[1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

[Juli '25]

Moderator: Ilario

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Giuseppe
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[1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Giuseppe »

Giuseppe stand am Kai.
Versteckt unter grobem Leinen.
Sein Gesicht: vernarbt, schief, mit warziger Haut überzogen.
Ein Hafenjunge, wie ihn keiner anschauen wollte.

Er kaute auf einem Stück Brot, das längst hart war.
Tat, als wäre er niemand.
Tat, als wäre er immer hier.

Vor ihm wurde ein Schiff entladen.
Kisten, Fässer, Seile.
Die Männer fluchten.
Der Schweiß tropfte.
Der Geruch von Fisch und Teer lag in der Luft.

Oben im Krähennest: Marco.
Die Eule nagte an einem halben Hering.
Zerzaustes Gefieder, scharfer Blick.
Ein Wächter mit blutigen Krallen.

Giuseppe sah nicht zum Mast.
Aber er wusste, dass Marco ihn beobachtete.
Wie immer.

Ein neues Schiff.
Ein neuer Name.
Neue Gesichter?

Giuseppe wartete.
Bewegte sich nicht.
War nichts weiter als ein hässlicher Schatten am Rand des Kais.
Bereit zuzuhören.
Bereit, zu lernen, was dieses Schiff verbarg.
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Mordecai
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Mordecai »

Seit einigen Tagen gab es ein neues Schiff im Hafen. Es lag etwas abseits. Niemand schien von dort ab- oder aufzuladen. Niemand spazierte auf Deck umher. Und niemand schien sich daran zu stören, dass es so war. Das übrige Geschäft ging weiter. Die Männer schleppten ihre Waren, schwitzend und fluchtend, bis das stinkende Getümmel sich mit dem Verschwinden des letzten Lichtschimmers im westlichen Horizont in die Hafenspelunken zu verschieben begann.
Plötzlich huschten der Schemen einer zierlichen Person an Guiseppes Versteck vorbei. Die Silhouette verriet, dass die Person einen Umhang mit Kapuze trug und über ihrer Schulter eine Art Umhängetasche baumelte. Sie blieb bei dem mysteriösen Schiff stehen, balancierte über einen schmalen Steg an Board und verschwand dann unter Deck.
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Giuseppe
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Giuseppe »

Darauf hatte Giuseppe nur gewartet.
Es mochte niemand stören, dass dieses Schiff so still hier lag.
Interesse, hatte es geweckt.

Der kleine Nosferatu griff nach den Schatten um ihn.
Zog sie um sich*.
Schlich ungesehen zum Schiff.

Suchte nach einem Namen.
Nach einer Flagge.
Betrachtete eingehend die Planke.
Stand sie fest?

Belustigt blickte er nach oben zu Marco.
Der war immer noch mit dem Fisch beschäftigt.

Verdammte Viecher.

Dann schlich er langsam über die Planke.
Betrat das Schiff.
Schlich sich von den Schatten verborgen näher an.
Lugte unter Deck.
Versuchte den heimlichen Bewohner des Schiffes zu entdecken**.

*Durch Verdunklung 2 ungesehen bewegen.
**Unter Deck gucken - Details erkennen = 4 Erfolge

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Giuseppe besitzt Verdunklung 3 wenn du dagegen würfeln möchtest.
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Mordecai
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Mordecai »

Die Planke war schmal, wie ein Notbehelf, würde Guiseppes Gewicht aber ohne Probleme halten. Auf Deck zu gelangen gelingt also. Nirgends war ein Wappen zu sehen und auch Fahnen waren keine gehisst. Dann, nach einigem Auf-die-Planken-Starren und allgemeinem Warten war ein leises Knarzen von Schritten von unter Deck zu hören.
Die Tür nach unten öffnete sich geräuschlos und zu sehen war ein Mann mit dunklen Locken, der gerade eine andere Tür verschloss, kurz so stehen blieb, als würde er lauschen aber statt sich umzudrehen einfach nur seitlich zu einem Schreibtisch ging und sich setzte. Auf dem Tisch stand ein Licht, eine Kerze, hinter einem Bernstein-farbenen Windschutz. Er schlug ein Buch auf und began zu lesen.
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Giuseppe
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Giuseppe »

Lautlos verschloss der Kleine die Luke wieder*.
Zog erneut die Schatten um sich**.

Dann blickte er sich auf dem Schiff um***.

War wirklich niemand anderes hier?
Gab es Hinweise auf die Besatzung ?
Eine andere Luke?
Vielleicht eine die in einen Laderaum führte?


*Verdunklung 1 um keine Töne zu erzeugen.
** Verdunklung 2 um wieder „unsichtbar“ zu werden.
***Wahrnehmung + Aufmerksamkeit = 5 Erfolge um nach mehr Details zu suchen
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Mordecai
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Mordecai »

Der Man blickte auf von seiner Lektüre, als Guiseppe im Begriff war, sich wieder aus dem Staub zu machen. Er schien Guiseppe direkt anzustarren und wirkte dabei sogar leicht genervt. Er kniff die Augen zusammen und erhob sich. Was er wohl denken mochte? Vielleicht zog es in seiner Wahrnehmung, weil die Tür nicht zu war… . Die Tür geräuschlos zu schließen gelang jedenfalls. Oben auf Deck war alles aufgeräumt und fest vertäut. Man plant wohl noch eine Weile hier zu bleiben. Etwas weiter hinten gab es eine vergitterte Luke die den Blick in einen Laderaum ermöglichte. Dort befanden sich einige geschlossene Kisten, was erklären würde, weshalb das Schiff so tief im Wasser lag. Die Tür, welche er soeben geschlossen hatte öffnete sich und der Mann kam auf Deck. Aus dem Inneren waren ganz dumpf und leise Stimmen zu hören. Der Mann bewegte sich nun schlendernd in die Nähe von Guiseppe, blieb an der Reling stehen wo er sich anlehnte und ihn dann direkt ansah, oder zumindest wirkte es so.
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Giuseppe
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Giuseppe »

Der kleine Hafenjunge grinste.
Da hatte er sich wohl kräftig selbst verschaukelt.
Er hatte das hier schon für ein Geisterschiff gehalten.

