[1034] Zeiten der Not sind Zeiten der Möglichkeiten [Mareno, Vergonzo] [Seconda]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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Vergonzo Faro
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[1034] Zeiten der Not sind Zeiten der Möglichkeiten [Mareno, Vergonzo] [Seconda]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 12. Dez 2019, 13:56

Er hatte von seiner Schwester erfahren, das dieser Mareno ihn bald aufsuchen wollte. Es gab Baumeisterarbeit zu tun. Das erfreute ihn.
Dazu kam Vergonzo ein Gedanke, der nicht aufgeschoben werden sollte.
Daher beschloss er die Augen offen zu halten als er aus Richtung Ravecca zurück wollte....
Dieser Mann, zu dieser Zeit, die Beschreibung passte...wie immer verdunkelt huschte er in eine dunkle Gasse.
Von dort aus würde er warten, bis Mareno ihn passieren würde und als dies geschah richtete er das Wort an ihn.
"Verzeiht, ihr plant etwas wofür ein Baumeister von Nöten ist, wenn ich es richtig mitbekommen habe?" stellte er konkret sein Frage.
Man soll bauen, als wollt man ewig leben, und leben, als sollt man morgen sterben.

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Re: [1034] Zeiten der Not sind Zeiten der Möglichkeiten [Mareno, Vergonzo] [Seconda]

Beitrag von Mareno » Do 12. Dez 2019, 14:31

Mareno war in dieser Nacht nicht alleine unterwegs. Fünf Seeleute umringten ihren Kapitän. Ihre Gesichter waren mit unterschiedlichsten Narben übersäht, ihre Körper wirkten unter der dunkelgrünen Kleidung abgekämpft, und dennoch war Entschlossenheit in ihren Augen zu sehen. Was immer diese Männer vorhatten zu tun, sie würden es vielleicht nicht mit soldatischer Disziplin dafür aber mit seemännischer Härte tun. Nachdem Vergonzo Mareno angesprochen hatte, gab dieser seinen Männern zu verstehen vor der Gasse zu warten, um dann näher in die schützende Dunkelheit und zu dem Nosferatu zu treten und diesem zu antworten.

"Dieser Plan droht in diesem ganzen Chaos zwar zu verblassen, aber ja ich schickte jemanden Kontakt zum besten Baumeister Genuas aufzubauen. Darf ich annehmen das ihr dieser seid, werter Vergonzo Faro?"

Abwartend musterte der Toreador seinen Gegenüber. Zwar bewegte sich Mareno ungewöhnlich schnell für einen Kainiten auf den Baumeister zu, doch sein gesamtes Auftreten sprach eher dafür das er Vergonzo freundlich und in Ruhe kennen lernen wollte. Wohlmöglich war dieses freundliche Gesicht nur eine gute Tarnung, hinter der sich ein gefährliches Raubtier verbarg, doch die Worte Marenos konnten Vergonzo tatsächlich hoffen lassen das es sich bei Mareno um einen aufrichtigen Freund handeln könnte, wie er normalerweise unter Kainiten nicht zu finden war.
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Re: [1034] Zeiten der Not sind Zeiten der Möglichkeiten [Mareno, Vergonzo] [Seconda]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 12. Dez 2019, 15:22

Er verneigte sich respektvoll und zog die Kapuze zurück, so dass man sich gegenseitig in die Augen sehen konnte.
"Richtig, Vergonzo Faro, Erster Baumeister Genuas vom Clan der Verborgenen. Erfreut euch kennen zu lernen."
Nun hatte er alles notwendige offen gelegt um seinem Gesprächspartner wissen zu lassen wer er war und vor allem mit welcher Absicht sie hier in der dunklen Gasse standen.
So der Nosferatu nicht alleine gekommen war, wäre es ein leichtes Mareno abzumurksen und im Nichts verschwunden zu sein.

"Habt dank das ihr hier her gekommen seid, in diesen Nächten ist jede dunkle Gasse gefährlich. Abe rich versichere euch das ich alleine bin und als Baumeister gekommen bin, da mich eure Nachricht erreicht hat. So selbst nun die Mächtigen sich hier tummeln und alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sollen sie dies tun, hält es mich dennoch nicht davon ab meine eigenen Belange voran zu treiben. Der Grund wieso ich euch direkt aufsuchte und auch fand, ist, das ungeachtet dessen das ich nicht genau weiß, was ihr geplant hattet und wie ihr dies zu bewerkstelligen dachtet, sah ich eine Chance einen meiner Gedanken an euch weiter zu geben. Solltet ihr ihn nicht benötigen, auch gut, aber wenn doch unterstreicht dies meinen Ruf als akzeptabler Baumeister."
er grinste breit und kicherte glucksend.
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Re: [1034] Zeiten der Not sind Zeiten der Möglichkeiten [Mareno, Vergonzo] [Seconda]

Beitrag von Mareno » Do 12. Dez 2019, 16:54

"Verzeiht.. mir war nicht bewusst das ihr selbst ein Mitglied der Verborgenen seid. So will ich mich euch ebenfalls als Mareno di Piave, Neugeborener vom Clan der Rose vorstellen."

