[1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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[1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Signora Achilla » Mi 6. Nov 2019, 11:36

Am Palast der Meere war man etwas abseits vom Gestank und der Geschäftigkeit der Stadt. Wenn man ihn betrat, dann waren die Gesetze des Überlebens plötzlich ein wenig anders - und manchmal vollständig umgekehrt.
Und trotzdem waren die Verlockungen so groß, für jene, die es unter der Obhut und Führung der Signora wagten. Hier wartete eine Gelegenheit wie nur wenige sie je erhielten: Reichtum und Anerkennung für die Kunst, ein mysteriöser Gönner, Rausch und Pracht für eine Nacht… .

Die Signora hielt die Truppe zusammen. Manchmal kam sie für die eine oder andere Angelegenheit zu Alain oder dessen Dienern. Es gab eben ab und zu etwas zu klären: Die Bühne musste für eine Darbietung etwas versetzt sein oder es brauchte etwas Zeit für einen Aufbau, irgendwo einen Platz für eine schnelle Bühnenmalerei oder derlei mehr. Schaustellerei war Unterhaltung, Kunst und ein guter Teil davon war auch schweißtreibendes Handwerk - und die Kunst war dann, dass man es den Schaustellern nicht ansah.

In dieser Nacht war es wohl so eine Angelegenheit, wegen derer die Signora Alain aufsuchte. Sicher war das nicht. Sie passte eben eine Gelegenheit ab - sie hatte auch irgendwie ein gutes Gespür für solche Dinge - und gesellte sich zu ihm, für ein Gespräch wohl.
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Alain le Beau » Mi 6. Nov 2019, 22:24

Alains Publikum ist klein, aber es hat zwei unbestreitbare Vorteile: Es besitzt das nötige Kleingeld und ist bereit, es den Darbietungen der Truppe zu opfern. Und auch der Tzimisce selbst ist ein ganz reizvoller Gastgeber. Anders als seine Gäste wirft er zwar nicht mit dem Geld um sich, aber er macht Komplimente und Geschenke in Form von Kleidung. Auch vergisst er das leibliche Wohl nicht. Kurz: Die Auftritte im Palast verwöhnen die Schausteller ganz ungemein. Dazu kommt, dass sie ein ziemliches Maß an Freiheit genießen. Solange sie sich auf die Halle und die Wirtschaftsgebäude beschränken, dürfen die Schauspieler kommen und gehen, wann sie wollen - natürlich unter dem kritischen Blick der Wachen.

Und so wirkt der Tzimisce auch keinesfalls überrascht, als ihn die Signora anspricht. Vielleicht ist er es trotzdem - aber wenn, dann verbirgt er es gut. Gerade noch in ein Gespräch mit seinem Leibdiener vertieft, steht er nun lächelnd vor der Nosferatu, seine Aufmerksamkeit ganz ihr und ihrer Maske zugewandt. "Was kann ich für euch tun, werte Achilla?" fragt er freundlich. "Ich hoffe, es war auch heute alles zufriedenstellend?"
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Signora Achilla » Do 7. Nov 2019, 11:45

“Ja doch”, schnurrte die Signora darauf. Sie trug heute eine Maske, auf deren Holz und Leder Scherben von gebranntem Ton und hier und da sogar Glas aufgenäht und -geleimt worden waren. Sie funkelte hier und da im Lichtschein und sogar ein paar Münzen waren hier und dort eingenäht: die halbierten, angefeilten und zu oft gebissenen, mit denen auf den Märkten so hart um jedes bisschen gefeilscht wurde.
“Leora will mit einer Schlange tanzen”, bemerkte sie mit der abgebrühten Art von jemandem, der Unterhaltung zum Geschäft gemacht hatte. Und sogleich wog sie es mit einer zweiten Bemerkung wieder auf, die wärmer klang und vielleicht ein wenig sehnsüchtig: “Oder die Schlange mit ihr… . Es ist die Wärme, die sie sucht, so erzählt sie mit jeder Windung ihres Körpers.”

“Es ist eine andere Sache, über die ich mit Euch reden will. Weniger anschmiegsam, viel weniger biegsam und am wenigstens wohl ...schön.” Das letzte Wort unterstrich sie mit einer Geste zu Alain und dessen Antlitz hin.
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Alain le Beau » Do 7. Nov 2019, 21:29

"Ohje", sagt Alain und macht ein sorgenvolles Gesicht. "Normalerweise würde ich an dieser Stelle einfach eine Ausrede finden und verschwinden. Wer mag schon solche Gespräche?" Er legt den Zeigefinger ans Kinn. "Aber eure Familie ist mir doch zu sehr ans Herz gewachsen, werte Freundin der Künste. Ihr insbesondere! Das Letzte, was ich will, ist eure Darbietungen zu missen."

