[1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Wenn die Sonne hinter das Appenningebirge sinkt, kriechen die Verdammten aus ihren Löchern. Dies sind ihre Geschichten.

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La Cronista
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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von La Cronista » Fr 20. Mär 2020, 15:23

Citus schaute nicht glücklich aus. Was in seinem kränklich eingefallenen Gesicht aber auch ohnehin etwas schwer war.

„Verzeiht, verehrter Galeno. Ich kann euch nicht mehr dazu sagen. Mir hat er keine Anweisungen für euren Clan gegeben. Er kümmert sich jedoch darum was diesen Diebstahl betrifft. Ihr fragt warum plötzlich jemand eingedrungen ist? Meines Wissens nach hat es schlicht niemand mehr versucht seit Jahrzehnten, aber das weiss ich auch nicht so genau. Zumindest hatte niemand wohl so Erfolg dass es bisher aufgefallen ist, sollte es geschehen sein. Und wo euer Bruder ist, ist mir auch nicht bekannt. Vielleicht in der Martinsfeste bei seinen Rittern?“

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Galeno
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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Galeno » So 22. Mär 2020, 15:26

Diese Situation schien ihm nicht richtig. Gelinde gesagt sogar sehr falsch. Nur was sollte er nun anstellen?
Er blickte zu Nicolo und den beiden Begleitern, Giove und Luciano. Dann wieder zu Citus.

Einem Ghul konnte man wenig entlocken, wenn dieser womöglich den Befehl hatte, nichts zu verraten. Der unglückliche Ausdruck mochte zu dem Mönch passen, aber konnte auch mehr aussagen.
So seufzte Galeno leicht und nickte dann. "Ich denke, wir lassen dich weiter schlafen, Citus."
Damit hatte er sich verabschiedet und warf Nicolo einen vielsagenden Blick zu...er wollte gehen und draussen weiteres besprechen, abseits des Ghules seines Ältesten.
Das zu lernen, was Gott uns durch die Not lehren will, ist wichtiger, als aus ihr herauszukommen.

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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Nicolo Trevisan » Mi 25. Mär 2020, 20:38

Nicolo nickte dem Kappadozianer zu und lief schweigend neben ihm her, bis sie einen ruhigen Bereich fanden. Erst da setzte Nicolo wieder leise flüsternd ein.

"Was haltet Ihr von dem Ganzen, werter Galeno? Warum sollte der Abt so etwas befehlen und wer könnte sich erdreisten, dem Verehrten Bennedetto die Bibliothek vor der Nase weg zu stehlen?"

Er warf Galeno einen fragenden und gleichzeitig neugierigen Blick zu. Dass der Clans Älteste bei all dem Chaos nicht zu sprechen war, war ebenso seltsam. Allerdings wusste Nicolo nicht allzu viel vom Clan des Todes und behielt daher diese Frage zunächst für sich.


"Nun vielleicht geben uns die Brüder in den Zellen ja eine Brauchbare Auskunft. Möglicherweise konnten sie gar den Wagen sehen oder vielleicht ist ihnen etwas beim Abt aufgefallen, dem sie vielleicht bisher keine Bedeutung beigemessen haben. Aber dies ist die Domäne Eures Clans, daher liegt die Entscheidung über das weitere Vorgehen zweifelsohne bei Euch."
Nicolo senkte leicht den Kopf, um die Aussage zu bekräftigen und um klarzustellen, dass die Führung hier eindeutig beim Kappadozianer lag.

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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Galeno » Fr 27. Mär 2020, 18:18

Galeno war ins Grübeln gekommen und eine Denkerpose eingenommen. Die eine Hand am Kinn, gestützt am Ellbogen von der anderen, der Kopf gen Boden geneigt, der Blick ins Leere wandernd, als hätte das Kloster gerade keinen Fussboden oder einen aus Glas.

Mehr zu sich selbst, aber wohl auch nicht verhindern wollend, dass Nicolo es hörte, murmelte er. Seinen Gedanken somit Struktur verleihend, sie sammeln und ordnen.
"Hmm...mein Ältester warnte mich vor den Königen, da sie angeblich stark beeinflussend wirken können. Er gab mir sogar einen Rat, wie ich dies umgehen sollte. Die mir bekannten Könige bestehen zum Teil aus Lasombra. Acacia und der wohlwerte Ilario gehören dazu. Mein Bruder im Blute hatte auch schon einmal etwas Seltsames geschafft und wenn ich dies mit den Informationen...so könnte es sein, dass er dies zusätzlich gelernt hat und dies womöglich von meinem...Hmmm..."

