[1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

[August '25]

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Giuseppe
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[1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Giuseppe »

Der folgende Brief wird Elias im Casa dei Guaritori von Nicolo überreicht.
Er ist auf wertigem Papier verfasst, in einer leicht krakeligen Handschrift.

--------------------------------------------

An den werten Elias Paterno,
Neugeborener des Clans Salubri,
Pilger auf dem Weg des Himmels,
Kind von Giacomo da Cotentin,
Kind von Robert Paterno dem Zweiten.

Lieber Elias,

auf Empfehlung des verehrten Vergonzo Faro würde ich gerne mit Euch über die entstandene Verwirrung um meine Person und Eure Beobachtungen in Maddalena sprechen.

Zudem wäre es mir eine Freude, den geistlichen Austausch, der in unseren letzten Begegnungen anklingt, in einem privaten Rahmen zu vertiefen.

Ich würde mich freuen, Euch am 17. Juno dieses Jahres im Hörsaal des Casa dei Guaritori zu treffen.

Mit freundlichem Gruß,

Giuseppe
Neugeborener der Verborgenen,
Gast in Genua,
Gast der Verborgenen zu Genua,
Sohn des Faustus von Thurii, Ancilla der Verborgenen.

------------------

Falls Elias in der entsprechenden Nacht, das Casa dei Guaritori besuchen würde, so würde er Giuseppe im Lehrsaal im Obergeschoss des Hauses wiederfinden.

Der Raum war schlicht, aber funktional eingerichtet und es gab mehrere schmale Fenster, um die Winterkälte fernzuhalten, doch tagsüber ausreichend Sonnenlicht einzulassen, um den Raum in ein sanftes Halbdunkel zu tauchen. Ein unverkennbarer Geruch von Pergament, Tinte und getrockneten Kräutern lag stets in der Luft.

Der Kobold selbst, glich dem pickeligen Hafenjungen, den man auch auf Genuas Straßen gelegentlich antreffen konnte. Nur trug er hier ein weißes Heilergewand und roch nach Tymian, Mhyrre und Rosmarin.

Der Kleine schien ehrlich erfreut, den Ritter zu sehen und nickte ihm zur Begrüßung tief zu.
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Elias Paterno
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

Elias kam in sauberer Gewandung. Auch wenn das Kettenhemd unter der Robe leise knirschte, so waren doch Leinen und Schuhe weitestgehend vom Staub der Straße befreit. Leise, um die Ruhe der Kranken und Sterbenden nicht zu stören betrat er den ersten Stock. Es war dunkel und er war noch nicht oft hier gewesen, die angelehnte Tür und das spärliche Licht des Mondes wiesen ihm jedoch den Weg zu seinem Ziel.

Ein leises aber bestimmtes Pochen an der Tür, eher er sie ganz öffnete und eintrat.

Ein Lächeln umspielte seine Lippen, als er die angedeutete Verbeugung des ersten Nosferatus erwiederte, dem er auf genuesischem Boden, damals vor einigen Jahren begegnet war.

"Dominus Vobiscum, werter Guiseppe."


Seine Körpersprache war entspannt, Speer und Schild waren auf seinem Rücken angebracht, die Hände waren zur Begrüßung leicht geöffnet.
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Giuseppe
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Giuseppe »

Dominus Vobiscum, werter Elias“, antworte Pickel-Giuseppe.

Über Tage hinweg hatte sich Giuseppe ins Gedächtnis gerufen, dass es durchaus möglich war, dass Elias getäuscht worden war. Dass er glaubte, was er Vergonzo erzählt hatte.

Zusammen mit Nicolo hatte er Möglichkeiten erörtert, die begründeten, warum der Ritter so handelte, wie er es eben getan hatte.

Schritt für Schritt hatte er so seine Wut in den Hintergrund gedrängt. Hatte sich auf das Konstruktive konzentriert. Er konnte es sich nicht leisten, dem Tier die Führung zu überlassen.

Und so fiel es ihm vergleichsweise leicht, die nächsten Worte zu formulieren.

Es ist schön, dass ihr hier seid. Ich halte das nicht für selbstverständlich. Wie geht es euch?

