[1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
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Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Gaspard verharrte einen Moment in seiner Position, nach vorne gebeugt und Isabella fixierend. Dann atmete er bewusst einmal aus und ein, um sich wieder zurücksinken zu lassen.
"Gut, der verehrte Vergonzo gab also den Anstoß." Ein sanftes Nicken signalisierte, dass er mit der Antwort zufrieden war. "Und die Sache mit der Gilde war eure Idee?" Es schien jetzt mehr Neugier zu sein, die Gaspard antrieb, die plötzliche Feindseligkeit war so schnell verflogen, wie sie gekommen war. "Ansonsten wirft der werte Rodrigo hier einige sehr interessante Fragen auf." Der Lasombra drehte sich kurz in die Richtung des Ventrue neben ihm und lächelte diesem freundlich zu.
"Aber was sagen die anderen dazu?" Er blickte bewusst in Richtung der Personen, die sich noch nicht geäußert hatten, insbesondere aber zu Giuseppe und Luciano. "Vielleicht könnt ihr uns dann, werte Isabella, alle Fragen in einem Abwasch beantworten?"
"Gut, der verehrte Vergonzo gab also den Anstoß." Ein sanftes Nicken signalisierte, dass er mit der Antwort zufrieden war. "Und die Sache mit der Gilde war eure Idee?" Es schien jetzt mehr Neugier zu sein, die Gaspard antrieb, die plötzliche Feindseligkeit war so schnell verflogen, wie sie gekommen war. "Ansonsten wirft der werte Rodrigo hier einige sehr interessante Fragen auf." Der Lasombra drehte sich kurz in die Richtung des Ventrue neben ihm und lächelte diesem freundlich zu.
"Aber was sagen die anderen dazu?" Er blickte bewusst in Richtung der Personen, die sich noch nicht geäußert hatten, insbesondere aber zu Giuseppe und Luciano. "Vielleicht könnt ihr uns dann, werte Isabella, alle Fragen in einem Abwasch beantworten?"
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Ida rückte den Stuhl zurück und stellte sich vor ihren Stuhl. Sie legte beiden Hände auf den Tisch und schaute sich in der Gruppe um.
"Werte Mitstreiter. Ich habe leider noch nicht die Möglichkeit gehabt mich Vorzustellen...Mein Name ist Ida und ich stamme aus dem fernen Frankenreich. Ich bin das Kind von Mohamed aus Byzanz, seiner seits Gelehrter und ich bin eine Tochter der Schlangen...Ich bin noch nicht lange genug in der Stadt um mir einen dauerhaften Blick über die Sterblichen mit ihren eigenen Belangen zu erhaschen....Ich bin eine Händlerin und Kräuterkundige, Philosophin und selbst gelehrte. Daher maße ich es mir nicht an, an dieser stelle von Gesundheit und Wohlbefinden zu sprechen. Meine Aufgaben liegen eher darin, sie in ihrem befinden unterstützen...glücklich zu werden.
Nichts desto trotz habe ich mir nun einige Dinge von euch allen hier angehört und Ich zu einem ersten Entschluss gekommen...
Sie schaute einmal durch die runde und danach zu Isabella...
"Ich werde Isabella de Toledo in ihrem Vorhaben eine Handelsgilde zu errichten...unterstützen..."
"Werte Mitstreiter. Ich habe leider noch nicht die Möglichkeit gehabt mich Vorzustellen...Mein Name ist Ida und ich stamme aus dem fernen Frankenreich. Ich bin das Kind von Mohamed aus Byzanz, seiner seits Gelehrter und ich bin eine Tochter der Schlangen...Ich bin noch nicht lange genug in der Stadt um mir einen dauerhaften Blick über die Sterblichen mit ihren eigenen Belangen zu erhaschen....Ich bin eine Händlerin und Kräuterkundige, Philosophin und selbst gelehrte. Daher maße ich es mir nicht an, an dieser stelle von Gesundheit und Wohlbefinden zu sprechen. Meine Aufgaben liegen eher darin, sie in ihrem befinden unterstützen...glücklich zu werden.
Nichts desto trotz habe ich mir nun einige Dinge von euch allen hier angehört und Ich zu einem ersten Entschluss gekommen...
Sie schaute einmal durch die runde und danach zu Isabella...
"Ich werde Isabella de Toledo in ihrem Vorhaben eine Handelsgilde zu errichten...unterstützen..."
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Nachdem nun schon zwei ihn aufgefordert hatten zu sprechen, lächelte der Kobold.
Ja nun wo sie ihn einige der anderen vielleicht erstmalig wieder betrachteten, viel auf das da kein edler Hafenjunge mehr stand, sondern der hässliche Gnom, den die meisten kannten.
Er nickte ernst.
„Zunächst halte ich es für wichtig zu klären, wie der verehrte Illario Contarini und die verehrte Drita zu diesem Unterfangen stehen.“
Sein Blick richtete sich auf Mariam die an ihrem Tisch, Notizen und Protokolle erstellte.
„Vielleicht könnt ihr uns erklären, ob der verehrte Illario Contarini plant, sich an dieser Operation zu beteiligen und ob das vorgelesene Gründungsdokument seinen Vorstellungen entspricht.“
Dann blickte er in die Runde.
„Da die verehrte Drita nicht anwesend ist und auch keinen Stellvertreter sendet, müssen wir davon ausgehen, dass sie sich nicht beteiligen wird. Ein Fakt der die Gründung der Gilde nicht erleichtern wird. Da sie bekanntlich über ganz erheblichen wirtschaftlichen Einfluss verfügt.“
Schließlich zuckten seine Schultern.
„Was den verehrten Vergonzo Faro angeht, so hat er mit mir nicht über dieses Unterfangen gesprochen.
Die Damen und Herren müssen sich also, bezüglich eventueller Absprachen zwischen ihr und dem verehrten Vergonzo, an die werte Isabella halten. Ich werde ihm selbstverständlich trotzdem, einen vollständigen Bericht des heutigen Abends zukommen lassen.“
Sein Blick suchte Isabella.