Hatte in Betracht gezogen, dass sich hier einer der ihren versteckte.
Die Stimmen im Inneren beruhigten ihn.
Dieses Schiff besaß eine Mannschaft.
Sie machte sich nur unsichtbar, hielt es offensichtlich nicht für notwendig die Ladung zu bewachen.

Der edle Herr im Schiff, verwirrte ihn.
Wo war sein Kapitän?
Wieso war der hier las in nem Buch.
Und das alles ohne Wache?

Seltsam, ein leises Gefühl in seinem Magen sagte ihm, dass hier irgendetwas nicht stimmen mochte.
Am irritierenste war das der Fremde mehrfach den Eindruck machte, als hätte er ihn gesehen.

Aber das war unmöglich.

Und so hatte er sich zum Heck zurückgezogen.
Hatte einen Blick auf die Ladung geworfen.

Er hatte gerade beschlossen sich zurückzuziehen - als der hohe Herr an Deck kam.
Ihm gewissermaßen den Weg abschnitt.
Und schon wieder ansah.

Etwas war hier nicht richtig.
Mit letzter Verzweiflung konzentrierte sich der kleine Nosferatu darauf, einfach nicht hier zu sein.
Bewegte sich langsam von dem hohen Herren weg.
Außenrum, in Richtung der Planke.
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Mordecai
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Mordecai »

Und so schloss er messerscharf, dass nicht sein kann was nicht sein darf. Als Guiseppe sich dann vollends davon machen wollte und Mordecai den Rücken zu kehrte, räusperte sich dieser gut hörbar. Er schüttelte ungläubig mehr für sich denn für den nicht eingeladenen Gast den Kopf und sprach Guiseppe direkt an: „Kann ich dir irgendwie helfen?“
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Giuseppe
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Giuseppe »

Nun da er offenbar aufgeflogen war,
drehte sich der kleine Kobold in einer fließenden Bewegung um.

Er betrachtete den hohen Herren neugierig.
Es musste sich um ein Kainskind, handeln.
Eines von nicht unerheblicher Macht, wenn es im Stande war ihn zu sehen.

Sterbliche Beobachter mochten einen kleinen pickligen Hafenjungen sehen.
Mordecai erblickte einen kleinen hässlichen Wicht.
Große, lidlose Augen, spitze Ohren, ein zahngespicktes schiefes Gebiss.

Seine Fresse bildete einen schiefen asymmetrischen Ausdruck.
Ein Lächeln ? Ein Grinsen ? Es war schwer zu sagen.

Dann neigte er den Kopf.

„Giuseppe,
Neugeborener der Verborgenen,
Gast in Genua,
Gast der Verborgenen zu Genua,
Sohn des Faustus von Thurii, Ancilla der Verborgenen.“


Neugierig betrachte er den Fremden.

„Nun, da offensichtlich ist,
dass ihr einer der unseren seid,
wäre es möglich, dass wir uns gegenseitig behilflich sein können.“


Wieder dieser schiefe Ausdruck seines Gebisses.

„Ich entschuldige mich dafür, dass ich eure Ruhe gestört habe.
Hätte ich gewusst, dass es sich bei euch um ein Kainskind handelt,
hätte ich mich in aller Förmlichkeit angemeldet.“
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Mordecai
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Re: [1115] Zwischen Fässern und Fischgeruch [Mordecai, Giuseppe]

Beitrag von Mordecai »

Ein Wind zupfte wie ein ungeduldiges Kind an Mordecais Haaren und ließ die dunklen Umrisse seiner Locken hin und her tanzen, während er mit seinen grauen Augen auf die kleine Gestalt vor sich blickte. Er trat auf Guiseppe zu, neigte den Kopf und stellte sich dann seinerseits vor:

„Mordecai, Neugeborener vom Clan Tzimisce, Kind des Konstantin Georgiou, Ancilla des Clans Tzimisce, Schlüsselmeister Caenophruriums, Kind des Nikolaos Papathanasiou, Ahn des Clan Tzimisce, Prinz von Burgas, Despot Pontus Euxinus.„

Dann lächelte er.

„Ihr möchtet euch entschuldigen…“

Er ging wieder auf die Kajüte zu und wartete darauf, dass Guiseppe ihm nach unten folgen würde, dorthin, wo er sich eben selbst noch heimlich, aber nicht ungesehen, hineingeschlichen hatte.

„Kommt, lasst uns reden.“

—-

Innen, hob Mordecai eine Umhängetasche vom Boden auf und setzte sich damit wieder an den Tisch.

„Bitte, nehmt doch Platz.“

Schräg vor dem Tisch war ein weiterer Stuhl. Mordecai ruckte einen silbernen Kelch zu sich heran, holte einen Schlauch aus der Tasche und schenkte sich zu trinken ein.

„Mich freut, dass Ihr viel von gegenseitiger Hilfe haltet. Ich bin neu in Genua und bräuchte die ein oder andere Orientierungshilfe.
Gesperrt

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