Artemisia starrte den Liktor unbarmherzig an, während ihre Lider vollkommen reglos blieben. Seine amüsierte Reaktion bezüglich der Tunika und des Werkzeugs entlockte ihrer Brust ein trockenes, kehliges Lachen, ein raues Krächzen wie das Rufen von Krähen im dichten Geäst.
Sie neigte den Kopf langsam schräg zur Seite. Die Bewegung war frei von jeder menschlichen Geschmeidigkeit, vielmehr wie das unnatürliche, lauerschwere Rucken eines Raubvogels, der sein Opfer fixiert. Ein unheimliches, lautloses Verharren im Schatten, das eine unterschwellige Bedrohung im Raum liegen ließ. „Ein Werkzeug bleibt ein Werkzeug, Gaspard...solange die Hand, die es führt, weiß, wie man damit umgeht“, erwiderte sie leise, während ihre raue Stimme die kühle Schärfe der Finsternis trug. „Und wer Genua keinen Zorn bringt, muss auch keine Fallen fürchten. Meine Jagd gilt weder euren Titeln noch eurer Stadt.“
Als der Lasombra auf den Text zu sprechen kam und sein Hilfsangebot nachschob, zeigte sich in ihrem verwitterten, von der Härte ihres früheren Lebens gezeichneten Gesicht nicht die geringste Regung von Scham. Dass sie weder lesen noch schreiben konnte, war für sie schlicht eine praktische Tatsache des Lebens, und es fügte sich lückenlos in ihre Rüstung als ungehobelte Gangrel ein.
Sie schob ihre verhornten Finger tief unter das dicke Tuch ihres Umhangs und begegnete seinem Grinsen mit gelassener Direktheit, während der Kopf schräg verharrte. „Tinte und Feder sind die Werkzeuge der Städter. Meine Finger kennen nur das Holz und den Fels, kein feines Kratzen auf Pergament“, entgegnete sie ruhig. „Wenn dein Angebot wirklich ehrlich gemeint war, Liktor, wäre ich dir sehr dankbar. Auch wenn mir bewusst ist, dass es womöglich viel verlangt ist von einer dahergelaufenen, wilden Gangrel aus dem Wald, dass ein Mann deines Standes für sie die Feder führt.“
Sie richtete sich nicht auf, sondern neigte in dieser unheimlichen Haltung nur ergebend und respektvoll das Kinn. „Falls du mir diesen Gefallen dennoch gewähren magst...Würdest du die Güte haben und dem Seneschall Ilario Contarini ausrichten, dass Artemisia aus Sizilien in Genua angekommen ist? Ich möchte ihn höflich um eine Audienz bitten, um mich nach den Bräuchen der Domäne ordnungsgemäß vorzustellen. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du diese Bitte für mich an ihn weiterleitest, so wie es den Sitten eures Blutes entspricht.“
[1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
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Re: [1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
Gaspard drehte sich leicht zu ihr, bestätigte Artemisias guten Willen mit einem langsamen Nicken. "Selbstverständlich kann ich für euch ein Schriftstück aufsetzen." Er rieb sich das Kinn, um weiter zu präzisieren: "Ist das auch genau der Text, den ihr an den verehrten Ilario übermitteln wollt: 'Artemisia aus Sizilien ist in Genua angekommen und möchte höflich um eine Audienz bitten, um sich nach den Bräuchen der Domäne ordnungsgemäß vorzustellen'?"
Während er die Frage stellte, ging er ein Stück zur Seite, um durch eine Tür Mariam heranzuwinken. Diese beugte sich zu ihm, damit er ihr in ruhigem Ton mitteilen konnte, was sein Anliegen war: "Bringt mir bitte ein Stück Pergament, Wachs, Griffel und etwas Tinte. Die werte Artimisia hat mich darum gebeten, in ihrem Namen ein Schriftstück aufzusetzen." Mariam ging schnellen Schrittes die verlangten Utensilien holen, und Gaspard schaute sich nach einem Tisch oder Pult um, an dem er das vereinbarte vollziehen konnte. "Möchtet ihr die Nachricht vollständig in eurem Namen verfasst haben und selbst unterzeichnen? Oder wünscht ihr eine Nachricht von mir, in meiner Funktion als Liktor, der für euch das Gesuch an unseren verehrten Seneschall richtet?"