Freundlich betrachtete der kleine Junge den Ritter, begann den Abend mit etwas Konversation
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Elias Paterno
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

"Soweit ganz gut, danke der Nachfrage. Meine Bemühungen die Kreuzzüge zu unterstützen tragen erste Früchte, die Kirche wächst. Natürlich ist die um sich greifende Seuche ein Problem und es tut mir leid um die Seelen die vor den Stadtmauern siechen, doch ich vertraue darauf dass es einen Grund gibt, weshalb sie geprüft werden.
Genua selbst wir langsam aber stetig ein wenig sicherer für Reisende Pilger."

Er zögerte einen Moment, und wurde dann wieder sachlich:

"Aber das ist nicht der Grund warum ihr mich eingeladen habt nicht wahr? Ich vermute es geht um die unschöne Situation als ihr bei der Jagd gesehen wurdet? Ich möchte nicht dass ihr denkt ich hatte vorschnell geurteilt, und stehe euch gerne Rede und Antwort im Bezug auf meine Aussage."

Der Tonfall war deutlich ernster geworden, jedoch nicht drohend gegenüber Giuseppe, sonder ob der wichtigen Angelegenheiten welche scheinbar weiteren Klärungsbedarf erforderte.

Sollte Giuseppe ihn um seine Version der Dinge bitten, was eine nachvollziehbare Reaktion wäre, würde Elias die Ereignisse wie folgt schildern:

"Pater Venanzio, der Kirchdiener von Santa Maria Magdalena erzählte mir von Überfällen die Nachts stattfänden. Keine Raubüberfälle, Anschläge auf Betrunkene, Obdachlose, Bettler. Es besvhriebbsie als Bösartigkeit, da nie etwas gestohlen werde.
Seine bitte war mich um diese Geschehnisse zu kümmern und verwies mich an einen Augenzeugen.
Zu meinem bedauern war der Augenzeuge wohl tatsächlich bei der Tat anwesend, denn er beschrieb den Vorgang sehr genau, inklusive des Kusses. Die beschriebene Gestalt passt genau auf eure doch sehr einzigartige Erscheinung. Ich sah mich gezwungen zu handeln.
Das Gesetze der Macht schreiben klare Regeln vor aber da das Unglück abgewandt werden konnte, wählte ich den meiner Meinung nach mindestens Pfad der Konsequenz und wandte mich im Vertrauen an euer verehrtes Clansoberhaupt, Vergonzon Faro. Ein eigenes Urteil zu fällen stand mir nicht zu."


Der Vortrag war sachlich und strukturiert, es lag nahe dass er diesen Vortrag zumindest im Geist vor dem Treffen durchgegangen war.
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Giuseppe
Nosferatu
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Giuseppe »

Giuseppe unterbrach Elias Vortrag nicht.
War dankbar, dass dieser sofort auf den Punkt kam. Hatte bei dem Vorschlag zunächst über den Elefanten im Raum zu sprechen, dankbar genickt.

Während Elias sprach schien der kleine Nosferatu konzentriert, hörte zu, machte mehrfach den Eindruck etwas sagen zu wollen, aber bewusst nicht zu unterbrechen.

Er suchte nach Widersprüchen in Elias Körpersprache, nach ausgelassenen Details oder Manipulationen anderer Art*.

Doch er fand nichts. Der Salubri glaubte, was er gehört hatte.

Die Schilderung war so schockierend, dass er vom ursprünglichen Plan seiner Gegenrede abwich.

Wenn Elias wirklich glaubte dies entspräche der Wahrheit, war ihm außer einem erschreckenden Maß an Naivität, kaum etwas vorzuwerfen.

Möglicherweise war der Salubri einfach jung und hatte noch nicht erlebt, wie durchtrieben, einige ihrer Blutsbrüder waren.

Und so war Giuseppes Ton freundlich, auch wenn er offensichtlich betroffen schien.

„Ich danke euch für euer Vertrauen. Es ist gut das ihr den verehrten Vergonzo informiert habt, bevor ihr diese Anschuldigungen weiter getragen habt.“

Der Kleine betrachtete ihn nachdenklich.

„Zunächst einmal, ich glaube nicht, das ich der Kobold bin, den euer Zeuge in jener Nacht gesehen hat. Gleichwohl glaube ich aber auch nicht, dass es sich um einen Zufall handelt.“

Seine Schultern zuckten.

„Ich hoffe ich kann euch im Verlaufe des Gesprächs überzeugen, dass wir in dieser Sache auf der gleichen Seite stehen.“

Er lächelte.