Er sortierte die Fetzen aus verschiedenen Gesprächen, um sich daraus einen Zusammenhang zu konstruieren. Er wusste nicht genau, wie diese Fähigkeit sich nannte oder wie sie wirklich funktionierte, aber wenn er alles, das Gespräch mit Benedetto, das Erlebte mit Titus und Ajax, zwei Feinde, bei denen Titus es schaffte, seinen Widersacher einfach so wegzuschicken, die Überlegung Ilarios zu gestohlenen Fertigkeiten, das selbst Erlebte mit Lydiadas und diesem seltsamen Drang, urplötzlich zu ihm zu müssen....

"Könnte es sein, dass jemand mit der Fähigkeit einer...mhh Gedankenmanipulation so etwas in Angriff genommen hat? Möglicherweise einer der Könige, die mit Benedetto nicht gut auf Du und Du sind? Nur wer? Wer würde es wagen, dieses Wissen...."

Er schüttelte leicht mit dem Kopf, ein Gedanke passte ihm so gar nicht, andere schienen da näher dran zu sein, aber irgendwie auch wieder nicht, denn Acacia war doch sicherlich viel am Hafen beschäftigt gewesen...der Gerüchte zur Folge zumindest...

Sehr hastig wechselte er dann aus diesen teils verwirrenden und beängstigenden Gedanken auf das, was zu tun wäre.

"Ja, wir sollten sie befragen, auch wenn es etwas schwierig ist zu erklären, warum wir sie zu so später Stunde noch wecken. Aber uns fällt da sicher etwas ein. Schliesslich wollen wir dies so schnell, wie möglich erreichen.
Aber ich würde auch gern sehen, ob wirklich alles bei meinem Ältesten in Ordnung ist. Citus kann schliesslich auch gesagt worden sein, dass er so handeln soll..sei es nun von meinem Ältesten aus, oder von möglicherweise wem anderen. Ich will auf Nummer sicher gehen und ...."

Er blickte Nicolo lächelnd an.
"Bei euch bin ich mir relativ sicher, dass ihr das hier Gesehene nicht einfach so an andere weiter gebt, oder?"
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Nicolo Trevisan
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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Nicolo Trevisan » So 29. Mär 2020, 21:24

Nicolò schwieg und wirkte selber nachdenklich. Er nahm das von Galeno gesagte genauestens auf und dachte selber, darüber nach was ihm einst ein Drache sagte - es war kam ihm vor, als sei es Jahre her, dabei war es erst vor zwei Nächten gewesen.

Schließlich nickte er und sprach erst, als Galeno geendet hatte. Ebenso leise, doch eindeutig an den Kappadozianer gewandt:
"Man sagte mir, dass die...," Nicolò räusperte sich, es war ihm wohl unangenehm das folgende auszusprechen. Schließlich wusste er um die besondere Beziehung die Galeno zurm Kastelan hatte.
"die Schatten einen zwingen können, das man das Bedürfnis hat, die Wahrheit zu sagen. Es wäre vorstellbar, dass ihnen noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung stünden... " Nicolò verzog das Gesicht dabei und er schien nicht glücklich über seine Worte zu sein.
"Nur fehlen uns die Möglichkeit das zu überprüfen. Wenn man wüsste mit wem der Abt sprach..."

Beiläufig nickte er anschließend dem Kappadozianer zu, immer noch in seinen Überlegungen gefangen, bis er den Kopf schüttelte, wie um die Gedanken zu vertreiben.
"Gut, geht voran. Ich werde Euch in allem hier unterstützen, das bin ich Euch schuldig."
Als der Kappadozianer ihn anlächelte, bllickte Nicolò ernst, aber nicht unfreundlich, zurück.
"Ihr könnt Euch ebenso auf meine Verschwiegenheit verlassen"

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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Galeno » So 29. Mär 2020, 21:50

"Nun gut..." meinte er und schien dann voller Tatendrang zu sein. Den Gedanken an mögliche Verstrickungen gewisser Lasombra, oder besser einem einzigen, lies er erst einmal verebben...aber er würde ihn nicht vergessen und er würde später sicherlich darauf zurück kommen.
"Wir schauen erst einmal bei meinem Ältesten vorbei und den Abt..nun, den nehmen wir uns entweder noch vor der Morgenmesse vor Sonnenaufgang vor, oder besser, am nächsten Abend. Dann, wenn es noch nicht erschreckend seltsam erscheint, dass unsereins noch wach ist. Nicht alle hier sind Eingeweihte. Ich würde also eher morgen Abend priorisieren."