Erwartungsvoll schaute er Artimisia an, wie diese auf die hochtrabenden Worte reagieren würde, bevor er glucksend ergänzte: "Ich denke, wir sind weniger weit voneinander entfernt, als ihr denkt, wenn es nur darum geht, durch Felder und Wälder zu jagen." Ein wenig dezentes Zwinkern folgte.
Während er die Frage stellte, ging er ein Stück zur Seite, um durch eine Tür Mariam heranzuwinken. Diese beugte sich zu ihm, damit er ihr in ruhigem Ton mitteilen konnte, was sein Anliegen war: "Bringt mir bitte ein Stück Pergament, Wachs, Griffel und etwas Tinte. Die werte Artimisia hat mich darum gebeten, in ihrem Namen ein Schriftstück aufzusetzen." Mariam ging schnellen Schrittes die verlangten Utensilien holen, und Gaspard schaute sich nach einem Tisch oder Pult um, an dem er das vereinbarte vollziehen konnte. "Möchtet ihr die Nachricht vollständig in eurem Namen verfasst haben und selbst unterzeichnen? Oder wünscht ihr eine Nachricht von mir, in meiner Funktion als Liktor, der für euch das Gesuch an unseren verehrten Seneschall richtet?"
Erwartungsvoll schaute er Artimisia an, wie diese auf die hochtrabenden Worte reagieren würde, bevor er glucksend ergänzte: "Ich denke, wir sind weniger weit voneinander entfernt, als ihr denkt, wenn es nur darum geht, durch Felder und Wälder zu jagen." Ein wenig dezentes Zwinkern folgte.
Re: [1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
Artemisia beobachtete die geübte Beiläufigkeit, mit der Gaspard die Dienerin Mariam herbeiwinkte, ohne dass sich ihr Blick auch nur um ein Haar veränderte. Dass der Liktor den Text Wort für Wort wiederholte und den Tonfall der städtischen Etikette wahrte, nahm sie mit stummer Gelassenheit hin. Für sie war es das faszinierende Schauspiel eines Raubvogels, der gelernt hatte, mit bunten Federn zu tanzen.
Als Mariam eilig davonstrich und Gaspard nach der genauen Form des Schriftstücks fragte, verengten sich ihre tief liegenden Augen um eine Nuance. Sie brauchte keine Bedenkzeit – in der Wildnis bedeutete Zögern den Tod. „Ein Schriftstück in deinem Namen als Liktor trägt mehr Gewicht in den Hallen deines Herrn“, entgegnete sie leise, während ihre raue Stimme die kühle Schärfe der Finsternis trug. „Lass ihn wissen, dass der Liktor die Ankunft eines Gastes bezeugt. Tinte und Symbole sind in deiner Welt von Bedeutung, Liktor...in meiner reicht das gesprochene Wort aus. Dein Name öffnet die Tür, ich werde mich ihm dann selbst gegenüberstellen.“
Bei seiner amüsierten Anmerkung über die Jagd durch Felder und Wälder und dem dezenten Zwinkern entlockte es ihrer Brust ein trockenes, kehliges Lachen, ein raues Krächzen wie das Rufen von Krähen im dichten Geäst. Sie trat einen unmerklich kleinen Schritt näher, ohne ihre stoische Ruhe aufzugeben. „Die Jagd mag dieselbe sein, Gaspard ... doch nicht der Rausch“, erwiderte sie ruhig und begegnete seinem Blick mit unerschütterlicher Direktheit. „Die Beute rennen zu sehen, sie zu verfolgen, während sie noch glaubt, in Sicherheit zu sein...dieses Gefühl, die absolute Überlegenheit über das Leben selbst zu spüren und ganz oben an der Spitze der Nahrungskette zu stehen. Die Jagd in euren steinernen Hallen bietet genau das nicht. Sie ist, so denke ich, schlichtweg nicht für uns gemacht worden.“
