[1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Moderator: Ilario
[1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Der Pickeljunge lehnte am morschen Geländer.
Salzgeruch in der Nase.
Möwen kreischten.
Das Holz unter seinen Händen war feucht und rau.
Schritte auf den Planken.
Schwer, gleichmäßig, ein leises Knarzen bei jedem Tritt.
Giuseppes Blick folgte ihnen, ohne den Kopf ganz zu drehen.
Ein Schatten fiel kurz über ihn.
War das nicht …?
Ja, vom Hof.
Vincente Carlos.
Der Gang war unverkennbar.
Einer der die See gewohnt war.
Einer der von Selbstvertrauen strotze.
Einer der hinter die Schatten blickte.
Giuseppe richtete sich ein wenig auf.
Hob das Kinn.
Ein knappes, respektvolles Nicken.
Kein Wort.
Nur der Blick.
Und ein Grinsen.
Salzgeruch in der Nase.
Möwen kreischten.
Das Holz unter seinen Händen war feucht und rau.
Schritte auf den Planken.
Schwer, gleichmäßig, ein leises Knarzen bei jedem Tritt.
Giuseppes Blick folgte ihnen, ohne den Kopf ganz zu drehen.
Ein Schatten fiel kurz über ihn.
War das nicht …?
Ja, vom Hof.
Vincente Carlos.
Der Gang war unverkennbar.
Einer der die See gewohnt war.
Einer der von Selbstvertrauen strotze.
Einer der hinter die Schatten blickte.
Giuseppe richtete sich ein wenig auf.
Hob das Kinn.
Ein knappes, respektvolles Nicken.
Kein Wort.
Nur der Blick.
Und ein Grinsen.
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- Vincente Carlos
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Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Eine seichte Brise streifte sein Gesicht und hinterließ dort Gischt. Es war nur ein Hauch, doch würde er länger an dieser Stelle verharren, so würde sich Schicht um Schicht auf seine Wange, seine Lippen legen. Würde trocknen. Würde eine Spur Meersalz hinterlassen, die er bei Bedarf mit Zunge und Fingern erkunden und genießen könnte.
Es gab Zeiten, in denen er dem Meer fern bleiben musste, vielleicht sogar wollte. Schließlich liebt man etwas, das man nicht immer hat, letztlich nur um so mehr. Dennoch beruhigte es ihn, dass er zumindest jederzeit an den Hafen kommen konnte, wenn er in der Stadt weilte. Er genoss den Klang der Seevögel. Ihren Ruf. Und die salzige Luft stillte sein Fernweh.
Wahrscheinlich hatten ihn seine Füße aus eben diesem Grund in dieser Nacht hierher geführt. Manchmal wussten seine Füße von Dingen, die seinem Kopf verborgen blieben. Und sagten die Leute nicht immer, man solle seinem Herzen folgen? Wo es doch die Füße waren, die einen auch noch durch das Unleben trugen? Dabei waren sie doch anatomisch dem Herzen ferner...
Der Gedanke ließ ihn schmunzeln, als er die Planken entlang schritt. Seine Füße spürten das Holz unter ihnen und ließen seinen Tritt sicher wie eh und je sein.
Vor ihm war eine Gestalt, die Hände um das feuchte Holz gelegt. Sein Blick glitt über den Fremden, wohl abschätzend ob derjenige Anstalten machte sich ins Wasser zu stürzen oder stellvertretend dem Geländer den Hals umzudrehen. Schließlich konnte man nie wissen...
Er trat unbeirrt weiter, schließlich hatte das Holz jedem der zuhören konnte längst geflüstert, dass er hier war, dass er sich näherte. Kein Jäger gab sich so arglos zu erkennen.
Sein Blick musterte die Gestalt, die sich vor ihm erhob. Maß, schätzte, glaubte zu erkennen. Die Haltung, der umhüllte Körper. Er sog die Luft ein, als würde sie ihm einen Namen zuflüstern können.
„Guten Abend“, sprach er in die Nacht.
Es gab Zeiten, in denen er dem Meer fern bleiben musste, vielleicht sogar wollte. Schließlich liebt man etwas, das man nicht immer hat, letztlich nur um so mehr. Dennoch beruhigte es ihn, dass er zumindest jederzeit an den Hafen kommen konnte, wenn er in der Stadt weilte. Er genoss den Klang der Seevögel. Ihren Ruf. Und die salzige Luft stillte sein Fernweh.
Wahrscheinlich hatten ihn seine Füße aus eben diesem Grund in dieser Nacht hierher geführt. Manchmal wussten seine Füße von Dingen, die seinem Kopf verborgen blieben. Und sagten die Leute nicht immer, man solle seinem Herzen folgen? Wo es doch die Füße waren, die einen auch noch durch das Unleben trugen? Dabei waren sie doch anatomisch dem Herzen ferner...
Der Gedanke ließ ihn schmunzeln, als er die Planken entlang schritt. Seine Füße spürten das Holz unter ihnen und ließen seinen Tritt sicher wie eh und je sein.
