[1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

[August '21]
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Benjamin
Assamit
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Re: [1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

Beitrag von Benjamin »

Neutral registrierte Benjamin die Worte und die Intonation Giadas als sie von Adamo sprach. Es schien nichts neues für den Assamiten zu sein, dass der Toreador keine besondere Anziehung ausstrahlte. Es war wie bei den Lepraviertel Jerusalems. Sobald man hineinging war man selbst ein gezeichneter.

"Ich habe bisher wenig bis gar keinen persönlichen Kontakt mit dem werten Adamo gemacht, aber nach allem wessen Ich gewahr bin wirkte er nicht wie jemand der Sarazenen beschäftigen würde. Was, als Nebenanmerkung, sowieso die wenigsten hier ansässigen unserer Art tun. Aber Ich werde mich informieren und dann auf euch zurückkommen." er machte eine kleine Pause und fuhr dann fort, genug Zeit, dass Giada noch einhaken konnte.

"Kommen wir zu meinem Anliegen. Ich habe ein Bauvorhaben außerhalb der Stadt, genauer gesagt eine Werft. Diese Werft soll in Quinto al Mare gebaut werden. Worin der Grund meiner Anfrage liegt. Hierzu braucht es die Genehmigung des Grafen oder seines Verwalters, da es nicht mehr in Genua liegt. Der Graf ist ein Getreuer eures höchst verehrten Großerzeugers, sein Verwalter der getreue der höchst verehrten Aurore. Bin Ich in dieser Angelegenheit nicht vorsichtig, so könnte die ganze bisher in dieses Vorhaben gesteckte Arbeit von unserer höchst verehrten Majestät Genuas als die ihr rechtmäßig zustehende angesehen werden. Oder von eurem höchst verehrten Großerzeuger aus Zorn ob einem erneuten Affront bezüglich seiner Länderein eingeäschert werden. Aus diesem Grund bin Ich der Meinung dass es der Anstand gebührt, dass Ich eurem Großerzeuger mein Anliegen direkt vortragen würde. Könntet ihr dies möglich machen? Ich bin mir sicher wenn man dem höchst verehrten Totila, Prinz Mailands, Ahn des Clans der Schatten aus der Linie des Boukephos, Herr der Lombardei und Gafaúrd des Zirkels der bitteren Erinnerung die Vorzüge einer solchen Werft in seinem Kontrollbereich schildern würde, so könnte er trotz Genuas Wortbruches Gefallen daran finden." sie waren am Teich angekommen und nun war mehr als nur klar, warum Benjamin dieses Anliegen nicht unter den Argusaugen des festlichen Empfanges, von dem sie sich gerade entfernt hatten, vorgebracht hatte.
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Giada Salvaza Rossi
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Re: [1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

Beitrag von Giada Salvaza Rossi »

“Das könnte ich wohl”, bestätigte Giada schlicht. “Doch bevor ich derlei tue, sagt zunächst mir, was dies für Vorzüge sind, die eine Schiffswerft in Quinto al Mare hat, die unter der Kontrolle eines Mannes der See der Schatten steht? Was ist es, das wohl den höchst verehrten Fürsten Totila und die seinen davon überzeugen soll?”
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Benjamin
Assamit
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Re: [1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

Beitrag von Benjamin »

Benjamin nickte, es war nur rechtens. "Informationen darüber wer, wann welche Schiffe und wieviele in Genua bauen lässt. Über die Werft einen Zugang zum einzigen Hafen außerhalb der Stadtmauern in der Domäne Genua, und damit einhergehende Möglichkeiten." er machte eine bedachte Pause.

"Das Wissen, darüber, dass er Einfluss hat wo die höchst verehrte ihn ebenso gerne hätte. Ich weiß es ist nicht viel, aber wenn man schon so lange auf Erden wandelt, wurde mir klar, sind es die kleinen Dinge die den großen Unterschied machen. Ebenso natürlich ein Vorbaurecht für eventuell benötigte Schiffe. Um nur ein Paar der Vorzüge zu nennen." da war kein Zögern in seiner Stimme gewesen, entweder er hatte die Worte auswendig gelernt, oder er war sich seiner Sache sicher.

