auf eine falsche Fährte zu locken. Aber wusste sie nicht sowieso, dass dieses Rennen von vorne herein verloren war? Dies war sein Wald. Er kannte sicher jeden Meter. Und er war ein Raubtier... sie eine Rose.

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RPBotBOTheute um 18:15 Uhr
@? Avelina (Mona) rolled 21. (5 + 4 + 7 + 5 = 21)
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Re: [1031] Blut und Rosen [Arash, Avelina]

Beitrag von Arash » So 10. Nov 2019, 22:28

Arash beobachtete die Regungen im Gesicht der Rose. Befriedigung machte sich in ihm breit, als er die geweiteten Augen sah. Ja. Die Beute hatte verstanden. Vor ihm stand nicht mehr Avelina. Nicht die, deren Blut er getrunken hatte. Ihre Gesichtszüge verschwammen vor seinen Augen. Nur die Augen blieben deutlich. Beute! Wieder leckte er sich genüsslich über die Lippen. Er würde diese Jagd genießen.

Das Reißen des Stoffs und ihr herumwirbeln waren der Startschuss. Ein Knurren entrang sich seiner Kehle. Sie war schneller als er erwartet hatte. Trotzdem schoss sein untoter Körper der Toreador hinterher. Sie rannte geradeaus, was ihr zwar anfangs einen Vorteil in der Geschwindigkeit gab, es einem Jäger aber viel zu leicht machte. Das war keine Herausforderung. Das war langweilig. Das Tier heulte vor Enttäuschung. Das Knurren aus seiner Kehle nahm zu. Er hätte sie jederzeit einholen können. Aber er ließ sich Zeit.

Fast erreichte er ihr langes wehendes Haar. Konnte ihr Kleid greifen, aber dann schlug sie einen Haken. Er grinste, während er einige Schritte weiterlief, bevor er ihrem plötzlichen Richtungswechsel folgen konnte. Nun lief er schräg hinter ihr zwischen den Bäumen hindurch. Die Äste und Dornen interessierten ihn nicht. Sie kratzten seine Haut nicht einmal an. Auch seine Kleidung war im Gegensatz zu der, der Toreador für diese Umgebung gemacht. Das Leder würde zwar Kratzer abbekommen, aber keinen wirklichen Schaden. Selbst wenn er sie in der Dunkelheit nur schwer sehen konnte. Er konnte ihre Schritte hören. Sie trat nicht so leise auf wie er. Das Tier in ihm jubilierte. Die Jagd wurde interessanter. Wieder schoss er auf die Toreador zu. Diesmal verfehlte er sie knapp. Absichtlich. Aber seine Hand streifte ihr Kleid. Die Berührung würde sie gespürt haben. Es war knapp gewesen. Diesmal. Wieder ein Haken.

Sie war wie ein Hase. Unschuldig und doch nur Beute. Wieder folgte er ihrem Richtungswechsel etwas später. Sie konnte ihm nicht entkommen. Diesmal kam er noch näher an sie heran und knurrte dicht hinter ihr, laut genug, um sie einen weiteren Haken schlagen zu lassen. Nur das er diesen diesmal vorhergesehen hatte. Das Tier jaulte vor Begeisterung, als sich sein Körper reckte und er sie endgültig ansprang. Die Jagd beendete.

Sein sehniger Körper traf die Toreador im vollen Lauf und hätte ihr beim Aufprall sicher die Luft aus den Lungen herausgedrückt, wenn sie noch hätte atmen müssen. Dumpf schlagen beide Körper auf dem Boden auf und rollen herum. Er selbst kontrolliert es soweit, dass sie auf dem Rücken zum liegen kommt und er auf ihr. Mit gefletschten Zähnen knurrt er sie an. „Der Grund ist übrigens das ich dich mag. Und das mit und ohne Band. Ich hätte dich nicht gebissen, wenn ich dich nicht mögen würde. Dann hätte ich deine Kehle zerfetzt.“ Mit diesen geknurrten Worten lies er die Fangzähne verschwinden und leckte der Toreador nur über die Nasenspitze. Ein schelmisches Grinsen erschien auf seinen Gesichtszügen. Das Tier war noch da. Deutlich in den Augen zu lesen. Aber nicht mehr so vordergründig. „Habe dich.“ Schnurrte er.

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RPBotBOTheute um 18:16 Uhr
@:wolf:Arash (Daniel) rolled 34. (5 + 3 + 7 + 6 + 3 + 10 = 34)
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