„Nur um sicher zu gehen, dass ich euch richtig verstanden habe. Der angesprochene Zeuge wurde nicht selber Opfer des Kobolds, sondern beobachtete diesen dabei, wie er den Kuss an jemand anderen weiter gab. Wie er also ein anderes Kainskind erschuf?“

Innerlich schüttelte sich Giuseppe in Anbetracht der Dreistigkeit dieses Schauspiels.

„Oder habe ich euch falsch verstanden und er wurde Zeuge, wie der Kobold von ihm oder jemand anderen trank?“

Er schien nachzudenken.

„Konnte euer Zeuge angeben, in welchem Zeitraum und an welchem Ort diese Attacke stattfand?“

Der folgende Gedanke, trieb ihm einen kleinen Schauer über den Rücken.

Elias hatte doch nicht ….

„Wann habt ihr ihn zuletzt gesehen? Könnten wir ihn gemeinsam befragen?“

Nein, Elias folgte den Weg des Himmels, er würde niemanden ermorden, nur weil dieser Zeuge eines Stillebruchs geworden war.

Spoiler!
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Elias Paterno
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

Auch Elias vergalt Giuseppe seine Geduld mit Aufmerksamkeit und Stille. Schweigend hörte er zu; es war deutlich, dass es ihm mindestens ebenso wichtig war, diese Sache aufzuklären, wie Giuseppe.

"Wer glaubt ihr könnte der Kobold sonst sein? Mir ist kein Kainit bekannt, der auch nur annähernd eure Gestalt trägt. Der Fluch eures Clans lässt selten eine einfache Verwechslung zu – ohne euch kritisieren zu wollen.
Die Zeugenaussage bezog sich in etwa auf das Jahr 1111. Gestützt wurde sie von mehreren weiteren Frauen, denen der Kobold zumindest optisch bekannt war. Bei der Befragung lag der beschriebene Zwischenfall bereits zwei Jahre zurück, und doch konnte sie seine Kontur beschreiben und war felsenfest von der Begegnung überzeugt. Sie schwor auf einen kleinen Mann, der von einem großen Mann das Blut aus dem Hals trank. Aber ja – ihr habt richtig verstanden – die Zeugin war Betrachterin des Aktes."


Es war nicht viel, doch Elias sprach vom Kobold so, als könnte er durchaus eine andere Person als Giuseppe sein.

"Was den Ort angeht, so habe ich es dem verehrten Vergonzo bereits mitgeteilt: es war Maddalena, der Stadtteil, dessen Schutz ich übernommen habe und in dem ich überhaupt erst auf diese Spur stieß.
Die Zeugin ist unter allen Umständen zu schützen. Ihr versteht sicher, dass ich euch aus Prinzip nicht einfach ihren Aufenthaltsort nennen darf. Wenn wir allerdings in Begleitung einer weiteren Person wären, so wäre das eine andere Sache.
Es tut mir leid, doch auch wenn ich euch vertraue, so kann ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, Kläger und Angeklagten direkt einander vorzustellen, wenn ein so gewaltiges Machtgefälle vorherrscht."


Elias beeilte sich hinzuzufügen. Es war ehrlich gemeint und sollte Giuseppe nicht als „Verbrecher“ darstellen.

"Ich sehe es als meine Pflicht, diesen Fall nochmals zu untersuchen – sollten dabei Fehler vorgekommen sein, so stehe ich tief in eurer Schuld. Aber wer, glaubt ihr, wäre daran interessiert, einen Keil zwischen Salubri und Nosferatu zu treiben? Sollte dies der Fall sein, wäre ich dafür, den wohlwerten Nicolò Tervisan und den verehrten Vergonzo Faro zumindest ins Bild zu setzen. Allerdings nicht" – er betonte das Wort besonders – "bevor es dafür klare Anhaltspunkte gibt. Es ist nicht klug, die Ältesten mit Dingen zu belästigen, von denen sie ausgehen dürfen, dass sie auch von uns Neugeborenen erledigt werden können."
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Giuseppe
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Giuseppe »

Der Hafenjunge im Heilergewand nickte.
Er verstand.

„Ja ihr habt recht, es ist wichtig, dass den Frauen nichts passiert.
Wenn ich es mir recht überlege, bin ich mir gar nicht sicher ob ich sie kennen möchte.“


Sein Blick war traurig.