„Ich nehme an, das es hilfreich wäre, wenn ihr ihm, eine Abschrift eures Gründungsdokumentes zukommen lassen könntet.“
Dieser verweilte dann auch dort.
„Mich persönlich würde interessieren, wie die wirtschaftliche Bedeutung der einzelnen Mitglieder festgestellt wird.
Übermittelt dazu jeder Beteiligte, seine Einflüsse, Guhle, Mitarbeiter, Geldflüsse, Handelslandungen und erzielte Preise an die Gilde ? Und vor dem Hintergrund der Rechenschaft. Ist es dann jedem Mitglied gestattet, diese einzusehen und so die eigene Bedeutung zu validieren ? Auch die entstehenden Kosten für meine Unternehmungen, müsste man natürlich einplanen, bevor man diesem durchaus diskutablen Vorschlag folgt.“
Schließlich lächelte.
„Eine persönlicher Hinweis als Diener der See, wäre es außerdem darauf hinzuweisen, dass meiner Meinung nach eine große Bedrohung für den Handel, aus Savona droht. Dieses besitzt selbstverständlich nicht den das Handelsvolumen der genannten Konkurrenten, aber es liegt nah an unserer Domäne, es besteht ein sehr ausgeprägter Handel von allerlei Gütern und es besitzt die strategische Position um Genua den Platz an der Sonne streitig zu machen. Für einen Seefahrer ist es aus nautischer Perspektive kaum von Belang, ob er nun in Genua oder Savona halt macht. Dies ist den Tedesci bewusst und sie arbeiten daran unsere Postion zu untergraben.“
Wieder zuckten die Schultern.
„Zuletzt würde ich vorschlagen, die Gründung dieser Gilde, noch ein wenig vorzubereiten und in die Zukunft zu verschieben. Schließlich sind wir aktuell ohne Prinz. Ein neuer Prinz, könnte die Vorraussetzungen für ein solches Unterfangen, erheblich beeinflussen.“
Ja nun wo sie ihn einige der anderen vielleicht erstmalig wieder betrachteten, viel auf das da kein edler Hafenjunge mehr stand, sondern der hässliche Gnom, den die meisten kannten.
Er nickte ernst.
„Zunächst halte ich es für wichtig zu klären, wie der verehrte Illario Contarini und die verehrte Drita zu diesem Unterfangen stehen.“
Sein Blick richtete sich auf Mariam die an ihrem Tisch, Notizen und Protokolle erstellte.
„Vielleicht könnt ihr uns erklären, ob der verehrte Illario Contarini plant, sich an dieser Operation zu beteiligen und ob das vorgelesene Gründungsdokument seinen Vorstellungen entspricht.“
Dann blickte er in die Runde.
„Da die verehrte Drita nicht anwesend ist und auch keinen Stellvertreter sendet, müssen wir davon ausgehen, dass sie sich nicht beteiligen wird. Ein Fakt der die Gründung der Gilde nicht erleichtern wird. Da sie bekanntlich über ganz erheblichen wirtschaftlichen Einfluss verfügt.“
Schließlich zuckten seine Schultern.
„Was den verehrten Vergonzo Faro angeht, so hat er mit mir nicht über dieses Unterfangen gesprochen.
Die Damen und Herren müssen sich also, bezüglich eventueller Absprachen zwischen ihr und dem verehrten Vergonzo, an die werte Isabella halten. Ich werde ihm selbstverständlich trotzdem, einen vollständigen Bericht des heutigen Abends zukommen lassen.“
Sein Blick suchte Isabella.
„Ich nehme an, das es hilfreich wäre, wenn ihr ihm, eine Abschrift eures Gründungsdokumentes zukommen lassen könntet.“
Dieser verweilte dann auch dort.
„Mich persönlich würde interessieren, wie die wirtschaftliche Bedeutung der einzelnen Mitglieder festgestellt wird.
Übermittelt dazu jeder Beteiligte, seine Einflüsse, Guhle, Mitarbeiter, Geldflüsse, Handelslandungen und erzielte Preise an die Gilde ? Und vor dem Hintergrund der Rechenschaft. Ist es dann jedem Mitglied gestattet, diese einzusehen und so die eigene Bedeutung zu validieren ? Auch die entstehenden Kosten für meine Unternehmungen, müsste man natürlich einplanen, bevor man diesem durchaus diskutablen Vorschlag folgt.“
Schließlich lächelte.
„Eine persönlicher Hinweis als Diener der See, wäre es außerdem darauf hinzuweisen, dass meiner Meinung nach eine große Bedrohung für den Handel, aus Savona droht. Dieses besitzt selbstverständlich nicht den das Handelsvolumen der genannten Konkurrenten, aber es liegt nah an unserer Domäne, es besteht ein sehr ausgeprägter Handel von allerlei Gütern und es besitzt die strategische Position um Genua den Platz an der Sonne streitig zu machen. Für einen Seefahrer ist es aus nautischer Perspektive kaum von Belang, ob er nun in Genua oder Savona halt macht. Dies ist den Tedesci bewusst und sie arbeiten daran unsere Postion zu untergraben.“
Wieder zuckten die Schultern.
„Zuletzt würde ich vorschlagen, die Gründung dieser Gilde, noch ein wenig vorzubereiten und in die Zukunft zu verschieben. Schließlich sind wir aktuell ohne Prinz. Ein neuer Prinz, könnte die Vorraussetzungen für ein solches Unterfangen, erheblich beeinflussen.“
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- Isabella de Toledo
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Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Isabella verharrte auf ihrem Stuhl, ihre Haltung elegant und aufmerksam, während sie die Stimmung des Raumes in sich aufnahm. Die Atmosphäre war geladen mit unausgesprochenen Gedanken und Emotionen, die wie ein sanfter Hauch durch den Kontor wehten. Sie wartete geduldig darauf, dass sowohl Luciano als auch Mariam zu Wort kamen.