Er nickt Achilla ihm zu folgen und so finden die beiden sich kurz darauf in einem kleinen Nebenraum der Halle wieder, den die Schauspieler als Lager für ihre Requisiten nutzen. Alain nimmt ein hölzernes Schwert und macht einige zugegebenermaßen imposante, aber wahrscheinlich wenig realistische Fechtbewegungen. "Also", keucht er, während er einen unsichtbaren Gegner aufspießt. "Was scheint das Problem zu sein?"
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Signora Achilla » Do 7. Nov 2019, 21:57

Während Alain seine Schritte und Hiebe machte, sah die Signora ihm zu. Erst mit seiner Frage wandte sie sich um und suchte sich aus dem Fundus eine Art dunkler Robe her. Damit war zuletzt ein nicht ganz so züchtiger Mönch dargestellt worden, davor einmal auch irgendein Sterndeuter und davor der betrogene Gevatter Tod… .
In Achillas Händen, dann um ihre Schultern her wurde die Robe irgendwie die eines Bettlers. Ein paar Handgriffe hier und da, ein Knoten mehr, ein zerlumptes Tuch um den Kopf und halb vor das Gesicht, so dass es die Maske zu guten Teilen verdeckte - das Bild war schon recht gut.
Aber was das Ganze komplettierte, das war die Haltung. Bucklig wirkte sie auf einmal, mit schiefen Schultern, in sich zusammen gesunken und falsch verwachsen. Etwas knirschte unter der Robe, als sie sich so bewegte, irgend etwas anderes riss. Sie reckte den Kopf etwas, griff sich selbst an die Kehle und als sie dann sprach, klang ihre Stimme verändert. Sicher, es war immer noch ihre eigene, aber wie sie sprach, das klang schon nach etwas, das Alain vor gut zehn Jahren einmal gehört hatte. Das war die kratzige Stimme eines Bettlers, mit einem fremdländischen Akzent. Vielleicht war sogar der Wortlaut ganz ähnlich, aber dann wieder gab es bei der Bettelei ja doch ein paar Sätze, die man immer wieder hörte:
“Eine milde Gabe, der Herr? Für einen alten Mann?”

Ja, das war durchaus eine passable Darstellung Jacques Benoit, die die Signora hier improvisierte. Gut genug jedenfalls, das man ihn wieder erkennen könnte, wenn man sich denn erinnerte.

Hier hielt die Signora an, mit flehentlich bettelnd erhobener Hand. Für den Moment sah sie Alain abwartend an, um zu sehen, ob er dies wohl erkannte.
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Alain le Beau » Do 7. Nov 2019, 22:41

Alain beobachtet die Darbietung mit einer hochgezogenen Augenbraue. Für einen Moment ist die Signora sicher, dass er sie für eine Malkavianerin halten muss. Aber dann seufzt er. Sein Gesicht nimmt einen konzentrierten Ausdruck an, als er versucht zu erkennen, worauf die Nosferatu hinaus will.

Schließlich erhellt sich sein Blick und er schnippst mit den Fingern. "Ihr braucht Geld!" Ein leises Lachen. "Warum sagt ihr das nicht gleich? Aber sehr überzeugend, eure kleine Darbietung." Ein langsamer Applaus, dann wird er ernster. "Wieviel? Und - die Frage sei gestattet - wofür?"
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Signora Achilla » Fr 8. Nov 2019, 10:09

Von ausgerechnet dieser Reaktion doch recht erfreulich überrascht, hielt die Signora in ihrer Pose inne, aber antwortete mit ganz normaler Stimme: “Stets - Und für einen großen Spiegel!”
Es war nun nicht eben so, dass sie um eine Antwort auf eine solche Frage jemals verlegen war.

Dann jedoch blinzelte sie einmal. “Jedoch ist dies nicht, worum es hier geht. Wartet, wie sich die Geschichte entfaltet.” Sie fand wieder in ihre Pose als buckliger Bettler zurück. Erneut verstellte sie ihre Stimme, versuchte, etwas tiefer, gröber und aus dem hohlen Bauch heraus zu sprechen, um eine grobe Männerstimme nachzumachen. Es war eine passable Nachahmung von einem von Alains Leibwächtern: “Pack dich, Bettelsack!”