„Falls sie diese Geschichten weiter tragen, wird irgendwann jemand kommen der sie zum Schweigen bringt.
Wenn ich euch nicht helfen kann sie zu schützen, ist es besser wenn ich sie nicht kenne.
Falls die Obrigkeit nämlich diese Kobold Geschichte glaubt, wird man mir diese Information vor meine Vernichtung entreißen.“


Diese Vorstellung, war schrecklich.

„Nun, ihr fragt wie es zu einer Verwechslung kommen kann.
Erstmal ist die Beschreibung eines kleinen Mannes, der von einem Großen trinkt, ja nicht sehr spezifisch.
Das wundert mich ehrlich gesagt, ich hätte gedacht, dass ihr gründlicher recherchiert, bevor ihr eine so schwerwiegende Vermutung äußert.“


Er sah an sich hinunter.

„Aber letztlich glaube ich auch nicht an einen Zufall.
Seht mich im Moment an, ich nehme an ihr seht keinen Kobold, sondern einen jungen Heiler.
Ich kann, mit ein wenig Übung die Gestalt jedes Menschen annehmen.
Eure, die des wohlwerten Nicolos, sogar die des verehrten Vergonzos.“


Die Schultern zuckten.

„Ich jage nicht auf den Straßen, aber wenn ich es täte, dann würde man doch erwarten, dass ich mich maskiere.
Vor allem, wenn ich von einem Menschen trinke.“


Einer seiner Finger erhob sich.

„Die Maske, wie wir sie nennen, kann brechen.
Wenn es sich um ausgesprochen gläubige Menschen handelt.
Gelegentlich auch aus anderen Gründen.

Es wäre also rein hypothetisch möglich, dass ich auch wenn ich mich maskiert hätte, gesehen werde.
Allerdings wäre das nicht auf offener Straße geschehen, da ich dort nicht jage.
Auch nicht in Maddalena.“


Der Finger blieb erhoben.

„Allerdings, werde ich nicht das einzige Kainskind sein, das diese Gabe besitzt.
Jeder einzelne der damit vertraut ist, könnte meine Gestalt annehmen und sich zufällig sehen lassen.“


Sein Finger senkte sich.

„Es gibt weitere Methoden um den Geist von Menschen und Unsterblichen zu manipulieren.
Einige unserer Art, können Erinnerungen manipulieren.
Dinge schaffen, welche nicht da sind.“


Er lächelte „Das ist der Grund, warum es mir schwerfällt, alles zu glauben was ich sehe oder höre.“

„Es ist der Grund, aus dem ich in diesem Fall glaube, das wir in die Irre geleitet werden.
Jemand versucht uns beide, mit einem kleinen Trick aus dem Verkehr zu ziehen.
Mich durch einen vermeidlichen Traditionsbruch, euch durch einen vermeidlichen Meineid.“


„Das Casa dei Guaritori ist in den letzten Jahren zu einem Machtfaktor in Genua geworden.
Einem Zeichen für Menschlichkeit. Ein Symbol eines Bündnisses meines und eures Clans.
Hier erleben Mensch und Kainskinder Menschlichkeit und Mitgefühl.
Hier entstehen Bündnisse zum Schutz der Sterblichen.
Hier lehrt ein Aschepriester der Via Humanitatis.“


Sein Blick wurde ein wenig grimmig als er weiter sprach.

„Mir fallen allerlei Fraktionen ein, denen diese Tatsache nicht schmecken wird.
Doch ich habe keine Beweise.
Und wenn diese nicht vorliegen, sollte man schweigen.
Aber denkt selber nach, ein Angreifer der durch diesen Trick, die Salubri und Nosferatu trennt.
Der hat in unserem Fall sehr viel zu gewinnen und wenig zu verlieren.“


Die Schultern des Nosferatu zuckten.

„Denn wie soll es möglich sein, den Beweis für solch einen Betrug zu erbringen.
Letztlich, ginge dies nur durch ein Geständnis des Täters.
Denn die Menschen die ihr befragt habt, erinnern sich an einen Kobold.
Mutmaßlich einen, der ebenso aussieht, wie ich.“


"Ich wäre trotzdem dankbar, wenn wir gemeinsam versuchen könnten, dieses Angriff aufzuklären.
Doch möglicherweise wird uns die Vergangenheit nicht helfen und wir müssen abwarten, bis der Täter in Zukunft erneut zuschlägt. Es wird schwer sein ihn zu fassen, denn er kann überall auftauchen. Doch ich werde in den nächsten Jahren protokollieren, wann ich mich zu welcher Zeit, an welchem Ort aufgehalten habe. Dann wird es vielleicht einfacher diese Angriffe als Betrug zu entkräften."