In diesem Moment war sie eine stille Beobachterin, eine Hüterin der Worte, die darauf wartete, dass sich der Raum mit ihren Gedanken füllte. Bis zu diesem Zeitpunkt würde sie sich nicht einmischen, sondern die Dynamik der Unterhaltung respektieren und die Nuancen der Interaktion studieren. Isabella wusste, dass Geduld oft der Schlüssel zu den tiefsten Einsichten war, und so lauschte sie aufmerksam, bereit, die Fäden des Gesprächs zu erfassen, sobald sich die Gelegenheit bot.
In diesem Moment war sie eine stille Beobachterin, eine Hüterin der Worte, die darauf wartete, dass sich der Raum mit ihren Gedanken füllte. Bis zu diesem Zeitpunkt würde sie sich nicht einmischen, sondern die Dynamik der Unterhaltung respektieren und die Nuancen der Interaktion studieren. Isabella wusste, dass Geduld oft der Schlüssel zu den tiefsten Einsichten war, und so lauschte sie aufmerksam, bereit, die Fäden des Gesprächs zu erfassen, sobald sich die Gelegenheit bot.
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Mehr oder weniger direkt von Giuseppe angesprochen, erhob sich Mariam und verneigte sich vor den anwesenden Vampiren. Mit ruhiger, etwas verhalten anmutender Stimme sprechend antwortete sie zunächst auf die Fragen des kleinen Nosferatu.
"Wie mein verehrter Herr zu dem Gründungsdokument steht oder ob der sich an der Gilde beteiligen wird vermag ich nicht zu sagen. Über beides wurde ich im Vorfeld nicht in Kenntnis gesetzt, ob die wohlwerte Signora Isabella ihn darüber informiert hat entzieht sich ebenso meiner Kenntnis." Sie trug ihre Worte sehr sachlich vor, wertete nicht und doch zeigte sie auf, dass nach den Gesetzen der Logik ihr Herr sie sicherlich eingeweiht hätte um entsprechend seines Willens wirken zu können...
"Mein verehrter Herr bat mich bei passender Gelegenheit darauf hinzuweisen, unabhängig von dieser Gildenangelegenheit, dass ein jeder ihre oder seine merkantilen Waffen schärfen sollte und nicht nur diese: Wir werden uns binnen fünf Jahren im offenen Konflikt mit der Domäne Pisa befinden."
"Wie mein verehrter Herr zu dem Gründungsdokument steht oder ob der sich an der Gilde beteiligen wird vermag ich nicht zu sagen. Über beides wurde ich im Vorfeld nicht in Kenntnis gesetzt, ob die wohlwerte Signora Isabella ihn darüber informiert hat entzieht sich ebenso meiner Kenntnis." Sie trug ihre Worte sehr sachlich vor, wertete nicht und doch zeigte sie auf, dass nach den Gesetzen der Logik ihr Herr sie sicherlich eingeweiht hätte um entsprechend seines Willens wirken zu können...
"Mein verehrter Herr bat mich bei passender Gelegenheit darauf hinzuweisen, unabhängig von dieser Gildenangelegenheit, dass ein jeder ihre oder seine merkantilen Waffen schärfen sollte und nicht nur diese: Wir werden uns binnen fünf Jahren im offenen Konflikt mit der Domäne Pisa befinden."
Die Nächte lehren viel, was die Tage niemals wissen.
- persisches Sprichwort
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Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Luciano hatte sich während der Ausführungen der hohen Clans still gehalten, aufmerksam, ohne sich in die Wortgefechte einzumischen. Seine Augen ruhten auf den Sprechenden, sein Gesicht blieb ruhig, doch wer ihn kannte, erkannte das feine Spiel der Gedanken hinter der Stirn.
Er wartete, bis die letzten Stimmen verklungen waren, bis sich die Spannung im Raum ein wenig gesetzt hatte. Dann erhob er sich, nicht hastig, sondern mit jener kontrollierten Ruhe, die ihm eigen war.
„Werte Isabella de Toledo,“ begann er, seine Stimme klar und ruhig, „ich möchte euch danken für die Initiative, die ihr mit diesem Schritt zeigt. Der Handel ist nicht nur Quelle des Reichtums, sondern auch der Stabilität – und ihr habt mit dem Vorschlag zur Gründung einen Gilde einen Rahmen vorgeschlagen, der zum Ziel hat, beides zu mehren und zu schützen.“
Er ließ den Blick durch die Runde wandern, nickte den Anwesenden respektvoll zu.
„Ich stimme den Ausführungen meiner wohlwerten und werten Vorredner zu. Es wurden gute Punkte aufgebracht, die bedacht werden müssen. Im Zusammenhang mit diesem Treffen wurden die Namen aller aktuell in Genua verweilenden verehrten Ancilla genannt. Es wäre wichtig zu erfahren, wie sie wirklich dazu stehen – ob sie sich der Gilde unter diesen Bedingungen anschließen oder ob sie lediglich allgemein über eine Stärkung des Handels gesprochen haben. Oder, wie der werte Gaspard de Maurin vermutet, ob einer von ihnen hinter den Plänen steht.“
Luciano hielt kurz inne, dann fuhr er fort.
„Auch der verehrte Rodrigo hat einen wichtigen Punkt angesprochen: Wie soll mit Stimmrechten und möglichen Streitigkeiten umgegangen werden? Das ist nicht nur eine Frage der Ordnung, sondern auch der Wahrung des Friedens innerhalb der Gilde.“
Sein Blick wurde etwas ernster.
„Einen Punkt möchte ich hinzufügen: Wie soll die wirtschaftliche Bedeutung eines Mitglieds bemessen werden? Entweder wäre das sehr subjektiv – oder es würde notwendig sein, dass alle Mitglieder regelmäßig ihre Handelsaktivitäten offenlegen, um Stimmrechte und Beiträge zu berechnen.“
Er ließ die Worte einen Moment wirken.
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die verehrten Ancilla oder auch die hier anwesenden wohlwerten und werten potentiellen Mitglieder gerne ihre Handelsaktivitäten und ihren Einfluss auf Handel und Familien offenlegen würden – und auch danach regelmäßig rechenschaftspflichtig sind.“
Ein feines, fast nachdenkliches Lächeln trat auf seine Lippen.