Sie selbst, die hier nun offenbar beide Rollen zusammen bekommen musste, duckte sich unter einem angedachten Schlag des ärgerlichen Wächters weg. Einigermaßen flink schlüpfte die Signora auch aus der braunen Bettlerrobe und dem Tuch heraus und benutzte beides nun eher wie ein Puppenspieler seine Puppen: Die Robe wedelte umher und wich ein paar weiteren ausgedachten hieben aus. Dann griff sie die Arme der Robe aber so, dass der “Bettler” auf einmal und wie aus dem Nichts einen ordentlichen Haken gegen den erdachten Wächter-Gegner austeilte.

Die Signora machte hier eine kleine Pause, ließ die Robe sinken und griff kurzerhand den Ledermantel eines Ritterkostüms, das umherlag. Damit in den Armen stellte sie sich nun auf die andere Seite, um den anderen Part dieses geschauspielterten Kampfes einzunehmen: Offenbar hatte der Wächter einen ordentlichen Hieb abbekommen, denn er sog scharf die Luft ein - und irgend etwas an oder in der Signora klang dabei wie ein nicht gänzlich dichter Blasebalg - und krümmte sich vornüber. Doch dann wurde der gespielte Wächter natürlich umso wütender und griff nach.. griff nach…

...die Signora drehte sich um und nahm kurzerhand das Schwert aus Alains Hand. Nun mit dem Ärmel und dem Schwert in der Hand drosch sie auf die Bettlerrobe einmal ein. Das war nicht annähernd so elegant wie die Lufthiebe von Alain zuvor, aber es war kräftig genug, dass das Holz des Schwertes bedenklich knackte.

Dann ließ sie das Wächterkostüm und das Holzschwert zu Boden fallen und trat zu Alain heran. Und nun war es Alains Stimme, die sie nachahmte. Die Sprechweise bekam sie erstaunlich gut hin, auch wenn es ansonsten eben doch wie ihre eigene, verstellte Stimme klang.
“Ah! Ich werde angegriffen…!” erklärte der falsche Alain theatralisch-zornig.

Bevor der echte Alain deswegen tatsächlich zornig werden könnte, wich die Signora lieber wieder von ihm fort, zurück zum Haufen der Bettlerrobe, um sie sich umzuwerfen und nun, mehr auf allen Vieren, hinter der nächstbesten Requisitenkisten Schutz zu suchen. Dort hängte sie die Robe über eine Kistenecke, so dass sie etwas grotesk und obszön darüber gestreckt dalag - zumindest war es wohl grotesk oder obszön, wenn man sich vorstellte, dass die Robe eigentlich ein Mann wäre.

Und hier nun verließ die Signora die Rollen, griff in die Funduskiste und zog einen löchrigen Weinschlauch daraus hervor, so dass es aussah als zöge sie ihn aus der Robe und damit dem Bettlerkörper wie ein leprös abgefallenes Körperteil. Ein wenig sah das weinfleckige, löchrige Ding sogar so aus, wenn man die Vorstellungskraft nur aufbringen wollte und konnte.

Sie ließ den Schlauch etwas wackeln und zappeln und warf ihn dann locker Alain vor die Füße. Mit ein paar weiteren Seitenschritten trennte sich die Signora nun ganz von der Szene und setzte sich, nun wieder auf ihre etwas gezierte und jedenfalls eigene Art, auf eine Holzbank an der Seite. Abwartend sah sie nun Alain an - hatte er etwas davon erkannt?
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Alain le Beau » Fr 8. Nov 2019, 10:25

Wenn man Alain eines nicht vorwerfen kann, dann mangelnde Auffassungsgabe. Auf dem gesellschaftlichen Parkett kann man sich schließlich nur mit flinker Zunge behaupten. Spätestens, als sie auf den Vieren zu kriechen beginnt, verfinstert sich die Miene des Tzimisce. "Ich verstehe", sagt er leise. "Ihr habt davon gehört. Ich vermute allerdings kaum, dass ich hier eure nächste Aufführung zu sehen bekomme, nicht wahr?" Er rümpft die Nase. "Obgleich so eine lebhafte Darstellung vielleicht geeignet wäre, den Liktoren die Dringlichkeit der Sache deutlich zu machen."