Er betrachtete den Salubri ernst.

„Gleichzeitig und auch da müssen wir ehrlich sein, könnte auch ich lügen.
Das steht außer Frage und ihr müsst euer Urteil selber fällen.
Redet mit Nicolo, falls es euch hilft, er wird euch die Existenz dieser Blutskräfte bestätigen.
Tragt bitte diese Geschichte nicht weiter, aber seht ruhig ob ihr jemand findet, der mich bei einer Lüge ertappt hätte.
Ihr werdet sehen, dass dies nicht das ist, für das ich in Genua bekannt bin.“


Er hoffte inständig den Salubri zu überzeugen.

„Und bedenkt bitte, das diese Anschuldigung meine Vernichtung nach sich ziehen kann,
wenn die richtigen Stellen beschließen ihr zu glauben.“
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Elias Paterno
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

Elias antwortete mir einer korrigierenden Strenge die sich nur auf die Fakten bezog, nicht auf die beteiligten Personen:

"Es tut mir leid wenn das nicht heraus kam. Die Zeugen beschrieben eine koboldähnliche Gestalt mit großen Ohren welche, das muss ich leider hinzufügen, bereits in der Gerüchteküche die Runde gemacht hatte. Die Kronzeugin war weniger detailiert, wofür es jedoch einen triftigen Grund gab.

Was die Sache mit dem Keil zwischen den Salubri und den Nosferatu angeht, so schwant mir übles. Solltet ihr wirklich im letzten Jahrzehnt nicht auf den Straßen gejagt haben und entsprechend Beweise dafür vorweisen können, so wäre das ein Indiz mit dem wir auch einen Ancilla hinzuziehen könnten.

Ihr sprecht von der Gestalt eines anderen. Wärt ihr bereit mir dies einmal zu zeigen? Nur damit ich weiß dass es nicht nur ein grober Umriss sondern wahrlich die Person selbst ist die ihr annehmen könnt? Wenn sowohl die Gestalt, als auch die Gedanken manipuliert werden können was soll man da noch dagegen unternehmen?

Kann man derleich vorkehrungen entlarven? Vielleicht sogar umkehren?"

Elias schien einen Moment ernsthafte Sorgen zu haben, vieles ging in ihm vor, das konnte man an seiner Stirn ablesen. Nach einigen Momenten des Nachdenkens schien er zu einem entschluss gekommen zu sein.

"Eure Beschreibungen kainitischer Manipulation der Realität werfen ein neues Bild auf den Fall. Ich stehe zu den Aussagen welche ich getroffen habe, bin jedoch bereit sie nochmals zu überprüfen, doch dazu benötigen wir Hilfe. Und ja ich spreche im plural von euch und mir, denn es sollte ebenso in eurem Interesse liegen diesen Fall aufzuklären.
Wir benötigen Informationen und Kainiten, welche mehr über diese Kräfte wissen. Die Idee eure Jagdstrategien zu notieren, vielleicht sogar einen Ghul von euch zu informieren oder mitzunehmen ist wichtig und richtig. Führt dies akribisch durch damit ihr einen beweis habt, sollte sich die Situation wiederholen.

Wer glaubt ihr käme in Frage mehr über diese Vorfälle zu wissen und einsicht in kainitisches Wissen zu geben? Euer Clansoberhaupt Vergonzo Faro wäre mir als nächststehener eingefallen. Er ist bereits informiert und somit kein zusätzliches Risiko."

Erwartungsvoll sah er Guiseppe an.

"Was eure Integrität angeht, so bin ich gewillt einen Vertrauensvorschuss zu liefen. Niolò Trevisan sprach sehr vertrauensvoll über euch. Und auch wenn die Fakten euch weiterhin schuldig sprechen, so ist es genug Anlass, den Vorfall nochmals zu prüfen."
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Giuseppe
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Giuseppe »

Der kleine Hafenjunge nickte,
war offensichtlich erleichtert,
dass Elias seine Einwände verstand.