„Falls dies aber nicht so ist – wie soll es dann festgelegt werden? Denn wenn es subjektiv bleibt, wird es unweigerlich zu Streit und Missgunst führen. Wie würde zum Beispiel der werte Gaspard de Maurin reagieren, wenn meine Stimme und damit mein Beitrag als höher eingeschätzt werden als seine? Oder gar einer der verehrten Ancilla, wenn einer von Ihnen über den anderen stehen würde?“
Luciano setzte sich wieder, ruhig, ohne Nachdruck.
Er wartete, bis die letzten Stimmen verklungen waren, bis sich die Spannung im Raum ein wenig gesetzt hatte. Dann erhob er sich, nicht hastig, sondern mit jener kontrollierten Ruhe, die ihm eigen war.
„Werte Isabella de Toledo,“ begann er, seine Stimme klar und ruhig, „ich möchte euch danken für die Initiative, die ihr mit diesem Schritt zeigt. Der Handel ist nicht nur Quelle des Reichtums, sondern auch der Stabilität – und ihr habt mit dem Vorschlag zur Gründung einen Gilde einen Rahmen vorgeschlagen, der zum Ziel hat, beides zu mehren und zu schützen.“
Er ließ den Blick durch die Runde wandern, nickte den Anwesenden respektvoll zu.
„Ich stimme den Ausführungen meiner wohlwerten und werten Vorredner zu. Es wurden gute Punkte aufgebracht, die bedacht werden müssen. Im Zusammenhang mit diesem Treffen wurden die Namen aller aktuell in Genua verweilenden verehrten Ancilla genannt. Es wäre wichtig zu erfahren, wie sie wirklich dazu stehen – ob sie sich der Gilde unter diesen Bedingungen anschließen oder ob sie lediglich allgemein über eine Stärkung des Handels gesprochen haben. Oder, wie der werte Gaspard de Maurin vermutet, ob einer von ihnen hinter den Plänen steht.“
Luciano hielt kurz inne, dann fuhr er fort.
„Auch der verehrte Rodrigo hat einen wichtigen Punkt angesprochen: Wie soll mit Stimmrechten und möglichen Streitigkeiten umgegangen werden? Das ist nicht nur eine Frage der Ordnung, sondern auch der Wahrung des Friedens innerhalb der Gilde.“
Sein Blick wurde etwas ernster.
„Einen Punkt möchte ich hinzufügen: Wie soll die wirtschaftliche Bedeutung eines Mitglieds bemessen werden? Entweder wäre das sehr subjektiv – oder es würde notwendig sein, dass alle Mitglieder regelmäßig ihre Handelsaktivitäten offenlegen, um Stimmrechte und Beiträge zu berechnen.“
Er ließ die Worte einen Moment wirken.
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die verehrten Ancilla oder auch die hier anwesenden wohlwerten und werten potentiellen Mitglieder gerne ihre Handelsaktivitäten und ihren Einfluss auf Handel und Familien offenlegen würden – und auch danach regelmäßig rechenschaftspflichtig sind.“
Ein feines, fast nachdenkliches Lächeln trat auf seine Lippen.
„Falls dies aber nicht so ist – wie soll es dann festgelegt werden? Denn wenn es subjektiv bleibt, wird es unweigerlich zu Streit und Missgunst führen. Wie würde zum Beispiel der werte Gaspard de Maurin reagieren, wenn meine Stimme und damit mein Beitrag als höher eingeschätzt werden als seine? Oder gar einer der verehrten Ancilla, wenn einer von Ihnen über den anderen stehen würde?“
Luciano setzte sich wieder, ruhig, ohne Nachdruck.
- Isabella de Toledo
- Lasombra
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- Registriert: Mo 23. Jun 2025, 13:27
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Isabella sammelte ihre Gedanken, wog das Gesagte sorgsam ab, als ob sie die Schwingungen der Worte wie feine Melodien in der Luft spürte. Danach erst erhob sie sich, um ihrerseits ihre Gedanken zu teilen und die aufgeworfenen Fragen zu beantworten. „Ich danke den Anwesenden für die Fragen, die ich versuchen werde zu beantworten, und für Ihre wohlmeinenden Hinweise, die durchaus berechtigt erscheinen.“ Ihr Blick glitt durch den Raum, und sie nickte den sich zu Wort Meldenden dankend zu, als wollte sie die Verbindung zwischen ihnen stärken.