Vor ihm war eine Gestalt, die Hände um das feuchte Holz gelegt. Sein Blick glitt über den Fremden, wohl abschätzend ob derjenige Anstalten machte sich ins Wasser zu stürzen oder stellvertretend dem Geländer den Hals umzudrehen. Schließlich konnte man nie wissen...
Er trat unbeirrt weiter, schließlich hatte das Holz jedem der zuhören konnte längst geflüstert, dass er hier war, dass er sich näherte. Kein Jäger gab sich so arglos zu erkennen.
Sein Blick musterte die Gestalt, die sich vor ihm erhob. Maß, schätzte, glaubte zu erkennen. Die Haltung, der umhüllte Körper. Er sog die Luft ein, als würde sie ihm einen Namen zuflüstern können.
„Guten Abend“, sprach er in die Nacht.
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
"Guten Abend," antwortete der Pickeljunge.
Er betrachtete ihn freundlich.
In seinen Augen schimmerte ein leiser Schalk.
„Wir haben uns bereits einmal gesehen.“
Doch die Gegebenheiten, verhindern das wir uns erkennen.“
Er lächelte.
Sah sich aufmerksam um - niemand lauschte.
„Mein Name ist Giuseppe,
Neugeborener der Verborgenen,
Sohn des Faustus von Thurii, Ancilla der Verborgenen.“
Er betrachtete ihn freundlich.
In seinen Augen schimmerte ein leiser Schalk.
„Wir haben uns bereits einmal gesehen.“
Doch die Gegebenheiten, verhindern das wir uns erkennen.“
Er lächelte.
Sah sich aufmerksam um - niemand lauschte.
„Mein Name ist Giuseppe,
Neugeborener der Verborgenen,
Sohn des Faustus von Thurii, Ancilla der Verborgenen.“
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- Vincente Carlos
- Lasombra
- Beiträge: 638
- Registriert: Do 19. Mai 2022, 20:00
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Vincente trat neben ihn an das Geländer des Piers. Spähte hinab ins Wasser, Ausschau haltend, ob dort ein Boot mit Insasse vertäut war.
Auf den pechschwarzen Wellen tanzte nur das Licht des Mondes und der Fackeln, keine Lauscher.
Zufrieden dreht er sich um, lehnte sich mit dem Rücken an das Geländer, die Arme entspannt neben ihm aufgelegt. Fast schon konnte er die Nässe des Holzes durch den Stoff spüren, aber eben nur fast.
„Das ist das Problem mit Veranstaltungen“, sagte er, „es gibt zu viele Geschichten, zu viele Ereignisse und Störungen.“ Er seufzte. „Letztlich reicht eine Nacht ja kaum für einen Gesprächspartner, geschweige denn für einen Saal voll.“
Nachdem sich sein Gegenüber vorgestellt hatte, erwies er ihm die selbe Ehre, nickte und spulte die Floskel ab, ohne die ein Gespräch niemals abzulaufen schien.
„Vincente Carlos, Neugeborener der Lasombra, Kind des Ancilla Kasib Sami.“ Er machte eine kurze Pause, griff dann das Schelmhafte seines Gegenübers auf und sagte: „Ich möchte euch gerne eine Frage stellen. Sie ist wahrscheinlich … recht persönlich. Seid versichert, dass ich mit dieser keineswegs auf etwaige entzündete Zehennägel treten möchte, es interessiert mich einfach.“
Auf den pechschwarzen Wellen tanzte nur das Licht des Mondes und der Fackeln, keine Lauscher.
Zufrieden dreht er sich um, lehnte sich mit dem Rücken an das Geländer, die Arme entspannt neben ihm aufgelegt. Fast schon konnte er die Nässe des Holzes durch den Stoff spüren, aber eben nur fast.
„Das ist das Problem mit Veranstaltungen“, sagte er, „es gibt zu viele Geschichten, zu viele Ereignisse und Störungen.“ Er seufzte. „Letztlich reicht eine Nacht ja kaum für einen Gesprächspartner, geschweige denn für einen Saal voll.“
Nachdem sich sein Gegenüber vorgestellt hatte, erwies er ihm die selbe Ehre, nickte und spulte die Floskel ab, ohne die ein Gespräch niemals abzulaufen schien.
„Vincente Carlos, Neugeborener der Lasombra, Kind des Ancilla Kasib Sami.“ Er machte eine kurze Pause, griff dann das Schelmhafte seines Gegenübers auf und sagte: „Ich möchte euch gerne eine Frage stellen. Sie ist wahrscheinlich … recht persönlich. Seid versichert, dass ich mit dieser keineswegs auf etwaige entzündete Zehennägel treten möchte, es interessiert mich einfach.“
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Der Kleine grinste.
„Jo - Alles hübsch formell. Un das totale Chaos.“
Der Schalk kroch in sein Gesicht.
„Naja wenner wollt hör ich euch die janze Nacht zu.“
Er grinste.
„Is gut, mal wen zu treffen, der Genua länger kennt als n paar Jahre.
Über meine Zehennägel brauchter euch nich sorgen - die sin lang un verknöchert.“
Die Schultern des Hafenjungen zuckten.