Sie neigte knapp das Kinn, während sie darauf wartete, dass Mariam mit dem Pergament zurückkehrte. „Setz das Schriftstück auf, Liktor. Ich bin bereit, mich dem Urteil eures Seneschalls zu stellen.“
Als Mariam eilig davonstrich und Gaspard nach der genauen Form des Schriftstücks fragte, verengten sich ihre tief liegenden Augen um eine Nuance. Sie brauchte keine Bedenkzeit – in der Wildnis bedeutete Zögern den Tod. „Ein Schriftstück in deinem Namen als Liktor trägt mehr Gewicht in den Hallen deines Herrn“, entgegnete sie leise, während ihre raue Stimme die kühle Schärfe der Finsternis trug. „Lass ihn wissen, dass der Liktor die Ankunft eines Gastes bezeugt. Tinte und Symbole sind in deiner Welt von Bedeutung, Liktor...in meiner reicht das gesprochene Wort aus. Dein Name öffnet die Tür, ich werde mich ihm dann selbst gegenüberstellen.“
Bei seiner amüsierten Anmerkung über die Jagd durch Felder und Wälder und dem dezenten Zwinkern entlockte es ihrer Brust ein trockenes, kehliges Lachen, ein raues Krächzen wie das Rufen von Krähen im dichten Geäst. Sie trat einen unmerklich kleinen Schritt näher, ohne ihre stoische Ruhe aufzugeben. „Die Jagd mag dieselbe sein, Gaspard ... doch nicht der Rausch“, erwiderte sie ruhig und begegnete seinem Blick mit unerschütterlicher Direktheit. „Die Beute rennen zu sehen, sie zu verfolgen, während sie noch glaubt, in Sicherheit zu sein...dieses Gefühl, die absolute Überlegenheit über das Leben selbst zu spüren und ganz oben an der Spitze der Nahrungskette zu stehen. Die Jagd in euren steinernen Hallen bietet genau das nicht. Sie ist, so denke ich, schlichtweg nicht für uns gemacht worden.“
Sie neigte knapp das Kinn, während sie darauf wartete, dass Mariam mit dem Pergament zurückkehrte. „Setz das Schriftstück auf, Liktor. Ich bin bereit, mich dem Urteil eures Seneschalls zu stellen.“
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Re: [1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
"Gut." Das Wort setzte ein Siegel unter ihre mündliche Vereinbarung, der Handel war beschlossen. Gaspard schaute sich um nach einer Sitzgelegenheit und einem Tisch, was er auch beides nach kurzer Suche im Nebenraum fand. Es dauerte nicht lange, und Mariam eilte herbei mit den bestellten Utensilien, sowie zwei Lagen Pergament.
Gaspard nahm Platz, und bereitete alles säuberlich sorgfältig vor, was sicher einen Moment in Anspruch nahm. Dann tauchte er erstmals den feinen Federkiel in die Tinte und diktierte sich selbst, während er schrieb:
Während er die Fragen stellte, tropfte die Tinte langsam von der Feder zurück ins Glas, das Gaspard so positioniert hatte, dass er bequem den Ellenbogen auf dem Tisch ablegen konnte, während er wartete.
Gaspard nahm Platz, und bereitete alles säuberlich sorgfältig vor, was sicher einen Moment in Anspruch nahm. Dann tauchte er erstmals den feinen Federkiel in die Tinte und diktierte sich selbst, während er schrieb:
Hier unterbrach er kurz. "Welchem Blut gehört ihr an? Ich denke, es ist offensichtlich, aber ich muss es dennoch aus eurem Mund hören. Gibt es sonst etwas, das ihr ergänzt haben möchtet? Legt ihr Wert darauf, dass eure Ahnenreihe in diesen Hallen bekannt ist?"Verehrter Ilario Contarini,
Ich kontaktiere euch in meiner Funktion als Liktor, und möchte euch wissen lassen, dass Artimisia vom Ätna, aus Sizilien, vom Blute ...