„Ich kann nur von Dingen sprechen, die mir bekannt sind. Daher beziehe ich mich auf die Zeit seit meiner Ankunft im Jahre 1114 in Genua. Es entzieht sich meiner Kenntnis, warum es bislang kein gemeinsames Handeln in dieser Domäne im Bereich des Schutzes des Handels zu geben scheint. Ebenso ist es mir unbekannt, warum, wenn ein möglicher Krieg in so naher Zukunft liegt, wie der Verehrte uns wissen lässt, bislang niemand die Führung seitens unserer Verehrten in diesem Bereich übernommen hat. Was ich aber weiß, ist, was ich als unbedeutende Neugeborene mit meinem geringen Wissen über die Ströme des Handels in der Lage wäre, einer feindlichen Stadt mit den hier vorherrschenden Strukturen nahezu mühelos anzutun und welche Auswirkungen dies auf einen langfristigen Kriegsverlauf hätte.“ Sie lächelte entschuldigend, als die Schwere ihrer Worte in der Luft schwebte. „Und diese Vorstellung ist es, die mich zwingt aufzustehen, Initiative für Genua zu zeigen und wahrscheinlich auch von den Älteren getadelt zu werden.“
Sie blickte Rodrigo della Scalla offen an, und in ihrem Blick lag eine Mischung aus Entschlossenheit und Verletzlichkeit. „Ob für meine Initiative und das Erarbeiten des Textes, oder für die Analyse der Situation in Genua meiner Person Ansehen gebührt, mögen andere entscheiden. Wie auch immer diese Entscheidung aussieht, liegt sie an meinem eigenen Einsatz und meinen eigenen Fähigkeiten oder Versagen. Die Gildengründung indes spült weder Gewinn in meine Kasse, noch ist dort mein Name als Besitzer eingebrannt, da ja sowohl der Vorsitz als auch der Rat durch die Mitglieder bestimmt werden. Dementsprechend kann ich euch zu meinem Bedauern keinen Gefallen gewähren. Andererseits … der Vollständigkeit halber … sei auch erwähnt, dass ich keinen Gefallen von den hier Anwesenden für die Arbeit von zwei Jahren inklusive des daraus resultierenden Hungers für den Versuch der Lösung dieser verfahrenen Situation erwarte. Stattdessen widme ich das bisherige Bemühen der Domäne Genua als meinen bescheidenen Beitrag zum Schutz und deren Erhalt.“
So verstummte sie einen Moment, um die Schwere ihrer Worte sacken zu lassen, und setzte dann fort. „ Trägt man sich mit dem Gedanken, eine Gilde zu gründen, so ist der passende Schritt für ein solches Unterfangen zuerst eine Gründung samt Urkunde zu initiieren, in welcher die Normen, Werte und der Aufbau festgelegt sind. Dies dient quasi wie ein Rahmen, dessen Veränderung nur durch Auflösung möglich ist. Anders sieht es aus mit dem zweiten Dokument, der Satzung. In selbiger wird das WIE formuliert, um die in der Gründungsurkunde festgelegten Dinge auszugestalten. Da das WIE im täglichen Geschäftsgebaren einer Wandlung unterliegen kann, ist diese Festlegung variabel und durch die Mitglieder per Satzungsbeschluss auszugestalten.
Das Stimmrecht nach Zensus legt indes nicht den Wert des eigenen Vermögens zugrunde, welches dementsprechend auch nicht offengelegt werden muss. Schließlich sind wir kein Staat. Es geht vielmehr um Beiträge an die Gilde. Die Höhe der Beiträge würde hierbei das Gewicht der Stimme bestimmen. Und so könnte auch Signore de Maurin sich entschließen, höhere Beiträge einzuzahlen, um seinen scheinbaren Nachteil auszugleichen und ebenso viel für die Stadt beizutragen wie ihr Signore Rodrigo della Scalla. Andererseits gäbe dies auch den nicht so Vermögenden die Möglichkeit, an dem gemeinsamen Unternehmen teilzuhaben. Zudem, meine Herren und Damen, ist der Grundgedanke in der Gründungsurkunde ja, den Schutz nach außen zu gewährleisten und nicht den Kampf nach innen. Dies sollte selbstverständlich in der Satzung noch einmal praktisch durch Ge- und Verbote umgesetzt werden.
Nun zu dem Zweck der Beiträge. Da die zu gründende Gilde ja kein neues Handelsunternehmen darstellt, sondern eine Art Dachorganisation einzelner immer noch unabhängiger Händler, die die Gilde quasi beauftragen, Dinge für sie per Gemeinschaft zu regeln, bedarf es logischerweise eines möglichst umfassenden Budgets, aus welchem selbige ihre Aktionen finanziert. Dieses Geld obliegt der Nachweispflicht auf den Versammlungen seiner Mitglieder, ist zweckgebunden und nicht einer einzelnen Person zugeordnet, da es sich um Gemeinschaftsvermögen handelt. Der Beitrag als solches ist quasi eine Absicherung zur Vertretung der gemeinsamen Interessen und die Möglichkeit, Dinge zu bewegen, die man allein nur unter sehr viel größeren Mühen regeln könnte.
Selbstverständlich, und darin stimme ich wohl mit den meisten hier Anwesenden überein, bietet die Gilde im Fall einer unglücklich formulierten Satzung die perfekte Möglichkeit, Marktteilnehmer, die nicht in ihr vertreten sind, gemeinschaftlich zu verdrängen. Ein zweischneidiges Schwert also für die nicht darin Vertretenen.
Nun zu einem möglichen Preisverfall. Auch ich mag den Vorteil von Schwankungen in den Preisen und dem daraus resultierenden Gewinnmargen keinen Riegel vorschieben. Dies gehört einfach zu dem Spiel, das wir Handel nennen, dazu. Ich entschuldige mich in diesem Zusammenhang, dass ich, ob der Annahme, unterschiedliche Ausbildungsgrade im Bereich des Handels hier in diesem Raum vor mir zu haben, eine zu allgemeine Bezeichnung verwendet habe. Korrekter wäre es gewesen, von einem sich immer mehr überhitzenden Marktgeschehen zu sprechen, welches nach Abzug entsprechender Warenströme zu einem Zusammenbruch der Preisstabilität und damit im Bereich des Handels und des Geldverleihens zu einem sofortigen Inkrafttreten aufgetretener Außenstände führen würde. Kurz gesagt … jeder, der Außenstände hätte, würde um sein Geld bangend versuchen, dieses einzutreiben, und dabei Verlust erleiden. Jeder, der Schulden hätte, verlöre Haus und Hof. Die daraus resultierenden sozialen Unruhen dürften klar genug sein. Eine Gilde, die diesem kompletten Zusammenbruch entgegenwirkte, wäre, vorausgesetzt man war nicht Initiator der ganzen Sache, im eigenen Interesse. Zudem wäre die Gilde in der Lage, über das Gemeinschaftsvermögen eine Abfederung des Verlustes zu schaffen.
