[1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Nicolo Trevisan
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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Nicolo Trevisan » Di 22. Okt 2019, 14:41

Nicolo schaute die Dienerin an, sah die Vorfreude darin und nahm sanft den Arm in seine Hände. Während er seine Fänge in dem Arm vergrub, strich er zärtlich fast liebkosend über ihre Hand und Arm.
Er nahm jedoch nur wenig Blut, so dass sie es gut verkraften konnte und entsprechend schnell war es für die Dienerin vorbei.

So gesättigt wandte er sich nickend Alain zu:
"Dieser Gebrauch beim Empfang durch eure Wohlwerte Schwester ist in der Tat, sehr ungewöhnlich," so wie Nicolo es betonte, klang es nach mehr als nur ungewöhnlich, und man konnte aus seiner sonst zu ruhigen Stimme fast etwas wie Zorn lesen. Kurz hatte er zur Harpyie rübergeschaut, während er sprach. Aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt dies anzusprechen. Auch hatte er ihren warmen Blick bemerkt, dem er in ebensolcher Freundlichkeit begegnete, vielleicht also gab sich später dazu noch eine Möglichkeit.


Schließlich wandte er sich an Alexandre:
"Mich führten einige Handelsreisen als Sterblicher nach Aquitanien, dort traf ich jedoch auch manches Mal auf Handelsreisende aus den nördlicheren Herzogtümen."
Als Alexandre ins fränkische verfiel, noch dazu mit diesem starken Dialekt, sah man, dass Nicolo Schwierigkeiten hatte zu folgen.
Nachdem der Ventrue geendet hatte, setzte Nicolo zu einem gebrochenen Fränkisch, mit starkem Akzent, an:
"Ich hatte zu wenig Gelegenheit das Fränkische zu lernen", und wechselte dann in eine dem fränkischen Verwandte Sprache, in welchem seine Worte im Gegensatz zu den holprigen Fränkischen vorher, nahezu melodiös klang:
"Das okzitanische beherrsche ich dagegen fließend wie meine Muttersprache."

Da er wusste, dass nicht alle Anwesenden diese Sprache beherrschten, wechselte er ins italienische zurück:
"Welche Erfahrungen habt Ihr denn bisher bei Eurer Einreise nach Genua gemacht, werter Alexandre?
Und an Anastasia gewandt," Ich bin mir nicht sicher, aber es scheint für Euren Clan etwas andere Gebräuche hier in Genua zu geben. "

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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Anastasia » Do 24. Okt 2019, 20:46

Anastasia nickt, doch als sich die Herren in einer fremden Sprache zu unterhalten beginnen, zieht sie sich mit dem ihr zugeteiltem Mann etwas zurück, zufällig steht sie dann direkt neben der Harpye, als sie das Handgelenk des Mannes öffnet....

Nur ein guter Beobachter, der darauf achtet bemerkt, dass der Arm des Mannes zur Harpye fällt, und dann wieder zurück zur Anastasia, die ihn verschließt.*

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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Alain le Beau » Di 29. Okt 2019, 15:03

Wenn Alain dies mitbekommt, so lässt er es sich nicht anmerken. Stattdessen neigt er den Kopf. "Ich entstamme der schönen Bretagne, bin also dem Frankenland benachbart. Doch dessen Sprache beherrsche ich kaum. Komzit Brezhoneg ganin, das beherrsche ich meisterlich."

Er reibt sich das Kinn. "Was den Rest der Bräuche Genuas angeht, so habe ich ebenfalls eine Weile gebraucht, um mich zurechtzufinden. Dieser Mondsenat etwa. Auch wenn es in letzter Zeit darum recht still geworden ist. Oder die Liktoren. Sie können fähige Hände gebrauchen." Ein leises Schnauben. "Denn sie haben derzeit eine Menge zu tun."
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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Sousanna » So 3. Nov 2019, 15:11

Ein leises Schmunzeln huschte über die schönen Züge der Harpyie, über die Geste der kleinen Verborgenen. Auch sie schien wenig von den Worten der fremden Worte zu verstehen und schien sich bedeutend lieber damit zu beschäftigen, den Unterarm des Mannes zu liebkosen und ihr eigenes, kleines Spielchen zu spielen, als die schrecklich ernsten Worte der Söhne des Kains zu verfolgen.
Ob sie nun wirklich nichts davon verstand oder sich lieber darin übte, den Männern das Gefühl zu geben, sie seien die einzigen, die besten Konversatoren dieser Stadt, stand in den Sternen. Dennoch warf sie ihnen ab und an Blicke zu, die ebenso gut Zeichen einer Gunst sein konnten. Natürlich bis auf den König, der in den Augen der Byzantinerin schlicht nicht mehr zu existieren schien.
Ach! es sey die letzte meiner Thräne,
Die dem lieben Griechenlande rann,
Lasst, o Parzen, lasst die Schere tönen,
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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Nicolo Trevisan » Mo 4. Nov 2019, 22:42