„Ich danke euch für euer Vertrauen.
Und ja, ihr habt recht, wenn es euch recht ist, würde ich euch gerne unterstützen.

Leider ist es schwierig, die Kräfte der Maske zu enttarnen.

Es gibt Alte die diese durchschauen, aber die Hilfe dieser, würde meine Situation entweder eskalieren oder stünde nicht zur Verfügung. “


Dann jedoch zuckte er mit den Schultern.

„Wenn ihr möchtet, könnte ich euch einmal zu einer Jagd mitnehmen.
Aber ich befürchte, dass diese Form der Jagd euch Probleme bereitet.
Der Schlüssel ist hier Lautlosigkeit und Heimlichkeit.
Sowie ein gutes Gefühl dafür, ob das Opfer schläft oder im nächsten Moment aufwachen wird.“


Er lächelte schief.

„Trotzdem, kann ich es euch, beizeiten gerne zeigen.“

Dann schien er kurz nachdenklich.

„Zur Unterstützung unserer Nachforschungen könnten wir meiner Einschätzung nach, den wohlwerten Nicolo hinzuziehen. Er besitzt unser gemeinsames Vertrauen und ein umfassendes Wissen, bezüglich der Blutsfähigkeiten unserer Art.“

Der Kleine betrachtete Elias ernst.

„Etwas, das im übrigen mit äußerster Diskretion zu behandeln ist.
Kein Clan mag es, wenn zu viel über diese Kräfte offenbart wird.“


Schließlich wieder sein Schulterzucken.

„Auch zu dem verehrten Vergonzo, habe ich vollstes Vertrauen.
Ich kann ihn gerne bitten, an einem Treffen mit uns beiden, teilzunehmen.
Allerdings kann ich nicht über seine Zeit verfügen.
Er wird selber entscheiden, ob seine sonstigen Pflichten dies zulassen.“


Dann wieder ein Lächeln.

„Wenn ihr möchtet, können wir den wohlwerten Nicolo direkt hinzubitten.
Dann könnte ich euch, in diesem Zuge, auch meine Kräfte demonstrieren.
Ich möchte, dies nur ungerne, ohne die Zustimmung des Hausherren vollziehen.“
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Elias Paterno
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Re: [1116] Maddalena, Kobolde und Gott [Giuseppe, Elias]

Beitrag von Elias Paterno »

Elias hob eine Hand, die Handfläche offen, als Zeichen dass er nichts im Schilde führe und die Wahrheit spreche:

"Ihr dürft mich beim Wort nehmen, dass ich das dadurch gewonnene Wissen nur der Wahrheitsermittlung zur Verfügung stellen werde. Es wird ein neues Licht auf Vorfälle werfen, welches mir Helfen wird, das Amt das Liktors gerecht auszuüben. Es gibt vieles in der kainitschen Welt, welches die Schuldzuweisung verändert. Zeugenaussagen verlieren an Gewicht, wenn sie sowohl optisch getäuscht, oder ihre Gedanken manipuliert werden können.

Das Wissen über meine Ambitionen gebe ich euch als Vertrauensbeweis - das Angebot der Demonstration nehme ich gerne an. Wenn es euch hilft vor euer Clansoberhaupt zu treten würde ich einen Bericht anfertigen, in dem das Geschehene mit euren Aussagen in Zusammenhang gebracht wird, inklusiver der berechtigten Mutmaßungen was der Grund für die Vorfälle sein könnte.
Den wohlwerten Nicolò hinzuzuziehen wird der erste notwendige Schritt sein. Sein Wort als Aschepriester wiegt in der Gesellschaft schwer und wenn sich jemand an den Menschen vergreift um der Beziehung der Clane Salubri und Nosferatu zu schaden, wird ihn dies wohl auf zwei Ebenen betreffen."


Er überlegte nur einen kurzen Moment eher ohne umschweife fortfuhr:

"Kommt doch kommenden Dienstag nach Mitternacht in den Keller des Hauses der Heiler. Meines Wissens seid ihr des öfteren dort und es sollte kein Problem sein dies einzurichten? Tatsächlich steht eine Verabredung mit dem wohlwerten Nicolò aus und ich lade euch ein, dieses dringende Anliegen vorzulegen. Auch wenn Zeit vergangen ist, so ist Nachlässigkeit keine Option!"
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