Ich verstehe natürlich den Wunsch, seine aktiven und passiven Ressourcen gesichert zu sehen, sehe jedoch, und dies sei nur als Nebengedanke formuliert, gerade hier in Genua das Problem, dass die Geheimnistuerei darum langfristig dazu führt, unbewusst in Bereiche anderer geschätzter Mitglieder der Domäne zu geraten. Eine zumindest grobe Erfassung wäre hier wünschenswert, kann aber, sollte die Obrigkeit dies nicht wünschen, natürlich von jedem Einzelnen erarbeitet werden.“
Isabella verstummte einen Moment, in der Hoffnung, alle geäußerten Gedanken aufgegriffen zu haben, und nutzte die Zeit, die neue Information seitens Mariam zu kalkulieren. Ihre angespannten Gesichtszüge mochten das ein oder andere Problem bei ihren Überlegungen andeuten. Schließlich hob sie wieder den Blick. „Wohlwerter und werte Versammelten. Dank der Information des verehrten Ilario Contarini haben wir einen sehr kurzfristigen Zeitpunkt von fünf Jahren. So mögen sich die hier Versammelten also die Frage stellen, ob sie für das von mir Geschilderte oder den konkreten Fall Pisa jeder einzeln seine Vorbereitung treffen möchte oder ob dies zentral zu geringeren Kosten geplant und durchgeführt werden soll. Ich empfehle aus diesem Grunde nochmals das Vorgehen, die Gründungsurkunde zu unterzeichnen. Diese würde dann mittels einer Bittschrift an die Verehrten übermittelt werden als Initiative der Händler zum Wohle der Stadt. Alles Weitere läge dann in deren Händen.“
„Ich kann nur von Dingen sprechen, die mir bekannt sind. Daher beziehe ich mich auf die Zeit seit meiner Ankunft im Jahre 1114 in Genua. Es entzieht sich meiner Kenntnis, warum es bislang kein gemeinsames Handeln in dieser Domäne im Bereich des Schutzes des Handels zu geben scheint. Ebenso ist es mir unbekannt, warum, wenn ein möglicher Krieg in so naher Zukunft liegt, wie der Verehrte uns wissen lässt, bislang niemand die Führung seitens unserer Verehrten in diesem Bereich übernommen hat. Was ich aber weiß, ist, was ich als unbedeutende Neugeborene mit meinem geringen Wissen über die Ströme des Handels in der Lage wäre, einer feindlichen Stadt mit den hier vorherrschenden Strukturen nahezu mühelos anzutun und welche Auswirkungen dies auf einen langfristigen Kriegsverlauf hätte.“ Sie lächelte entschuldigend, als die Schwere ihrer Worte in der Luft schwebte. „Und diese Vorstellung ist es, die mich zwingt aufzustehen, Initiative für Genua zu zeigen und wahrscheinlich auch von den Älteren getadelt zu werden.“
Sie blickte Rodrigo della Scalla offen an, und in ihrem Blick lag eine Mischung aus Entschlossenheit und Verletzlichkeit. „Ob für meine Initiative und das Erarbeiten des Textes, oder für die Analyse der Situation in Genua meiner Person Ansehen gebührt, mögen andere entscheiden. Wie auch immer diese Entscheidung aussieht, liegt sie an meinem eigenen Einsatz und meinen eigenen Fähigkeiten oder Versagen. Die Gildengründung indes spült weder Gewinn in meine Kasse, noch ist dort mein Name als Besitzer eingebrannt, da ja sowohl der Vorsitz als auch der Rat durch die Mitglieder bestimmt werden. Dementsprechend kann ich euch zu meinem Bedauern keinen Gefallen gewähren. Andererseits … der Vollständigkeit halber … sei auch erwähnt, dass ich keinen Gefallen von den hier Anwesenden für die Arbeit von zwei Jahren inklusive des daraus resultierenden Hungers für den Versuch der Lösung dieser verfahrenen Situation erwarte. Stattdessen widme ich das bisherige Bemühen der Domäne Genua als meinen bescheidenen Beitrag zum Schutz und deren Erhalt.“
So verstummte sie einen Moment, um die Schwere ihrer Worte sacken zu lassen, und setzte dann fort. „ Trägt man sich mit dem Gedanken, eine Gilde zu gründen, so ist der passende Schritt für ein solches Unterfangen zuerst eine Gründung samt Urkunde zu initiieren, in welcher die Normen, Werte und der Aufbau festgelegt sind. Dies dient quasi wie ein Rahmen, dessen Veränderung nur durch Auflösung möglich ist. Anders sieht es aus mit dem zweiten Dokument, der Satzung. In selbiger wird das WIE formuliert, um die in der Gründungsurkunde festgelegten Dinge auszugestalten. Da das WIE im täglichen Geschäftsgebaren einer Wandlung unterliegen kann, ist diese Festlegung variabel und durch die Mitglieder per Satzungsbeschluss auszugestalten.
Das Stimmrecht nach Zensus legt indes nicht den Wert des eigenen Vermögens zugrunde, welches dementsprechend auch nicht offengelegt werden muss. Schließlich sind wir kein Staat. Es geht vielmehr um Beiträge an die Gilde. Die Höhe der Beiträge würde hierbei das Gewicht der Stimme bestimmen. Und so könnte auch Signore de Maurin sich entschließen, höhere Beiträge einzuzahlen, um seinen scheinbaren Nachteil auszugleichen und ebenso viel für die Stadt beizutragen wie ihr Signore Rodrigo della Scalla. Andererseits gäbe dies auch den nicht so Vermögenden die Möglichkeit, an dem gemeinsamen Unternehmen teilzuhaben. Zudem, meine Herren und Damen, ist der Grundgedanke in der Gründungsurkunde ja, den Schutz nach außen zu gewährleisten und nicht den Kampf nach innen. Dies sollte selbstverständlich in der Satzung noch einmal praktisch durch Ge- und Verbote umgesetzt werden.
Nun zu dem Zweck der Beiträge. Da die zu gründende Gilde ja kein neues Handelsunternehmen darstellt, sondern eine Art Dachorganisation einzelner immer noch unabhängiger Händler, die die Gilde quasi beauftragen, Dinge für sie per Gemeinschaft zu regeln, bedarf es logischerweise eines möglichst umfassenden Budgets, aus welchem selbige ihre Aktionen finanziert. Dieses Geld obliegt der Nachweispflicht auf den Versammlungen seiner Mitglieder, ist zweckgebunden und nicht einer einzelnen Person zugeordnet, da es sich um Gemeinschaftsvermögen handelt. Der Beitrag als solches ist quasi eine Absicherung zur Vertretung der gemeinsamen Interessen und die Möglichkeit, Dinge zu bewegen, die man allein nur unter sehr viel größeren Mühen regeln könnte.