"Die Aussage über Männer und Frauen der See der Schatten trifft auf alle Vasallen Genuas zu." fügte er mit einem leeren Lächeln hinzu.
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Giada Salvaza Rossi
Lasombra
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Re: [1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

Beitrag von Giada Salvaza Rossi »

“Das ist wahr.” Es war ein hartes Urteil, das nun alle traf, die um sie her anwesend waren. Alle Männer und Frauen Genuas. Ob sie sich dazu zählte? Wohl kaum.

“Ich werde Euer Angebot und Eure Worte überbringen, doch Euch nichts weiter versprechen als dies. Euer Ehrgeiz imponiert mir.” Es klang wie ein Kompliment und es klang zugleich wie ein Tadel, anerkennend und zugleich hart. Jemand anderes hätte vielleicht weiter ausgeführt, doch sie beließ es dabei. Diese Worte sagten genug.

“Ich werde Euch Nachricht geben, wenn es eine Antwort für Euch gibt. Ihr werdet es ebenso halten - ich gehe davon aus, dass diese Dinge bei Euch schneller gehen als bei mir. Am Ende betrifft meine Nachfrage nur eine Grotte voller Sterblicher.”
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Benjamin
Assamit
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Re: [1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

Beitrag von Benjamin »

Auf ihr Urteil zuckte Benjamin nur leicht mit den Schultern und antwortete. "Allzu leicht fällt man seinem eigenen Wunschgedanken, seiner eigenen perfekten Version von sich selbst zum Opfer und macht sich Dinge vor, die so niemals stattgefunden haben und die man auch nicht darstellt. Ich weiß was Ich bin, aber ebenso auch das was Ich nicht bin." auf ihre abschließende Aussage über seinen Ehrgeiz sah man einen kurzen Moment so etwas wie Verwunderung in seinem Blick, dann verbeugte er sich leicht.

"Habt Dank. Natürlich... mehr als ein überbringen der Worte zu erwarten wäre vermessen. Ich verstehe mein Streben ehrlich gesagt nicht als Ehrgeiz. Es ist lediglich ein Ziel und der Weg dorthin der mich leitet, unabhängig von den Gründen die dagegen sprechen könnten. Wenn man etwas will dann muss man sich selbst auch in den Lage bringen es sich nehmen zu können. Nicht unvorsichtig oder dumm wie ein Tagelöhner der nicht weiß wo sein Platz sondern kontrolliert und mit Ausdauer. Sollt meine Bitte abgelehnt werden, so sei es drum, aber es war von dem Punkt aus an welchem Ich die Entscheidung getroffen hatte diesen Schritt zu wagen, der Weg mit den höchsten Erfolgsaussichten." seine Miene zeigt dieses mal nicht viel was auf seine Stimmung schließen ließe, sondern ist stattdessen neutral, so als sei seine Herangehensweise für ihn die einzig sinnvolle. Den Tadel in ihrer Stimme hatte er komplett außen vor gelassen.

"Ich werde euch informieren lassen. Doch auch wenn es nur eine Grotte Sterblicher ist, die Dinge sind selten wie sie auf den ersten Blick scheinen. Sollen wir wieder?" und sein Kopf drehte sich wieder in Richtung der Casa und nickte in ebenjene Richtung.
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Giada Salvaza Rossi
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Re: [1060] Zwischen Tür und Angel [Benjamin, Giada] [elysisches Hofgeflüster]

Beitrag von Giada Salvaza Rossi »

Die Lasombra nickte knapp und wendete sich wieder zurück zum Mittelpunkt der Versammlung des heutigen Abends aus Gesellschaft und Hof unter den wachen Augen der Harpyie.


Auf der Abendgesellschaft von Iulia Cornelia im Elysium haben sich Benjamin und Giada zu einem etwas vertraulicheren Gespräch und letztlich einem zweiseitigen Handel getroffen: Benjamin soll in einer Angelegenheit um eine Meeresgrotte bei Genua Klarheit zu gewinnen versuchen während Giada eines seiner Anliegen nach Mailand weiterreichen wird.
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