Für einen Moment denkt er nach, dann sieht er die Signora mit neuem Interesse an. "Oder will eure Familie mir mehr darüber erzählen, was mit dem Attentäter geschehen ist?"
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Signora Achilla » Fr 8. Nov 2019, 11:12

Die Signora lehnte sich auf ihrem Platz ein wenig zurück und neigte den Kopf zur Seite. Ein Bild des sorgfältigen Nachdenkens war das, auch wenn wohl recht wahrscheinlich war, dass sie sich schon längst ihre Gedanken zu diesem Gespräch gemacht hatte.

“Ich bin eine einfache Frau”, erklärte sie milde und bescheiden, nun wieder ganz mit der eigenen Stimme. “Und eine wie ich, was versteht sie schon von den Mächtigen und ihren Waffen und Werkzeugen? Mondsenat, Liktoren… .” Sie zuckte einmal mit den Schultern. “Wenn Übles geschieht, dann sieht man eben zu, dass es nicht wieder geschieht. Was bringt’s, außer Ärger und Zorn, wenn man drüber klagt? Oder ewiglang auf fremde Hilfe hofft?”

Es waren keine echten Fragen und die Signora fuhr auch ruhig fort.

“Ich sage Euch, kunstvoller Herr vom Palast am Meer, dass dies Übel nicht wieder geschieht. Eurerseits nicht, weil Ihr besser seid als vor zehn Jahren noch, und seinerseits nicht, weil’s ein Ende gefunden hat.”

Sie neigte sich nun ein wenig vor. Wäre sie eine lebendige Frau, mit wohlgeformtem Körper und einem Mieder das derlei herzeigte, dann wäre es eine verlockende Pose und wohl ein recht tiefer Einblick für Alain gewesen. Doch sie war und hatte nichts davon.

“Doch das habt Ihr schon zu wissen bekommen”, fuhr sie fort. Und dann, mit einem etwas heiteren Tonfall, setzte sie hinzu: “Habt sogar Handel dafür gemacht und Antworten erhalten.”
Die Heiterkeit im Tonfall fiel dann jäh ab, wurde kalt und hart wie die abgefeilten Münzen auf ihrer Maske.
“...und nicht dafür gezahlt.”

Sie schüttelte den Kopf. “Eure Schulden dabei gehören jetzt und gerade mir. Und ich kenn’ Euch gut genug, um mir zu denken, dass Ihr auf mehr raus wollt als einen Schlagabtausch am Hafen von vor zehn Jahren. Drum frag ich mich - und jetzt auch Euch: Wo soll’s damit hingehen, hoher Herr? Was wollt Ihr wirklich damit, eh?”
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Re: [1034] Was sind schon ein paar Jahre? [Achilla, Alain]

Beitrag von Alain le Beau » Fr 8. Nov 2019, 13:30

Alain richtet sich auf und blickt auf die Signora herab. Sein Mund ist zu einer schmalen Linie geworden. "Ich verzeihe euch diese Worte", sagt er leise. "Dieses Mal. Um unserer gemeinsamen Liebe der Kunst willen. Und weil diese Verleumdung nicht eurem eigenen Geist entsprungen ist." Er legt die Fingerspitzen aneinander und tippt mit den Zeigefingern. "Ich vermute, ihr habt mit eurer Clansschwester gesprochen? Ihre hätte ihr ihre unverschämte Zunge nehmen sollen, aber aus Respekt vor den ehrenwerteren Mitgliedern eurer Familie habe ich sie verschont. Nun."

Mit einem angewiderten Blick sieht er auf den Weinschlauch herab. "Ich wollte - und will - wissen, wer dieser Attentäter war. Und wer ihn gesandt hat. Dafür bin ich weiterhin bereit, einen kleinen Gefallen und Fürsprache vor der höchst verehrten Aurore zu bieten. Eure Schwester dagegen hat mir..." Er schnaubt "...erklärt, die Nosferatu hätten sich 'gekümmert'. Mir erzählt, wonach dieses Wesen stank. Dafür gedenkt sie, eine Belohnung zu fordern? Ha!" Alain verschränkt die Arme. "Was ich will ist, zu wissen, wer dahintersteckt. Zehn Jahre sind eine kurze Zeit für uns. Ich habe keine Lust mehr, ständig über meine Schulter zu schauen, darauf zu warten, dass jemand diese Aufgabe beendet."

Der Tzimisce nickt der Signora zu. "Ihr scheint sicher, dass ich sicher bin, was auch immer dieses kryptische Gerede vom 'besser' bedeuten soll. Warum?"
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