Während er die Fragen stellte, tropfte die Tinte langsam von der Feder zurück ins Glas, das Gaspard so positioniert hatte, dass er bequem den Ellenbogen auf dem Tisch ablegen konnte, während er wartete.
Re: [1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
Artemisia verengte die Augen leicht, während sie den Liktor dabei beobachtete, wie er mit peinlich genauer Sorgfalt das Werkzeug der Städter zurechtlegte. Dass er innehielt und nach ihrem Blut und ihrer Ahnenreihe fragte, entlockte ihrer Kehle ein kurzes, trockenes Krächzen leise und rau wie das Scharren von Stein auf Stein.
Ruckartig neigte sie den Kopf schräg zur Seite und fixierte ihn stumm, während die Tinte langsam von der Feder tropfte. „Vom Blut der Gangrel, Gaspard“, entgegnete sie ruhig, während ihre tiefe Stimme den Raum erfüllte. „Das Blut der Jäger, die in der Finsternis der Wälder wandeln.“
Bei seiner Frage nach ihren Ahnen verzog sie keine Miene, doch in ihrer Stimme lag ein Hauch von ehrlicher Beiläufigkeit. „Meine Erschafferin nannte sich die Unbeugsame, und mein Weg führt mich von den Hängen Siziliens hierher. Das ist doch das, was ihr hören wollt, oder?“, erwiderte sie gelassen. „Ich kenne keine anderen meiner Familie, noch den Erschaffer meiner Erschafferin. Stolze Stammbäume sind das Beiwerk eurer steinernen Hallen. Schreibt 'Artemisia vom Blute der Gangrel, gezeugt von der Unbeugsamen aus Sizilien'. Das sollte eurem Seneschall genügen.“
Sie neigte dankbar und knapp das Kinn in seine Richtung. „Ich danke dir für deine Mühe, Liktor. Setz das Schriftstück in Ruhe auf.“
Ruckartig neigte sie den Kopf schräg zur Seite und fixierte ihn stumm, während die Tinte langsam von der Feder tropfte. „Vom Blut der Gangrel, Gaspard“, entgegnete sie ruhig, während ihre tiefe Stimme den Raum erfüllte. „Das Blut der Jäger, die in der Finsternis der Wälder wandeln.“
Bei seiner Frage nach ihren Ahnen verzog sie keine Miene, doch in ihrer Stimme lag ein Hauch von ehrlicher Beiläufigkeit. „Meine Erschafferin nannte sich die Unbeugsame, und mein Weg führt mich von den Hängen Siziliens hierher. Das ist doch das, was ihr hören wollt, oder?“, erwiderte sie gelassen. „Ich kenne keine anderen meiner Familie, noch den Erschaffer meiner Erschafferin. Stolze Stammbäume sind das Beiwerk eurer steinernen Hallen. Schreibt 'Artemisia vom Blute der Gangrel, gezeugt von der Unbeugsamen aus Sizilien'. Das sollte eurem Seneschall genügen.“
Sie neigte dankbar und knapp das Kinn in seine Richtung. „Ich danke dir für deine Mühe, Liktor. Setz das Schriftstück in Ruhe auf.“
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Re: [1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
Unmittelbar nachdem Artemisia geendet hatte, senkte sich die Feder wieder in die Tinte, um genau an der Stelle fortzusetzen, an der Gaspard geendet hatte.
"Wenn es sonst nichts mehr gibt, was ich für euch tun kann, so werde ich mich jetzt entfernen." Ein respektvolles Nicken folgte. "Sollte ich etwas von euch benötigen, würde ich mich freuen, wenn ihr mich zeitnah wissen lasst, wo genau ich euch finden kann."