Und dann schritt er voran, relativ zügigen Schrittes. Er wusste, wie er zu den Gewölben seines Ältesten gelangen konnte, hatte nur zu Beginn die Hilfe von Citus gebraucht, um sich in den Klostergängen und den darunter liegenden Räumen zurecht zu finden. So oft, wie er schon bei ihm vorstellig gewesen war, um dies und das zu erfragen, oder um Sicht in die Bücher zu bitten, kannte er nun diese Wege in- und auswendig.

Bei des Ältesten Schreibstube, da, wo er ihn auch nach Ankunft in Genua empfangen hatte, klopfte er kräftig an und wartete, ob ihm geöffnet wurde oder jemand ihn herein beten würde.
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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von La Cronista » Di 31. Mär 2020, 23:40

Die Gänge in den Keller und die Katakomben von San Marcellino waren so leer und kalt wie immer. Das ganze Kloster mochte schlafen, doch bald würden auch schon die ersten Mönche zum Morgengebet wach werden.
Noch blieb Galeno und Nicolo jedoch etwas Zeit.
Leider hatten die beiden an der Tür der Schreibstube jedoch kein Glück.
Niemand öffnete ihnen und niemand rief sie herein. Entweder war niemand da oder wollte nicht öffnen.

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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Nicolo Trevisan » Mi 1. Apr 2020, 09:31

Nicolò warf Galeno einen fragenden Blick zu.
"Und nun? Uns bleibt nicht mehr allzu viel Zeit, bis wir uns für den Tag zurückziehen müssen. Aber unaufgefordert eintreten ist wohl auch nicht möglich?"
Unwirsch kratzte Nicolò seinen Bart - er wirkte ratlos.

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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von Galeno » Mi 1. Apr 2020, 10:17

Galeno war sich unschlüssig. Und so überlegte er einen Moment. Was hatte er erwartet? Dass er hinein gebeten werden würde? Vor allem, nachdem Citus meinte, der Älteste sei nicht zu sprechen?
Dann schüttelte er leicht mit dem Kopf.
"Unter normalen Umständen würde ich dies nicht. Aber wir wollen uns erkundigen, ob alles in Ordnung ist. Hier sich von einer geschlossenen Tür aufhalten zu lassen, würde doch recht wenig unserer Bereitschaft etwas zu unternehmen, zu helfen, zeigen. Es gibt Hindernisse und Risiken, die man eingehen muss, um etwas erreichen zu können. Zudem sind es nicht seine geheimsten Privatgemächer, sondern es ist seine Schreibstube, in der ich ab und an auch zugegen gewesen bin. Gut, bisher eingeladen und aufgefordert, aber was ist, wenn er beispielsweise gepflockt herumliegen würde? Würde er es uns dann nicht übel nehmen, dass wir ihn nicht gefunden und gerettet haben?"

Er schmunzelte.
"Wir haben einen guten Grund."

Und mit diesen Worten öffnete er vorsichtig und leise die Tür und lugte hinein ud würde dann hinein schleichen, auf sehr leisen Sohlen...

Geschick und Heimlichkeit:
RPBotBOTheute um 10:16 Uhr
@💀Galeno (Iris) ❄ rolled 42. (10 + 2 + 8 + 8 + 7 + 7 = 42)
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Re: [1034] Hier herrscht der Tod [Galeno, Nicolo] [Quarta]

Beitrag von La Cronista » Mi 1. Apr 2020, 11:07

Die Tür war glücklicherweise nicht verschlossen. Da sie auch nur einen Riegel auf der Innenseite hatte. Beim Öffnen wurde Galeno jedoch schon direkt klar, dass hier wohl nicht sein Ältester anwesend war, denn es war stockdunkel. Keine Kerzen brannten und so konnte er und Nicolo auch nichts sehen.

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