[1033] Eine Begegnung im Sanctum Sanctorum [Nicolò, Gasparo]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Gasparo
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Re: [1033] Eine Begegnung im Sanctum Sanctorum [Nicolò, Gasparo]

Beitrag von Gasparo » Mi 8. Jan 2020, 21:06

Ein Spur der Überraschung war zu sehen, als Nicoló von Amalia sprach. „Nun, es ist nicht leicht, einen Clan zu repräsentieren. Die Umarmung ist ein Geschenk, das mit viel Bedacht gegeben werden muss. Nicht jede Wahl … ist gelungen. Wen trifft die Schuld, Empfänger oder Gönner?“ Es schien eine rhetorische Frage, ein Denkanstoß zu sein, denn Gasparo gab dem Salubri keine Zeit zum antworten sondern fuhr fort. „Nein, der wohlwerte Gaius Marcellus ist mir nicht begegnet. Sein Name fiel wohl in den Jahren, aber nur selten und flüchtig. Ist er ein Teil Eurer Linie?“

Der Lehrmeister hörte geduldig zu, während Nicoló von seiner Berufung sprach. Als das Wort 'Seuche' fiel rümpfte er kurz die Nase, als sei ihm ein unangenehmer Duft ins Gesicht gestiegen. Am Ende nickte Gasparo verständnisvoll am Ende seiner Ausführungen. Als das Wort 'Seuche' fiel rümpfte er kurz die Nase, als sei ihm ein unangenehmer Duft ins Gesicht gestiegen. Der Medicus war nicht der erste Anhänger eines der menschlicheren Pfade, mit dem er sprach. Es schien zwar lange her, dass er selbst so dachte, aber noch konnte er die Gedankengänge der Via Humanitas und ähnlicher Philosophien nachvollziehen, konnte verstehen, dass man am Wohl der Sterblichen hing. „Euer Werk ist nützlich, dass werde ich nicht bestreiten. Wie ihr selbst sagtet haben wir wichtige Diener und deren Wohl zu erhalten, deren zerbrechliches Dasein zu verlängern, darf nicht unterschätzt werden.“ Seine Hand strich kurz über sein Kinn. „Auch ist es eine gute Methode, um Vertrauen zu gewinnen, nehme ich an, ein Weg in die Häuser der großen Familien vielleicht?“

Erneut nickte er. „Ich bin sicher, Ihr setzt Eure Gabe sinnvoll und zielgerichtet ein, zum Wohl der Domäne.“

„Der werte Galeno zeigt sich vielseitig. Ein Künstler, ein Medicus und nun auch ein Lehrer. Fürwahr, ich denke Ihr seid bei ihm in guten Händen. Und ich befürworte, dass Ihr in den Lehren der Vergangenheit nach Aufklärung sucht. Auch, wenn ich von der rohen Materie des Körpes nur wenig verstehe so verwundert es mich nicht, dass unsere Ahnen … seien sie römisch oder griechisch … mehr wussten als die Quacksalber unseres Zeitalters.“

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