[1113] Das Einhorn und sein Schatten [Drita, Elias]

[Mai '25]

Moderator: Ilario

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Drita
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[1113] Das Einhorn und sein Schatten [Drita, Elias]

Beitrag von Drita »

Elias Paterno hat geschrieben: Do 1. Mai 2025, 10:56 Verehrte Drita,

mit dem gebotenen Respekt wende ich mich an Euch in der Hoffnung, Gehör und Gelegenheit zu finden, mich Euch in angemessener Weise persönlich vorstellen zu dürfen.

Mein Name ist Elias Paterno, Sohn des Giacomo da Contentin vom Blute Saulots.
Angereist aus Sizilien, gelangte ich nach Genua, wo ich auf den wohlwerten Senore Trevisan traf.
Er riet mir in einem freundschaftlichen Gespräch, der Herolding dieser Domäne und Hüterin des Wortes – also Euch – meine Aufwartung zu machen.

Aus diesem Anlass bitte ich um Eure Zeit für eine Audienz.
Für Ort und Stunde würde ich mich selbstverständlich nach Euch richten.

Mit Respekt und aufrichtigem Willen verbleibe ich,
Euer ergebener

Elias Paterno
vom Blute der Salubri

Deus custodiat te
Die Antwort erfolgte einige Tage später
Werter Elias Paterno
vom Blute der Salubri

ich erwarte euer Erscheinen in 6 Nächten zur ersten Stunde im Elysium der Domäne. Sucht mich dort im Heckenlabyrinth auf.

Drita,
Aspirantin der Via Mercator,
Ancilla vom Blute Lasombra,
Harpyie und Herold ex mandato principis,
Hüterin des Wortes
Feuer und Sturm, Erdbeben mögen meine Waren zerstören.
Ich verliere nicht Viel, wenn mir das Vertrauen meiner Kunden erhalten bleibt.

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Elias Paterno
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Re: [1113] Das Einhorn und sein Schatten [Drita, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

Er war bereits im Elysium anwesend, zog jedoch den Rosengarten vor, von dem aus man einen guten Blick auf den Westeingang hatte. Mitternacht war bereits vorüber, als er sich auf den Weg zum Heckenlabyrinth machte.
Elias hatte das Labyrinth in der vorangegangenen Nacht inspiziert, um sich mit der Anlage vertraut zu machen. Es war nicht schwer, und so fand er rasch die Bank, an der er den vereinbarten Treffpunkt vermutete.
Er setzte sich und schloss seine drei Augen. Lauschte auf die Umgebung und bereitete sich innerlich auf die Begegnung vor.
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Elias Paterno
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Re: [1113] Das Einhorn und sein Schatten [Drita, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

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Drita
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Re: [1113] Das Einhorn und sein Schatten [Drita, Elias]

Beitrag von Drita »

Ihr Erscheinen wirkte so, als wäre sie gar zufällig hier. Sie flanierte alleine durch das Heckenlabyrinth, blieb hier und da stehen und betrachtete die Pflanzen. Ihre Anwesenheit kündigte sich zum einen durch die Schritte. Zum Anderen war das Näherkommen der Aspirantin der via Regalis zu spüren - Sie hatte eine Aura an sich, die die Werte des Weges ausdrückte - etwas, was man von starken Gläubigen kannte, aber eben auf der verzerrten Ebene eines Pfades der Sünde: Macht, Regentschaft, Reichtum. Dann endlich trat die Ancilla um die Ecke und verharrte als der Eingeladene schon dort war. Es war eine halbe Stunde vor der ausgemachten Zeit. Offenbar hatten Beide vor überpünktlich zu sein, aber der Neugeborene war eben zuerst da gewesen.

Das Kleid das Drita trug war teuer: Stoffe und Farbe sprachen von Reichtum. Trotz des Prunks lag ein schlichtes silbernes Kreuz auf ihrer Brust. An ihrem Gürtel war eine mittelgroße Tasche befestigt. Waffen trug sie keine - immerhin waren sie im Elysium. Das Gesicht der Lasombra war von einer Halbmaske verborgen, die nur den Teil unter der Nase freigab und auch die Wangen zu Teilen verbarg. Die Augen stachen besonders hervor, da sie unter der schwarzen Maske zusätzlich schwarz geschminkt waren und das weiß daher besonders betont wurde.

Drita verharrte, nachdem sie vollends um die Ecke gebogen war. Offen war ihre Haltung, bereit für ein Gespräch, dass sie jedoch offensichtlich nicht beginnen würde.
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Elias Paterno
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Re: [1113] Das Einhorn und sein Schatten [Drita, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

Als die Gestalt in Schwarz um die Ecke bog, hatte er sie bereits kommen gespürt. Nicht nur weil er in der Stille gewartet hatte - nein - sie hatte gewollte dass er sie bemerkte.
Auch wenn es noch nicht ganz ein Uhr geschlagen hatte, bestand kein Zweifel dass die Gestalt vor ihm Drita, die Harpyie und Heroldin Genuas war.
Er verneigte sich tief, verharrte einen Moment ehe er sich wieder erhob. Mit klarem Blick und geradem Rücken richtete er die Worte an seine Verabredung:

"Sehr verehrte Drita, Harpyie und Heroldin Genuas,
ich danke euch, dass ihr die Zeit für eine Audienz gefunden habt:

Erlaubt mir mich noch einmal persönlich vorzustellen:
Mein Name ist Elias Paterno,
Neugeborener vom Blute des Clans Salubri,
Pilger auf dem Pfad des Himmels,
Kind von Giacomo da Cotentin,
Sohn von Robert Paterno dem Zweiten.

Die Ursprünge meiner Linie sind mir leider unbekannt.
Meine Familie stammt aus der Normandie – einer kühlen Region im Norden, nicht fern von Frankreich.
Doch unsere Wurzeln reichen, so heißt es, weit tiefer in den Norden – in jene Länder, wo Eis und Schnee ewig währen."


Nach diesen Worten hielt er inne. Seine Augen huschten kurz über das silberne Kreuz auf ihrer Brust bevor sie wieder seine Gegenüber fokussierten.
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