„Also haut ruhig raus.“
„Jo - Alles hübsch formell. Un das totale Chaos.“
Der Schalk kroch in sein Gesicht.
„Naja wenner wollt hör ich euch die janze Nacht zu.“
Er grinste.
„Is gut, mal wen zu treffen, der Genua länger kennt als n paar Jahre.
Über meine Zehennägel brauchter euch nich sorgen - die sin lang un verknöchert.“
Die Schultern des Hafenjungen zuckten.
„Also haut ruhig raus.“
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- Vincente Carlos
- Lasombra
- Beiträge: 638
- Registriert: Do 19. Mai 2022, 20:00
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Und Vincente tat genau das:
"Wie lebt es sich mit einem Gesicht wie dem euren?"
Die Frage hatte er sich schon gestellt, als er das erste mal den Baumeister gesehen hatte.
"Wie lebt es sich mit einem Gesicht wie dem euren?"
Die Frage hatte er sich schon gestellt, als er das erste mal den Baumeister gesehen hatte.
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Der Pickeljunge kicherte.
„Hmm … naja die Frauen steht drauf.“
Antwortete er sarkastisch.
„Ne im Ernst, is im Zusammenspiel mit den Sterblichen natürlich scheiße.
Aber sonst denk ich selten dran.“
Er zuckte mit den Schultern.
„Klar, das will man im Spiegel eigentlich nich sehen.
Aber es ist halt was es ist.
Is das Ergebnis, von dem was ich bin und ne Erinnerung, was in mir lauert.“
Dann grinste er.
„Und ihr?
Wie isses, wenn alle denken, ihr wärt innerlich so hässlich, wie meine Fresse ?“
„Hmm … naja die Frauen steht drauf.“
Antwortete er sarkastisch.
„Ne im Ernst, is im Zusammenspiel mit den Sterblichen natürlich scheiße.
Aber sonst denk ich selten dran.“
Er zuckte mit den Schultern.
„Klar, das will man im Spiegel eigentlich nich sehen.
Aber es ist halt was es ist.
Is das Ergebnis, von dem was ich bin und ne Erinnerung, was in mir lauert.“
Dann grinste er.
„Und ihr?
Wie isses, wenn alle denken, ihr wärt innerlich so hässlich, wie meine Fresse ?“
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- Vincente Carlos
- Lasombra
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- Registriert: Do 19. Mai 2022, 20:00
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
„Das habe ich auch gehört!“ Er strich sich nachdenklich durch den Bart. „Wobei der Wechsel von Münzen da ja auch immer nachhelfen soll und kann. Auch, wenn es die ein oder andere sicher auch ohne täte. Geschmäcker gibt es schließlich die verschiedensten.“
„Vermisst ihr es?“ Er zwirbelte ein paar Bartsträhnen zu einem dünnen Docht zusammen, der sich je nach Bewegung der Finger man mehr, mal weniger straff spannte. „Ist es nicht seltsam in den Spiegel zu schauen, und dort von einem Fremden betrachtet zu werden? Erinnert ihr euch überhaupt noch an euer menschliches Gesicht?“
„Wer bitte behauptet, ich sei hässlich?“ Seine Stimme stieg dabei ein wenig in die Höhe, als er seine Eitelkeit nicht ganz unterdrücken konnte. Nun, er war sicher nicht mit der früheren Harpyie zu vergleichen, aber wie sollte das auch möglich sein. Ihm fehlten die Möpse.
„Vermisst ihr es?“ Er zwirbelte ein paar Bartsträhnen zu einem dünnen Docht zusammen, der sich je nach Bewegung der Finger man mehr, mal weniger straff spannte. „Ist es nicht seltsam in den Spiegel zu schauen, und dort von einem Fremden betrachtet zu werden? Erinnert ihr euch überhaupt noch an euer menschliches Gesicht?“
„Wer bitte behauptet, ich sei hässlich?“ Seine Stimme stieg dabei ein wenig in die Höhe, als er seine Eitelkeit nicht ganz unterdrücken konnte. Nun, er war sicher nicht mit der früheren Harpyie zu vergleichen, aber wie sollte das auch möglich sein. Ihm fehlten die Möpse.
Re: [1116] Am Kai [Giuseppe, Vincente]
Der Nosferatu grinste.
"Nö das geht" antwortete er grinsend.
Auch seine Empörung, schien ihn zu erheitern.
"Na man findet wohl immer noch wen hässlicheren, schaut mich an."
Und plätschtere die Unterhaltung noch ein wenig dahin, bevor sich die beiden Kinder der Nacht voneinander verabschiedeten.

Giuseppe und Vincente treffen sich am Kai, unterhalten sich kurz und gehen dann seiner Wege.
"Nö das geht" antwortete er grinsend.
Auch seine Empörung, schien ihn zu erheitern.
"Na man findet wohl immer noch wen hässlicheren, schaut mich an."
Und plätschtere die Unterhaltung noch ein wenig dahin, bevor sich die beiden Kinder der Nacht voneinander verabschiedeten.

Giuseppe und Vincente treffen sich am Kai, unterhalten sich kurz und gehen dann seiner Wege.
Spoiler!
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