Nicolò wandte sich interessiert Alain zu:
"Wie meint Ihr das, werter Alain? Alle Aufgaben der Liktoren kenne ich wohl nicht, doch war ich davon ausgegangen, dass ihre vornehmliche Aufgabe in der Wahrung der Stille läge? So wie Ihr es andeutet, scheint es hier jedoch Mißstände zu geben, oder bezieht Ihr Euch auf andere ihrer Aufgaben?"

Dann rieb er nachdenklich seinen Bart: "Auch lassen Eure Worte erahnen, dass der Mondsenat mehr als nur die Prinzessin berät. Natürlich wird von den Herolde...," kurz geriet Nicolò ins stocken, aber er fing sich recht schnell wieder,
"der Heroldin bei der Einreise bereits mitgeteilt, dass der Mondsenat zunächst über das Gastrecht entscheidet, aber es klingt so, als würde er über die Beratung und der Entscheidung des Gastrechtes hinaus weitere Befugnisse haben. Bitte, Wohlwerte Sousanna und werter Alain, erzählt uns doch mehr über beide Bräuche, die in anderen Domänen augenscheinlich anders gehandhabt werden - nicht dass wir sonst irgendwelchen Missverständnissen auflägen?"

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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Alain le Beau » Di 5. Nov 2019, 08:33

"Nun...", sagt Alain langsam, während sein Blick über die Gesichter wandert. "Es gibt eine Gruppe von Sterblichen, die Melissiden, welche sich im Stadtviertel Broglio verschanzen. Sie wissen von unserer Art. Einige von ihnen sind Blutsdiener, vielleicht sogar Ghule. Woher sie ihr Blut beziehen? Es ist ungewiss. Angefangen hat es mit einer Kainitin namens Melissa..." Alain runzelt die Stirn, spricht dann schnell weiter "...jedenfalls ist es möglich, dass sie heute auch andere Kainskinder gefangenhalten und als Blutquellen nutzen."

Ein Blick zu Sousanna, dann legt er die Arme hinter den Rücken. "Die Liktoren und der Blutvogt tun alles, um diese Bedrohung abzuwenden. Aber sie sind wenige - und, man muss es so sagen, nicht allesamt so fähig, wie man es erhoffen würde. Andere Belange bleiben deswegen auf der Strecke." Der Tzimisce zuckt mit den Schultern. "Ich für meinen Teil bin angegriffen worden und musste mich dann selbst um die Wahrung der Stille kümmern. Auch hat keiner..." Seine Augen wandern wie zufällig über Anastasia "...der Liktoren es vermocht, meinen Angreifer zur Strecke zu bringen. Und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin, dem es so geht."

Er nickt den drei jungen Kainskindern zu. "Unsere höchst verehrte Prinzessin braucht fähige Unterstützer. Sicherlich eine gute Gelegenheit für junge Kainskinder, in der Stadt aufzusteigen."
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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Alexandre d'Harfleur » Di 5. Nov 2019, 18:07

Alexandre schmunzelte leicht, vielleicht etwas unsicher als sein Vorstoß in fränkischer Sprache nicht den gewünschten Effekt hatte und scheinbar nicht beim Publikum verfing.

Nochmals auf fränkisch:

Euer fränkisch, werter Signore Trevisan ist außerordentlich für Jemanden der nicht wie ich sein ganzes Leben in der Gegend verbracht hat und hier wie ich verstehe Niemanden zum Üben hatte, wirklich Hochachtung.

Alexandre wechselt in sein eigenes, holpriges Italienisch

Ich will es aber machen wie die noblen Bewohner der Domäne unserer höchstverehrten Majestät und zumindest versuchen den Rest der Veranstaltung italienisch zu sprechen.

Was nun meine Anreise in die Stadt angeht, so kann ich leider nichts einer solchen Gesellschaft würdiges berichten, so ereignislos ist das ganze Unterfangen verlaufen. Das wesentlich spannendere war hingegen meine Audienz bei unserer höchstverehrten Majestät.


Diese Sprache die ihr nach dem fränkischen benutzt habt, werter Signore Trevisan, wie nennt ihr diese? Es scheint mir eine entfernte Verwandte des Fränkischen zu sein, jedoch mit einem Hauch Exotik darin.

