Solcherlei Spuren durchzogen den Wald hier schon an vielen Stellen. Das hier war eine, die bisher noch unberührt geblieben war. Und deshalb hockte Bartolo auch nun auf einem Baum grob über dem Keiler. Seine Klauen schlossen und öffneten sich in Erwartung des Augenblicks, in dem das Tier unter ihm entlang kommen würde. Denn unter dem Laub wuchs ein großer Steinpilz. Der Keiler konnte nicht anders. So wie Regen nicht anders konnte, als zu Boden zu fallen.
Als das Wildschwein unter dem Nosferatu stehen blieb und aufgeregt zu grunzen begann, ließ Bartolo sich fallen. Es war noch ein junges Tier, dessen Gestalt unter der Wucht des Untoten zusammenbrach. Ein spitzes Quieken stach einmal durch die Bäume und verstummte wieder, während Bartolo die Stärke des Keilers in sich aufnahm.*
Der Aufruhr hatte den Rest der Rotte zur Flucht veranlasst, sodass hier nichts mehr zutun war.
Der Gebeugte ließ den Blick einmal prüfend durch die Dunkelheit wandern um etwaige Zeugen auszumachen und glitt dann durch das Dickicht in Richtung Osten. Ein kurzes Knurren rumpelte durch das Gebüsch und ein räudiger Straßenhund mit hängenden Ohren und einer erbärmlich aussehenden Rute schlüpfte aus einem davon um sich an seine Fersen zu heften. Gemeinsam erreichten sie das Waldgebiet bei der Siedlung Luccoli. Erkennbar an der enthusiastisch betriebenen Bewirtschaftung. Bartolo und sein Begleiter hielten sich zunächst weiterhin im dichtesten Bewuchs auf, wenngleich die vorangeschrittene Jahreszeit ihn ausgedünnt hatte. Von hier aus observierten sie das Gebiet.
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