Dann hast du da womöglich eine andere Definition von Entwicklung. Für mich ist Entwicklung nicht maßgebliche Änderung, sondern eben Entwicklung.
Einen Weg zu ändern oder soetwas maßgebliches, wäre eher eine Charakterwandlung.
Eine Charakterentwicklung ist ganz konkret entweder das gewinnen/verlieren eines Charakterzuges oder das erreichen neuer Spielerfelder/ Großmöglichkeiten. Und an beiden Zielen ist absolut nichts verwerfliches, vor allem, solange sie nicht andere Spieler ausschließen wollen...
Deswegen spreche ich auch OOC eine Bedeutung dabei zu.
Das spricht Charakterwandlung wie du sie benennst aber nicht die Bedeutung ab, diese beiden Aspekte schließen sich nicht gegenseitig aus... es können beides Teile guten und gelingenden Rollenspiels sein.
Das ist weit komplexer als 'Stuff sammeln':
Es gibt diverse "Spielfelder" in Genua, die offensichtlichsten sind soetwas wie der Senat, zuerst von einzelnen Sestiere, dann von Genua; dazu die Familias; dazu soetwas wie der Mondsenat oder die Ämter oder menschliche wie kainitische Außenpolitik.
Startcharaktere haben logischerweise auf wenige dieser Felder Zugriff, im Laufe des Spieles kommen (potentiell) immer mehr Felder dazu. Je mehr Spieler es gibt, die auf diesen Feldern mitspielen, desto aktiver sind sowohl die Spieler, als auch die Felder. Je aktiver diese Felder sind, desto mehr Spielspaß macht es für alle, die beteiligt sind (potentiell).
- Z.B. Senatspolitik macht keinen Spaß für die, die keinen Zugriff darauf haben -> das Element ist vergeudet. Es macht auch keinen Spaß, wenn ein (N)SC >50% des Senats fest in seiner Hand hat, da dann keine Bewegung darin ist.
Es macht Spaß, wenn es wechselnde und aktive Konstellationen und (realistische) Möglichkeiten gibt, weil es einige Player gibt, die jeweils zb. 5-15% unter sich haben. Dazu braucht es solchen bösen "Charakterfortschritt" und Stuff sammeln...
-> Um dieses Spielfeld zu nutzen, muss man aber erst selbst darauf ankommen, um Anteil an diesem Spielspaß zu haben, und um dadurch den Spielspaß der Anderen damit zu steigern.
- Das Gleiche gilt 1 zu 1 für den Mondsenat. Wie unglaublich Langweilig war es, der einzig Aktive in diesem Forum zu sein? Wie viel cooler wäre es, wenn dort 9 SC drin wären?
- Etc. Etc.
Das ist für mich Charakterentwicklung, sich Zugang zu passenden neuen Feldern zu verschaffen und darauf dann zu agieren.
[Und doch, den hab ich am liebsten, wenn er möglichst vielen gegeben ist... nicht nur mir (sonst wär ich ja wieder allein - das war ätzend)

Wenn es dich also glücklich macht mich da gezielt rauszunehmen: Bitte.]
Diese Entwicklung kann gerne einhergehen mit Vertiefung/Veränderung der Persönlichkeit -> zb. Finstersou.
Und diese Entwicklung geschieht teilweise durch die OOC. Deswegen heißt mehr OOC bzw. mehr OOC Fortschritt auch wirklich potentiell mehr Charakterentwicklung und das mit nur etwas Glück auch mehr Spielerbeteiligung in allen angestrebten Aspekten.
Dass dies nicht automatisch zu deinem Angstbild von früher "Bene und Max haben bis zum letzten Stalljungen alles verteilt!" führen muss, hat sowohl die Mehrzahl an beteiligten Spielern, als auch der SL in der Hand... Aber Charakterentwicklung/fortschritt ist definitiv Bestandteil jeder funktionalen Chronik, ihn zu verdammen wäre albern, ein grob einheitliches Tempo stellst du ja sowieso her.
Auch das noch banalere echte "Stuff sammeln" ist viel komplexer als du denkst - bzw. darstellst: Ein neuer Heiler ändert in der Tat nichts, soetwas wie das Domus Medicorum, um im Beispiel zu bleiben, schon. Dafür mussten halt erstmal Heiler gesammelt werden - das hat gedauert. Aber daraus haben sich zwei Dutzend neue Spiele ergeben, locker. Auch solche, die es sonst nie gegeben hätte. -> RP durch Charakterentwicklung durch Fortschritt
Hätte Gaius irgendwann beschlossen, er wäre jetzt Tyrann anstatt Ritter... wäre zwei mal degeneriert und hätte zwei Fluffs getippt... naja... das hätte ein bissel Getuschel gegeben und vmt. nichtmal ein Spiel (siehe Ajax, wir hatten 1/2 Chatspiel dazu^^).