Mareno nickte Vergonzo nun ebenfalls höflich zu, nach dem er sich formell vorgestellt hatte.

"Euren Gedanken höre ich gerne. Euer Clan war mir schon auf dem Hoftag angenehme Gesellschaft. Anastasias Leidenschaft springt einem durch ihre schönen Bernsteinaugen ja gradezu ins Gesicht, und die Signora Achilla versteht sich wirklich vorzüglich auf das Spiel mit den Masken. Einzig euer Bruder Dottore Narcosi schien mir etwas verschlossen.. vielleicht war ihm die Neugier der Malkavianerin auch einfach zu viel. Ich will an dieser Stelle ganz ehrlich sein und euch offen sagen das mir durchaus aufgefallen ist, auf wessen Seite ihr euch zumindest formal geschlagen habt. Euer Clan hat auch nach der selbst für mich sehr überraschenden Reaktion eurer Geschwister eindrucksvoll Neutralität bewiesen. Das Clavicula nun brennt ist ein Verbrechen am genuesischen Volk."


Mareno hatte in der Tat viel von dem Leid gesehen, das wer auch immer angerichtet hatte. Die Feuer, die Verwundeten. Die Grausamkeit hörte man in Marenos Stimme. Ganz anders war der lockere Plauderton, in dem er zuvor über die Geschwister Vergonzos berichtet hatte. Erst zum Schluss kam er auf sein Angebot an den Baumeister zurück.

"Was ich euch als Baumeister bieten will, ist die Gelegenheit einmal mehr zu entwerfen als ein einzelnes Gebäude. So wir alle diesen Konflikt überstehen, will ich euch in Dienste nehmen, um eine Stadt zu erbauen. Ich bin mir bewusst das dies für euch wie eine Träumerei klingen mag, aber ich freue mich auf den Tag an dem wir beide gemeinsam über diesen Traum blicken könnnen."


Erneut wartete Mareno die Reaktion des Nosferatu ab. Er war gespannt inwieweit seine Vision den Nosferatu zum träumen oder zum lachen, vielleicht sogar zu beidem gleichzeitig brachte.
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Re: [1034] Zeiten der Not sind Zeiten der Möglichkeiten [Mareno, Vergonzo] [Seconda]

Beitrag von Vergonzo Faro » Do 12. Dez 2019, 22:00

Vergonzo starrte Mareno einige Momente lang einfach nur an. Das lächeln eingefroren, keine Reaktion.
Stille machte sich breit, die zeit fror ein.
Ein zucken im Auge des Nosferatu kündigte eine Reaktion auf Marenos Aussage an.
Gefolgt von einigen Augen klimpern und einem knappen schütteln des Kopfes als hätte er sich verhört.
Der Mund ging auf doch es dauerte einen Moment bis die Worte gefunden wurden, die da kommen sollten.
Der Mund schloss sich wieder und er räusperte sich wie trockenes Pinienlaub.

"Ihr wollt...ehm ...eine..also eine ...Stadt bauen??" sprach er noch immer sichtlich irritiert.
"Wie jetzt? " und da fiel die eloquente Art die er sich angeeignet hatte in all den Jahren,"...jetzt ohne Scheiß? Eine verdammte Stadt?"
"Na wenn das mal kein Grund ist am Leben zu bleiben. Wo?Wie?Womit? Oh bitte verzeiht, aber das klingt nach einem Traum. Wie hätte ich ahnen können, das in diesen Nächten voller Tod, Elend und Zerstörung solch eine Anfrage an mich gestellt wird."
Er kratzte sich am rauen Kinn und stütze eine Hand in der Hüfte ab.
"Nicht das ich eure Aussage nicht ernst nehme, verehrter Mareno di Pave, aber wer kann es sich leisten eine ganze Stadt zu bauen und wo ist ausreichend Platz dafür? Ach, egal," er winkte ab," sollte das tatsächlich kommen, bin ich euer Mann!" und man merkte wie er sich langsam wieder fing und zurück in die Realität fand.

"Ich habe euch eigentlich aufgesucht, um euch zu raten, so ihr bauen wollt und bereits einen Ort in Aussicht habt, das Zeiten wie diese, wo Krieg herrscht, passend geeignet sind, um mit falschem Anspruch auf besagtes Land durch zu kommen. In solchen Zeiten verschwindet gern mal das ein oder andere Papier, brennt ab oder wird sonst wie in Mitleidenschaft gezogen." war der Rat oder der Tipp weswegen er Mareno eigentlich aufsuchen wollte, denn jetzt wäre die Zeit für ein solches Vorhaben.
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