Spoiler!
Verehrter Seneschall,
wie ich Euch bei unserer letzten Begegnung zugesagt habe, möchte ich Euch von einem Vorfall im Hinterland Genuas Kunde geben, welcher das Schweigen des Blutes gefährden könnte.
Vor wenigen Nächten fanden im Ferragiano-Tal drei Wegelagerer einen gewaltsamen Tod. Die Männer hatten zuvor Reisende beraubt und gemordet; auch ein mir teurer Gefährte war ihnen zum Opfer gefallen.
Die Umstände des Vorfalls und insbesondere die Aussagen eines Überlebenden namens Taddeo geben Anlass, eine Gefährdung des Schweigens des Blutes zu befürchten.
Taddeo berichtet von einem schrecklichen Wesen mit langen Zähnen und Kräften, wie sie wohl keinem gewöhnlichen Menschen zu eigen sind.
Ich nahm mich des Verwundeten an und sorgte dafür, dass er in die Obhut der werten Epifania gelangte, die sich seiner Wunden annimmt. Auch Euer Liktor Bartolo hat von dem Vorfall Kenntnis erhalten.
Mit Bartolo bin ich übereingekommen, Taddeo zu mir ins Ferragiano-Tal zu nehmen, sobald seine Wunden dies erlauben. Dort werde ich mich seiner annehmen und nach Kräften dafür Sorge tragen, dass seine Erzählungen das Schweigen des Blutes nicht gefährden.
Ich werde die Angelegenheit weiterhin mit gebotener Sorgfalt verfolgen. Sollte ich Neues in Erfahrung bringen oder sollten sich weitere bedenkliche Dinge im Hinterland zutragen, so werde ich Euch ohne Verzug davon unterrichten.
Möge Gott Euch bei der Wahrung des Friedens in Genua beistehen.
In gebührender Ehrerbietung
Jacopo di Monteverde
Kind des Alessandro di Voltaggio
Neugeborener vom Clan der Rose