Selbstverständlich, und darin stimme ich wohl mit den meisten hier Anwesenden überein, bietet die Gilde im Fall einer unglücklich formulierten Satzung die perfekte Möglichkeit, Marktteilnehmer, die nicht in ihr vertreten sind, gemeinschaftlich zu verdrängen. Ein zweischneidiges Schwert also für die nicht darin Vertretenen.
Nun zu einem möglichen Preisverfall. Auch ich mag den Vorteil von Schwankungen in den Preisen und dem daraus resultierenden Gewinnmargen keinen Riegel vorschieben. Dies gehört einfach zu dem Spiel, das wir Handel nennen, dazu. Ich entschuldige mich in diesem Zusammenhang, dass ich, ob der Annahme, unterschiedliche Ausbildungsgrade im Bereich des Handels hier in diesem Raum vor mir zu haben, eine zu allgemeine Bezeichnung verwendet habe. Korrekter wäre es gewesen, von einem sich immer mehr überhitzenden Marktgeschehen zu sprechen, welches nach Abzug entsprechender Warenströme zu einem Zusammenbruch der Preisstabilität und damit im Bereich des Handels und des Geldverleihens zu einem sofortigen Inkrafttreten aufgetretener Außenstände führen würde. Kurz gesagt … jeder, der Außenstände hätte, würde um sein Geld bangend versuchen, dieses einzutreiben, und dabei Verlust erleiden. Jeder, der Schulden hätte, verlöre Haus und Hof. Die daraus resultierenden sozialen Unruhen dürften klar genug sein. Eine Gilde, die diesem kompletten Zusammenbruch entgegenwirkte, wäre, vorausgesetzt man war nicht Initiator der ganzen Sache, im eigenen Interesse. Zudem wäre die Gilde in der Lage, über das Gemeinschaftsvermögen eine Abfederung des Verlustes zu schaffen.
Ich verstehe natürlich den Wunsch, seine aktiven und passiven Ressourcen gesichert zu sehen, sehe jedoch, und dies sei nur als Nebengedanke formuliert, gerade hier in Genua das Problem, dass die Geheimnistuerei darum langfristig dazu führt, unbewusst in Bereiche anderer geschätzter Mitglieder der Domäne zu geraten. Eine zumindest grobe Erfassung wäre hier wünschenswert, kann aber, sollte die Obrigkeit dies nicht wünschen, natürlich von jedem Einzelnen erarbeitet werden.“
Isabella verstummte einen Moment, in der Hoffnung, alle geäußerten Gedanken aufgegriffen zu haben, und nutzte die Zeit, die neue Information seitens Mariam zu kalkulieren. Ihre angespannten Gesichtszüge mochten das ein oder andere Problem bei ihren Überlegungen andeuten. Schließlich hob sie wieder den Blick. „Wohlwerter und werte Versammelten. Dank der Information des verehrten Ilario Contarini haben wir einen sehr kurzfristigen Zeitpunkt von fünf Jahren. So mögen sich die hier Versammelten also die Frage stellen, ob sie für das von mir Geschilderte oder den konkreten Fall Pisa jeder einzeln seine Vorbereitung treffen möchte oder ob dies zentral zu geringeren Kosten geplant und durchgeführt werden soll. Ich empfehle aus diesem Grunde nochmals das Vorgehen, die Gründungsurkunde zu unterzeichnen. Diese würde dann mittels einer Bittschrift an die Verehrten übermittelt werden als Initiative der Händler zum Wohle der Stadt. Alles Weitere läge dann in deren Händen.“
- Nicolo Trevisan
- Salubri
- Beiträge: 1802
- Registriert: Do 6. Jun 2019, 19:35
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Aufmerksam und geduldig hörte sich Nicolò die Argumente von Gaspard, Rodrigo, Giuseppe und Luciano an. Bei den Worten von Mariam zog er eine Augenbraue hoch, doch quittierte das mit keiner weiteren Regung.
Erst als Ida plötzlich ihre Unterstützung aussprach wirkte Nicolò doch etwas überrascht, so wie sich seine Augen leicht weiteten und die Brauen hoben.
Schließlich räusperte er sich.
"Genau in diese Richtung, welche der werte Rodrigo erwähnte und auch der werte Luciano aufgriff war meine vorherige Anmerkung gerichtet. Der Handel läuft nun einmal über Sterbliche ab, schließlich sind die Märkte des Nachts häufig geschlossen, von manchen Geschäften abgesehen. Daher sind wir einerseits auf die Sethskinder angewiesen. Und hier sehe ich eine Gefahr. Denn die Familien stehen untereinander in Wettstreit. Kaufen wir alle gemeinsam ein, mag es bessere Konditionen geben. Doch unweigerlich würde eine Familie bevorzugt, was uns, die wir mit den verschiedenen Familien handeln, Probleme mit unseren Kontakten einbringen wird. Außer es wurden Abmachungen mit den Familien über ein rotierendes System oder ähnliches getroffen. Und genau das meinte ich mit der Zustimmung der Familien. Aber selbst das mag zu kurz gedacht sein, denn manche Geschäftsbeziehungen und Profite ruhen rein auf die persönlichen Beziehungen der Handelnden, was alleine daher schon gegen ein Zusammenlegen aller spricht."
Während er sprach, schaute er nacheinander wieder langsam alle an und bemühte sich jeden einzelnen mit in das Gespräch einzubinden. Sie waren hier zum Wohl Genuas und vor allem, um Pisa und anderen Konkurrenten etwas entgegen zu setzen. Jedenfalls schien das sein Blick auszusagen.
"Doch ist es ebenso unerlässlich, dass die verehrten Ancilla in Abwesenheit eines Prinzen, einer solchen Gilde zustimmen würden und bevor ich mich darauf einlassen kann, benötige ich hier Klarheit."