Darf ich außerdem annehmen, werter Signore le Beau ,dass ihr versucht habt meinem Fränkisch einen Sinn zu entlocken?

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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Nicolo Trevisan » Fr 8. Nov 2019, 10:37

Nicolò wirkte sehr konzentriert und seine Lippen bewegten sich mit, als Alexandre sprach. Als er endete, dauerte es ein paar Augenblicke, bis Nicolò klar wurde, dass jetzt wohl eine Antwort angebracht war.
„Ähm Ihr schmeichelt mir, Messere.“ Es klang fast wie eine Frage und als der Ventrue im italienischen fortfuhr, wirkte Nicolò durchaus erleichtert.
„Euch war direkt eine Audienz bei ihrer Majestät vergönnt? Ah nun, dann hattet Ihr bisher wohl nicht das ähem Vergnügen die wohlwerten Herolde kennen zu lernen…“
Nicolò schien das Thema jedoch nicht weiter vertiefen zu wollen und war dankbar für die andere Frage.
„Nun, ich sprach Okzitanisch. Es ist die Sprache die in den Herzogtum Aquitanien und aber auch der Grafschaft Provence des Frankenreiches gesprochen wird. Wenn Ihr Interesse daran habt, könnte ich Euch darin schulen und es würde mir auch die Gelegenheit bieten, mein Fränkisch zu verbessern.“

Nicolò wartete höflich eine Antwort von Alexandre ab, bevor er sich dann wieder Ihrem Gastgeber zuwandte:
„Melissiden… Ich nehme an, dass die Wohlwerte Heroldin daher warnt, diesen Sestiere zu betreten.“
Man konnte ein Erkennen in den Augen von Nicolò bei diesem Wort aufblitzen sehen, doch verschwand es schnell wieder.

„Nun, wenn die Liktoren nur so wenig an der Zahl sind,“ Über den Vorwurf der mangelnden Eignung ging Nicolò geflissentlich hinweg, „sollte man sie wohl unterstützt werden. Jedoch bin ich kein Krieger und kann ebenso nicht auf eine hohe Zahl an Wächtern zurückgreifen…“
Während er sprach, blickte Nicolò betont keinen der Anwesenden direkt an, „Und die Dienste eines Heilers, würden dabei wohl wenig von Nutzen sein…“
Dann aber heftete sich sein Blick wieder an Alain und er schaute ihn durchdringend an:
„Ihr wurdet angegriffen? Ich bin erfreut, dass Ihr diesen Angriff überstanden habt und ich hoffe es ist Euch nichts Ernstliches passiert? Es ist allerdings beunruhigend, dass Euer Angreifer immer noch nicht gefasst wurde – galt dies Euch persönlich oder wisst Ihr auch von Angriffen auf anderer unserer Art?“

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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Anastasia » So 10. Nov 2019, 16:16

Anastasia ist plötzlich deutlich interessierter an der Unterhaltung, als es Richtung Liktoren geht und vor allem die Ghule.
"Nun, es gibt welche unter uns, die die Lektoren unterstützen. Aber was ihr da sagt klingt interessant. Bekommen die Ghule Blut von verschiedenen Kainiten und sind dadurch ungebunden? Werden sie nicht wahnsinnig dabei? Verspüren sie keinerlei Zuneigung? Und vor allem, sind alle von Natales Bande Ghule, oder nur die Anführer?"
Die Fragen sprudeln nur so heraus, dss Interesse ist weder gespielt, noch verborgen.
"Ein Heiler wäre sicherlich von großem Nutzen, man müsstr dann eben zu zweit gehen...."
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Alain le Beau
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Re: [1032] Zu Gast im Palast II [Anastasia, Nicolò, Alexandre, Alain, Sousanna (SL)]

Beitrag von Alain le Beau » Mo 11. Nov 2019, 16:57

"Ich weiß es nicht", sagt Alain mit einem Lächeln ob dieser Wissbegierde. "Und ich weiß es nicht. Und... ich weiß es nicht. Aber gerade das klingt nach etwas, das dringend jemand herausfinden sollte. Jemand mit Mut und Willen, der das Risiko nicht scheut. Oder... die das Risiko nicht scheut." Dann nickt er Anastasia zu. "Euer Plan ist nicht schlecht. Selbst Ghule benötigen gelegentlich einen Heiler. Und ein solcher wird wohl in jedem Fall willkommen sein. Bedenkt aber, dass sie Hunde haben, die darauf abgerichtet sind, Kainskinder zu wittern."

Zu Alexandre gewandt fügt er noch hinzu: "Ich bemühe mich, wann immer ich kann. Doch das Bretonische liegt mir mehr."
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