Auch an zb. Gaius haben sich durch solche Sachen viele Aspekte des Spiels verändert, womöglich muss man dafür halt sehr aufmerksam sein.
- Das soziale Gefüge in Genua ist eig. erfrischend sensibel, das Spielverhalten der Chars untereinander wandelt sich durch den Status rasch massiv - zb. Ajax durch den Krieg, Sou durch Acacia und Finstersou, damals eben zb. Gaius durch Amt und Domus. Durch dieses neue Spielverhalten hatte Gaius nicht einfach einen fancy Titel auf dem geheimen Meisterdokument stehen oder zugriff auf tote Unterforen (der "optimierernutzen" war faktisch 0)^^ sondern seine Darstellungsweise hat sich geändert und die Art und Weise, wie andere mit ihm interagiert haben -> Daraus ergaben sich ganz neue Rollenspielaspekte und Situationen.
Hätte er hingegen nochmal 6 Monate länger gebraucht um genug Heiler für das Domus Medicorum zu finden... hätte das Spielerisch genau 0 an Mehrwert gehabt.^^ Da dem aber nicht so war, entstand rasch ein größerer spielerischer Mehrwert, der eine Charakterentwicklung ausgelöst hat, die wiederum noch mehr spielerischen Mehrwert durch Rollenspiel erzeugt hat.
Genau so habe ich das auch für Livia im Sinne. Wenn die erste Phase überwunden ist, kann eine neue Charakterdarstellungsphase beginnen, die mit neuer Interaktion beantwortet werden wird, wodurch sich dutzende neue Themen und Spiele und Möglichkeiten ergeben dürften.
Dazu werden potentiell weitere der oben genannten Felder 'freigeschalten' und können daher durch Spiel bereichert werden oder durch Konflikt aufgemischt. Wie sehr sich dabei der Charakter selbst ändert, wird sich zeigen, ist aber nur ein Teilaspekt und nicht planbar. Es wird definitiv komplett anders als zb. bei Ajax oder Gaius sein, aber in der selben Mechanik verlaufen.
All das kann man jetzt als nicht spielfördernd sehen und meinen, ein gleichbleibender Char der ab und an einen coolen tragischen Gewissensfluff postet sei spielfördernder, oder man sieht es halt anders. Ich sehe es anders.
Gegeneinander ausspielen muss man diese Aspekte aber nicht, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Man kann problemlos tragische Gewissensfluff, komplette Charumwandlungen und mehr oder weniger Charfortschritt nebeneinander haben. Ich habe hier eine Option vorgeschlagen, die einen dieser Aspekte befördern könnte... wenn du das als Ausnutzen und Gier nach etwas Unmoralischem und Verbotenem interpretierst "wie ich es gerne hätte" - bitte, da kann ich wohl nicht helfen. Freundlicher, fairer, respektvoller und alle zugleich positiv betreffend kann ich nicht formulieren.
PS: Entschuldige, aber das war auch davor schon absolut direkt. Von gezielt lächerlichen Übertreibungen wie "Wiederbelebungsreaktionen", bis zu persönlichen Diffamierungen als 'nicht spielförderlicher Spieler'.
Du sprichst vorgeworfene Schwächen an und agierst spalterisch, versuchst mich in polemische Ecken zu drängen und setzt die Wahrnehmung der Anderen fest. Alleine, dass du einen Einzelnen so rausgreifst ist krass... dass dir sowas nicht bewusst ist? o.O
Und das als Reaktion auf einen komplett freundlichen und respektenvollen Vorschlag, der keineswegs auf Angstmache wie Chroniktod oder Klagen über unfaire Apsekte oder soetwas eingeht, der in keiner weise spezifisch mich bevorzugt oder das Wesen der Chronik angreift/reformiert...
Um es als Lehrerwitz auszudrücken: Entweder hattest du mal einen sehr guten Deutschlehrer, der dir solcherart Textpolemik detailliert beigebracht hat, oder einen sehr Schlechten, der dir deine natürliche Begabung dazu nicht bewusst gemacht hat.