Er ließ die Worte kurz wirken, bevor er den Faden wieder auf nahm.
"Wie die Stimmanteile bestimmt werden, könnte sich als Stolperstein erweisen, doch ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist. Die Gilde könnte eine Art Forum bieten, um gemeinsame Projekte zu fördern. Dann wären nur Absprachen unter einzelnen notwendig, wer möchte beteiligt sich und wer nicht, der bleibt dabei aus. So käme man nicht in den vom werten Rodrigo gekennzeichneten Konflikt. Auch könnten in so einem Fall alle die gleichen Stimmanteile aufweisen, wenn sich alle auf gemeinsame Projekte vereinbaren. Zuletzt sollte die Gilde dem Dienen, was eine Gefahr für Genua darstellt und dem begegnen, weshalb ich das Aufstellen auf eine Breite Basis und eine Diversifizierung des Handels bevorzugen würde, anstelle alles in einer Stelle zu konzentrieren."
Erst als Ida plötzlich ihre Unterstützung aussprach wirkte Nicolò doch etwas überrascht, so wie sich seine Augen leicht weiteten und die Brauen hoben.
Schließlich räusperte er sich.
"Genau in diese Richtung, welche der werte Rodrigo erwähnte und auch der werte Luciano aufgriff war meine vorherige Anmerkung gerichtet. Der Handel läuft nun einmal über Sterbliche ab, schließlich sind die Märkte des Nachts häufig geschlossen, von manchen Geschäften abgesehen. Daher sind wir einerseits auf die Sethskinder angewiesen. Und hier sehe ich eine Gefahr. Denn die Familien stehen untereinander in Wettstreit. Kaufen wir alle gemeinsam ein, mag es bessere Konditionen geben. Doch unweigerlich würde eine Familie bevorzugt, was uns, die wir mit den verschiedenen Familien handeln, Probleme mit unseren Kontakten einbringen wird. Außer es wurden Abmachungen mit den Familien über ein rotierendes System oder ähnliches getroffen. Und genau das meinte ich mit der Zustimmung der Familien. Aber selbst das mag zu kurz gedacht sein, denn manche Geschäftsbeziehungen und Profite ruhen rein auf die persönlichen Beziehungen der Handelnden, was alleine daher schon gegen ein Zusammenlegen aller spricht."
Während er sprach, schaute er nacheinander wieder langsam alle an und bemühte sich jeden einzelnen mit in das Gespräch einzubinden. Sie waren hier zum Wohl Genuas und vor allem, um Pisa und anderen Konkurrenten etwas entgegen zu setzen. Jedenfalls schien das sein Blick auszusagen.
"Doch ist es ebenso unerlässlich, dass die verehrten Ancilla in Abwesenheit eines Prinzen, einer solchen Gilde zustimmen würden und bevor ich mich darauf einlassen kann, benötige ich hier Klarheit."
Er ließ die Worte kurz wirken, bevor er den Faden wieder auf nahm.
"Wie die Stimmanteile bestimmt werden, könnte sich als Stolperstein erweisen, doch ich frage mich, ob das wirklich notwendig ist. Die Gilde könnte eine Art Forum bieten, um gemeinsame Projekte zu fördern. Dann wären nur Absprachen unter einzelnen notwendig, wer möchte beteiligt sich und wer nicht, der bleibt dabei aus. So käme man nicht in den vom werten Rodrigo gekennzeichneten Konflikt. Auch könnten in so einem Fall alle die gleichen Stimmanteile aufweisen, wenn sich alle auf gemeinsame Projekte vereinbaren. Zuletzt sollte die Gilde dem Dienen, was eine Gefahr für Genua darstellt und dem begegnen, weshalb ich das Aufstellen auf eine Breite Basis und eine Diversifizierung des Handels bevorzugen würde, anstelle alles in einer Stelle zu konzentrieren."
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Mordecai nutzte die folgende kleinere Pause um sich zu erheben. Sobald die Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet war, ergriff er das Wort. Seine Stimme klang entspannt. “Ich halte es für ein eine gute und weitsichtige Sache eine Kooperation zu Lieb dem Wohle der gesamten Stadt und dadurch auch zu Lieb dem Wohlstand aller hier Anwesenden zu errichten. Daher möchte ich mich der wehrten Ida anschließen und das Vorhaben der wehrten Isabella de Toledo, eine übergeordnete Handelsgilde zu errichten, unterstützen."
- Rodrigo della Scala
- Ventrue
- Beiträge: 72
- Registriert: Mi 15. Jan 2025, 22:06
Re: [1116] Handelstreffen [Drita, Ilario, Rodrigo, Vencent, Lucian, Nicolo, Gaspard, offen]
Rodrigo sieht sich im Raum um und mustert nach und nach alle Anwesenden.
" Ich kann den Enthusiasmus einiger Anwesenden sich einer unklaren Autorität zu unterwerfen nicht teilen. Meine Loyalitäten sind klar und ich vermag nicht zu sagen welche Konflikte diese Gilde mit sich bringt, daher verbleibe ich wie folgt:
Gerne kooperiere ich mit jedem der Anwesenden, mit einigen mache ich auch bereits Geschäfte, aber was die Gilde angeht, so wie vorgeschlagen - Nein ich kann dem nicht zustimmen. Wenn die aufgeworfenen Fragen geklärt sind mag sich das ändern aber so wie vorgelegt wird mein Haus dem nicht beitreten! "
" Ich kann den Enthusiasmus einiger Anwesenden sich einer unklaren Autorität zu unterwerfen nicht teilen. Meine Loyalitäten sind klar und ich vermag nicht zu sagen welche Konflikte diese Gilde mit sich bringt, daher verbleibe ich wie folgt:
Gerne kooperiere ich mit jedem der Anwesenden, mit einigen mache ich auch bereits Geschäfte, aber was die Gilde angeht, so wie vorgeschlagen - Nein ich kann dem nicht zustimmen. Wenn die aufgeworfenen Fragen geklärt sind mag sich das ändern aber so wie vorgelegt wird mein Haus dem nicht beitreten! "