Mit gewissem Zögern setzte er noch einen kleinen Strich Tinte hinter seinen Namen, fast schon zelebrierend, als würde dieser mehr Aussage enthalten als sein Name selbst. Danach ließ er die letzten Tropfen Tinte zurück in die Phiole tropfen, bevor er die Feder säuberlich neben sich auf den Tisch ablegte, das Pergament anhob und ein wenig schüttelte, damit die Tinte schneller trocknen würde. Wie ein Kunstwerk drehte er das Schriftstück in der Hand, um es von möglichst vielen Seiten kurz zu begutachten, bevor er es auf den Tisch legte, einmal, zweimal, dreimal penibel, aber durchaus schnell, faltete und schließlich mit einem ordentlichen Klecks Wachs versiegelte. Das Siegel blieb ohne Zeichen, und auch hier wartete er einen Moment, bis es ausreichend trocken war. Dann rief er Mariam wieder heran und gab ihr den Auftrag, jenes Schriftstück an Ilario, den Seneschall der Domäne Genuas, zu übergeben.... der Gangrel, gezeugt von der Unbeugsamen aus Sizilien, in Genua angekommen ist und höflich um eine Audienz bittet, um sich den Traditionen folgend ordnungsgemäß vorzustellen. Sie wird eure Antwort im Elysium erwarten.
Hochachtungsvoll,
Gaspard
"Wenn es sonst nichts mehr gibt, was ich für euch tun kann, so werde ich mich jetzt entfernen." Ein respektvolles Nicken folgte. "Sollte ich etwas von euch benötigen, würde ich mich freuen, wenn ihr mich zeitnah wissen lasst, wo genau ich euch finden kann."
Re: [1127] Im Schlund der Bestie [Artimisia, offen]
Artemisia folgte den bedächtigen, fast feierlichen Bewegungen des Liktors mit unbewegter Miene. Das sorgfältige Falten, das Versiegeln mit dem heißen Wachs und die peinlich genaue Handhabung des Schriftstücks glich für sie einem absurden Ritual.
Als er das Dokument schließlich von allen Seiten wie ein erlegtes Stück Beute begutachtete, entwich ihrer Kehle ein kurzes, trockenes Krächzen ein leises, raues Lachen, das wie das Knacken von trockenem Holz klang. „Es sieht aus, Gaspard, als ob du das Pergament gejagt hast und gleich verspeisen willst“, kommentierte sie mit trockenem Humor, ehe ihre Miene wieder ruhiger wurde. „Du hast dein Wort gehalten, Liktor. Dafür gebührt dir mein Dank.“
Als Mariam den Brief entgegennahm und eilig verschwand, richtete Artemisia ihre wachsamen Augen wieder auf Gaspard und ging auf seine Frage nach ihrem Aufenthaltsort ein. „Wenn du mich suchst, wirst du mich draußen finden vor den Toren der Stadt, wo die Erde unberührt liegt. Die engen Mauern hier sind nichts für mich zum Rast machen. Dort, wo der Wald beginnt, liegt meine Lagerstatt.“
Sie machte einen halben Schritt zur Seite, um ihm den Weg frei zu geben, und neigte knapp das Kinn. „Wir werden sehen, was dein Seneschall zu verkünden hat.“
Als er das Dokument schließlich von allen Seiten wie ein erlegtes Stück Beute begutachtete, entwich ihrer Kehle ein kurzes, trockenes Krächzen ein leises, raues Lachen, das wie das Knacken von trockenem Holz klang. „Es sieht aus, Gaspard, als ob du das Pergament gejagt hast und gleich verspeisen willst“, kommentierte sie mit trockenem Humor, ehe ihre Miene wieder ruhiger wurde. „Du hast dein Wort gehalten, Liktor. Dafür gebührt dir mein Dank.“
Als Mariam den Brief entgegennahm und eilig verschwand, richtete Artemisia ihre wachsamen Augen wieder auf Gaspard und ging auf seine Frage nach ihrem Aufenthaltsort ein. „Wenn du mich suchst, wirst du mich draußen finden vor den Toren der Stadt, wo die Erde unberührt liegt. Die engen Mauern hier sind nichts für mich zum Rast machen. Dort, wo der Wald beginnt, liegt meine Lagerstatt.“
Sie machte einen halben Schritt zur Seite, um ihm den Weg frei zu geben, und neigte knapp das Kinn. „Wir werden sehen, was dein Seneschall zu verkünden hat.“